2026 soll es endlich so weit sein: Avengers: Doomsday (deutscher Titel: Avengers 5) kommt in die Kinos. Zum ersten Mal seit vielen Jahren steuert das Marvel Cinematic Universe erneut auf einen echten Clash der Giganten zu. Avengers, X-Men, Fantastic Four, die Thunderbolts und Wakanda treffen aufeinander, jede Menge Action ist garantiert. Als besonderes Highlight deutet sich bereits im Vorfeld die Rückkehr von Steve Rogers an.
Ein erster Trailer liefert starke Bilder und steigert die Vorfreude der Fans erheblich, wirft gleichzeitig aber auch eine Reihe zentraler Fragen auf. Aus diesem Grund widmen wir uns den fünf wichtigsten Fragen, die der Trailer aufwirft – und den naheliegendsten Antworten darauf.
Frage 1: Wessen Baby hält Captain America im Trailer?
Im Trailer ist Captain America zu sehen, wie er ein Baby im Arm hält. Das Bild wirft sofort die Frage auf, wem dieses Kind gehört. Die naheliegendste und zugleich erzählerisch schlüssigste Antwort lautet: Es handelt sich um das Kind von Steve Rogers und Peggy Carter. Diese Lesart ist im MCU bereits angelegt. In Captain America: The Return of the First Avenger (2014) wird erwähnt, dass Peggy nach Steves Verschwinden geheiratet und Kinder bekommen hat. Später stellten die Autoren von Avengers 4: Endgame (2019) klar, dass es ihre ausdrückliche Intention war, dass Peggy ihren Mann aus der Haupt-Timeline heiratet – also Steve Rogers selbst, nachdem er am Ende von Endgame in die Vergangenheit zurückkehrt. In dieser Lesart sind Peggys Kinder folglich Steves Kinder.
Auch mit Blick auf die Comicvorlagen wäre das stimmig. Captain America hat in mehreren Marvel-Zeitlinien Nachkommen. Dazu zählt etwa James Rogers, der Sohn von Steve Rogers aus einer alternativen Realität, der im Animationsfilm Next Avengers: Heroes of Tomorrow (2008) eine zentrale Rolle spielt. In den Comics existiert zudem eine Tochter namens Sharon Rogers, die als Kind von Steve und Peggy geführt wird.
Natürlich gibt es auch andere Fan-Theorien. Genannt werden etwa Franklin Richards aus dem Fantastic-Four-Kosmos oder sogar ein Beyonder-Bezug. Diese Theorien wirken derzeit jedoch wenig gestützt und deutlich weniger plausibel als die Steve-und-Peggy-Lesart.
Frage 2: Wem gehört das Haus im Trailer?
Ein zentrales Element des Trailers ist das Haus. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein großes Rätsel, sondern um einen bewusst gesetzten Wiedererkennungswert. Es ist exakt das Haus, das am Ende von Avengers: Endgame (2019) zu sehen war. Damals bot es einen kurzen, intimen Blick auf das Privatleben von Steve Rogers und Peggy Carter. Der Trailer greift diese Storyline nun gezielt wieder auf. Damit soll klargemacht werden, dass wir uns hier nicht in einer alternativen Realität befinden und auch keiner anderen Version von Steve begegnen. Kein Multiversums-Doppelgänger, keine Abzweigung, kein narrativer Umweg. Das Haus steht für Kontinuität und für ein Leben abseits des Superhelden-Daseins. Es ist bewusst unspektakulär inszeniert, ruhig und zurückhaltend und gerade deshalb von Bedeutung.
Frage 3: Haben wir Captain Americas Motorrad schon einmal gesehen?
Motorräder und Captain America gehören im MCU von Beginn an zusammen. Bereits in Captain America: The First Avenger (2011) war Steve Rogers mit einem Motorrad unterwegs. Auch in späteren Filmen sahen wir ihn immer wieder auf unterschiedlichen Maschinen. Im Trailer zu Avengers: Doomsday (2026) handelt es sich jedoch um kein Motorrad, das wir bereits kennen. Vielmehr sehen wir ein Modell, das bisher nicht im MCU etabliert wurde. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht, es deutet jedoch vieles darauf hin, dass es sich um eine Maschine der britischen Marke Triumph handelt, die in den 1950er-Jahren besonders populär war und heute als klassisch und vintage gilt.
Dass Steve Rogers ein solches Motorrad fährt, passt zu seiner Entscheidung, bewusst in der Vergangenheit zu leben. Das MCU setzt hier kein futuristisches oder militärisch-technisches Statement, sondern ein Detail mit nostalgischer Wirkung.
Frage 4: Ist der Motorradhelm Teil eines Easter Eggs?
Auch der Motorradhelm wirkt auffällig vertraut. Die dunkelblaue Schutzbrille, das funktionale Design und die reduzierte Optik erinnern klar an Captain Americas klassische Maske, die aus Helm und Schutzbrille besteht. Im Trailer wird diese nicht kopiert, sondern bewusst zitiert. Gleichzeitig ruft das Design Erinnerungen an den Helm aus Captain America (1979) hervor: ein Look, der heute deutlich aus der Zeit gefallen wirkt. Genau darin liegt der Effekt: Es handelt sich um eine Referenz mit Augenzwinkern. Marvel greift hier frühere, weniger glorreich gealterte Kapitel der eigenen Figurengeschichte selbstironisch auf und integriert sie spielerisch in den aktuellen Kontext. Diese Form der Distanz und des Humors passt zur grundsätzlichen Erzählhaltung des Studios.
Frage 5: Was bedeutet der Countdown am Ende des Trailers?
Am Ende des Trailers erscheint ein Countdown. Auf der ersten Ebene ist die Bedeutung klar: Er zählt die Zeit bis zum Kinostart von Avengers: Doomsday (2026). Gleichzeitig liegt eine zweite Ebene nahe. Doomsday, eine tickende Uhr und ein Countdown sind im Marvel-Kontext kaum zufällig gewählt. Der Verweis auf die sogenannte Doomsday Clock drängt sich auf – ein Symbol für eine existenzielle Bedrohung, die immer näher rückt. Der Trailer legt zudem nahe, dass dieser Countdown auch innerhalb der Handlung eine Rolle spielen könnte. Denkbar ist eine konkrete Deadline oder eine Frist, die den Ablauf der Geschichte bestimmt. In jedem Fall wird Zeit als zentrales Spannungselement etabliert. Wie auch immer die genaue Ausgestaltung aussieht: Der Trailer macht deutlich, dass Zeit selbst der eigentliche Gegner ist.






























































































































































































































