Streaming-Charts
01. | ![]() Unabomber | +658 | |
02. | ![]() Mickey 17 | +7 | |
03. | ![]() Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe | +273 | |
04. | ![]() Poor Things | +480 | |
05. | ![]() Toy Story 5 | +83 | |
06. | ![]() Der Astronaut - Project Hail Mary | -2 | |
07. | ![]() Nocturnal Animals | -6 | |
08. | ![]() Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba Infinity Castle | +414 | |
09. | ![]() You Can't Kill Stephen King | +39 | |
10. | ![]() Catch Me! | Neu |
Unbedingt anschauen

Stephen Kings berühmteste Außenseiterin ist wieder da, und der erste Trailer zu Mike Flanagans neuer Serienadaption macht sofort klar, dass diesmal nicht nur Telekinese und religiöser Fanatismus für Unbehagen sorgen. Auch soziale Medien, öffentlicher Druck und die gnadenlose Dynamik einer Schulwelt, in der Demütigungen in Sekunden ein Publikum finden, rücken stärker ins Zentrum. Am 7. Oktober 2026 startet die achtteilige Prime-Video-Serie Carrie (2026) mit Summer H. Howell in der Hauptrolle und setzt damit eine Verfilmungsgeschichte fort, die bereits 1976 begann. Seitdem wurde Stephen Kings Debütroman mehrfach neu interpretiert, fürs Kino und fürs Fernsehen, mal als direkte Neuverfilmung, mal als ungewöhnliche Fortsetzung. Jede Fassung setzt andere Akzente, doch der Kern bleibt erschreckend vertraut: Eine junge Frau wird so lange gedemütigt und kontrolliert, bis ihre Wut nicht mehr zu übersehen ist.

Fast drei Jahrzehnte nach Zauberhafte Schwestern (1998) kehrt Sandra Bullock als Sally Owens zurück. In Practical Magic 2 - Zauberhafte Schwestern (2026) steht sie erneut gemeinsam mit Nicole Kidman als Gillian vor der Kamera und greift damit ausgerechnet eine Rolle wieder auf, die längst Kultstatus erreicht hat. Für Bullock führt das zugleich zurück in das Jahrzehnt, in dem sie vom aufstrebenden Talent zu einem der größten Hollywoodstars wurde. In den Neunzigern sprang sie mühelos zwischen Action, romantischer Komödie, Thriller und Fantasy, ohne dabei ihren vielleicht wichtigsten Trumpf zu verlieren: Selbst in den absurdesten Situationen wirkte sie immer wie ein echter Mensch. Bullock konnte hektisch, schlagfertig, verletzlich oder komplett überfordert sein und blieb trotzdem unverkennbar sie selbst. Dass nun ausgerechnet eine ihrer damaligen Rollen ein Comeback bekommt, macht den Blick zurück auf ihre ikonischsten Auftritte dieser Zeit besonders passend.

Am 4. August 1892 wurden Andrew und Abby Borden in ihrem Haus in Fall River, Massachusetts, mit einem Beil erschlagen. Verdächtigt wurde die Tochter Lizzie, ein Geschworenengericht sprach sie 1893 frei, aufgeklärt ist der Fall bis heute nicht. Genau diese Lücke hat über ein Jahrhundert lang Filme, Serien und Theaterstücke hervorgebracht – und seit dem 17. September läuft die nächste bei Netflix.
Highlights

„Unabomber“ bei Netflix: Was wurde aus Ted Kaczynski?
Mit der Festnahme ist der Fall gelöst. Schwieriger ist die Frage, wie er zum Attentäter wurde. Unabomber (2026), seit dem 25. September bei Netflix, sucht die Antwort in dessen Studienzeit. Regisseur Janus Metz verbindet die Ermittlungen von 1996 mit den Erfahrungen des 16-jährigen Harvard-Studenten, der ab 1958 an einem Experiment des Psychologen Henry Murray teilnimmt. Daraus entwickelt der Film eine Erklärung für Kaczynskis spätere Gewalt. Besonders im Finale wird deutlich, wie eng Metz die Ereignisse miteinander verknüpft – und wie weit diese Deutung über gesicherte Erkenntnisse hinausgeht.

Nach dem Finale von Und hüte dich vor dem Bösen (2026) bleiben genügend offene Fragen für eine weitere Staffel. Eine Zusage von Netflix steht allerdings noch aus: Der Streamingdienst hat die Serie bislang weder verlängert noch eine Fortsetzung ausgeschlossen. An einer literarischen Grundlage würde eine Rückkehr jedenfalls nicht scheitern. Autorin Saskia Noort hat die Geschichte ihrer Figuren längst weitergeführt.

Mit dem Start von 4 Blocks Zero (2026) kehrt die Hamady-Familie nach fast sieben Jahren zurück – nur ist von dem mächtigen Berliner Clan, den das Publikum aus der Originalserie kennt, noch kaum etwas zu sehen. Statt teurer Autos, Drogengeschäften und Kämpfen um Neukölln zeigt das Prequel eine Familie, die in den 1990er-Jahren nach ihrer Flucht aus dem Libanon versucht, in Berlin überhaupt erst Fuß zu fassen. Der junge Ali Hamady (Tareq Nassery) tritt noch nicht als Toni auf, sein Bruder Abbas Hamady (Soufiane El Mesaudi) ist noch kein gefürchteter Gangster und ihr Vater Malik (Rami Fadel Khalaf) versucht, seine Kinder möglichst weit von der Kriminalität fernzuhalten. Wer 4 Blocks (2017) kennt, weiß allerdings, wie weit sich dieses Leben noch verändern wird.

Wer nach dem letzten Bild von Resident Evil (2026) im Kinosessel sitzen bleibt und auf den üblichen Franchise-Nachschlag wartet, kann sich den langen Abspann sparen. Der neue Horrorfilm von Regisseur Zach Cregger hat weder eine Mid- noch eine Post-Credits-Szene. Bei einer Reihe, die seit Jahrzehnten von Viren, Umbrella und immer neuen Katastrophen lebt, wäre ein letzter Hinweis auf die Zukunft eigentlich naheliegend, Cregger braucht ihn jedoch nicht: Das eigentliche Ende lässt bereits genug offen, um Bryans schlimmste Nacht auf mehrere Arten weiterzuerzählen.
































































































































