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Unbedingt anschauen

Manchmal betritt ein Schauspieler die größte Bühne seiner Karriere, bevor ein großer Teil des Publikums überhaupt seinen Namen kennt. David Jonsson dürfte dieses Gefühl bald selbst erleben. Marvel hat den Briten bei der Comic-Con in San Diego als erwachsenen Sohn von T’Challa für Black Panther 3 (2028) vorgestellt, womit er eine der schwersten Aufgaben im gesamten MCU übernimmt. Er soll nicht die von Chadwick Boseman unvergesslich verkörperte Ikone T’Challa kopieren, sondern ein geliebtes Erbe weitertragen und daraus etwas Eigenes machen.

Das Marvel Cinematic Universe ist ein gigantisches Geflecht aus Helden, Schurken, Multiversen und Zeitlinien. Wer verstehen möchte, wie all diese Fäden zusammenlaufen, kommt an den Avengers-Filmen nicht vorbei – und ganz besonders nicht an Avengers: Doomsday.

Fantasy braucht keine Prophezeiung, um zu funktionieren, und definitiv keine digital überladenen Schlachten, um zu beeindrucken. Das Genre ist weit mehr als das: Es atmet durch Schwertkämpfe, Magie und uralte Mythen, verliert sich aber ebenso gern in Zeitreisen, brüchigen Erinnerungen oder einer Wirklichkeit, die plötzlich den Boden unter den Füßen verliert.
Highlights

„Ransom Canyon“ Staffel 2-Finale: Der Cliffhanger erklärt – und ob es weitergeht
Offiziell erzählt Ransom Canyon (2025) von drei Rancherfamilien, die sich in einer texanischen Kleinstadt seit Generationen um Land und Erbe streiten. Tatsächlich hat das Netflix-Drama nach den Romanen von Jodi Thomas eine ganze Staffel lang vor allem dabei zugesehen, wie zwei Menschen sich über einen Weidezaun hinweg anschauen, das Falsche sagen und anschließend in entgegengesetzte Richtungen davonreiten. Seit dem 23. Juli stehen die acht Folgen der zweiten Staffel komplett bei Netflix. Sie setzen rund ein halbes Jahr nach dem Finale der ersten Staffel ein und machen mit diesem Prinzip etwas Unerwartetes: Der Knoten, auf dessen Lösung die Serie so lange hinarbeitete, platzt erstaunlich früh. Der eigentliche Haken versteckt sich stattdessen an einer ganz anderen Stelle.

Für eine Rolle, die gar nicht existiert, hat Achilles erstaunlich viel Ärger verursacht. Schon Monate vor dem Kinostart von Christopher Nolans Die Odyssee (2026) verbreitete sich das Gerücht, Elliot Page werde den berühmten Krieger aus dem Trojanischen Krieg spielen. Bestätigt hatte das niemand. Nun ist der Film da, und von der ganzen Debatte bleibt wenig übrig: Page spielt nicht Achilles, sondern Sinon, Achilles wurde von Nolan vollständig gestrichen.

Es gibt in Avatar Aang: Der Herr der Elemente (2026) einen Gegenstand, der alles ungeschehen machen könnte, was Aang (Eric Nam) sein Leben lang betrauert. Ein Stab, angeblich mächtig genug, um ein ausgelöschtes Volk zurückzuholen. Der erste abendfüllende Film zur Kultserie Avatar – Der Herr der Elemente (2005) steuert sein ganzes Finale auf den Moment zu, in dem der Held dieses Wundermittel endlich in Händen hält. Und dann tut Aang etwas, womit kaum jemand rechnet. Das Ende, seit dem 25.07. bei Paramount+ verfügbar, feiert keinen strahlenden Sieg. Es zeigt einen Verzicht – und den muss man erst einmal verstehen.

Vierzig Jahre lang stellte der Film immer dieselbe Frage: Was macht einen Menschen aus, wenn eine Maschine besser lieben, fürchten und sterben kann als er? Und vierzig Jahre lang war klar, mit wem man fühlte – mit den Replikanten, den künstlichen Wesen, gejagt und ausgemustert wie fehlerhafte Ware. Jetzt kehrt eine Serie diese Ordnung um, und schon der erste Trailer sorgt für Streit. Auf der Comic-Con in San Diego zeigte Prime Video die erste Vorschau auf Blade Runner 2099, die erste Live-Action-Serie des Franchise, angesiedelt fünfzig Jahre nach Blade Runner 2049 (2017). Michelle Yeoh und Hunter Schafer spielen die Hauptrollen, Ridley Scott, Schöpfer des Originals Der Blade Runner (1982), ist als Produzent an Bord. Start ist der 25. November. Zwischen Ehrfurcht und Argwohn kristallisieren sich in den Foren fünf Themen heraus, über die gerade alle reden.
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