Als Steven Spielberg mit Jurassic Park (1993) Michael Crichtons Romanvorlage adaptierte, war wahrscheinlich nicht einmal dem Regisseur selbst klar, was für einen Meilenstein der Abenteuerfilm rund um Dr. Alan Grant, Dr. Ellie Sattler, Dr. Ian Malcolm und ihren Besuch in John Hammonds Erlebnispark der etwas anderen Art einmal darstellen würde. Schon bald wurde Jurassic Park zum erfolgreichsten Film weltweit – entthront wurde der Dinofilm erst im Jahr 1998, von James Camerons Titanic.
Mit der Fortsetzung Vergessene Welt: Jurassic Park (1997), bei der Spielberg noch selbst Regie führte, begann die Geschichte um die mithilfe von Gentechnik wiedererweckten Urzeitgiganten zu einer der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten zu werden. Regisseure wie Joe Johnston, Colin Trevorrow und J. A. Bayona nahmen sich der Dinosaurier in weiteren Teilen an, die visuellen Effekte wurden mit jedem Teil ausgetüftelter und eine neue Riege an Schauspielstars musste gegen die Riesenechsen ums Überleben kämpfen. Das Leben findet einen Weg, Dinosaurier finden einen Weg auf unsere Kinoleinwände – und hier findest du eine Liste mit allen Jurassic Park-Filmen in der richtigen Reihenfolge!
Jurassic Park (1993)
Noch bevor der US-Schriftsteller Michael Crichton 1990 seinen Roman DinoPark veröffentlichte, hatte sich Steven Spielberg gemeinsam mit Universal Pictures die Adaptionsrechte gesichert. Wieder einmal hatte Spielberg ein sicheres Gespür bewiesen: Sein Abenteuerfilm Jurassic Park (1993) erzählt eine spannungsgeladene Geschichte um menschliche Hybris, einen absehbaren Kontrollverlust und die daraus resultierende Konfrontation mit Kreaturen, die nicht für die Koexistenz mit Menschen geschaffen sind. Obgleich einige Kritiker den etwas dünnen Plot und die schablonenhaften Charaktere bemängelten, überwog nach Erscheinen des Kinofilms vor allem die Faszination für die damals grenzsprengenden visuellen Effekte: Mit einer Mischung aus ausgetüftelter Animatronik und eingestreuten computergenerierten Sequenzen erweckte Spielberg die Urzeitwesen für die Leinwand zum Leben und das Publikum staunte. Die Effekte mögen inzwischen veraltet scheinen, aber Dank John Williams‘ ikonischem Score und einem fähigen Cast aus Jeff Goldblum, Laura Dern und Sam Neill ist Jurassic Park auch heute noch jeden Blick wert.
Vergessene Welt: Jurassic Park (1997)
Da die Dinomanie beharrlich anhielt, folgte mit Vergessene Welt: Jurassic Park (1997) ein mit Freude erwartetes Sequel zum Vorgänger. Steven Spielberg orientierte sich dafür nur lose an Michael Crichtons Fortsetzungsroman und setzte vor allem auf noch mehr Dinosaurier und waghalsige Actionszenen. Obgleich mit Jeff Goldblum als Dr. Ian Malcolm die wohl populärste Figur aus dem Ursprungsfilm zurückkehrte und die CGI-Technologie deutliche Fortschritte gemacht hatte, büßte die Fortsetzung im Vergleich zu Jurassic Park einiges an Originalität und Charme ein. Nichtsdestotrotz bleibt Vergessene Welt: Jurassic Park ein gewichtiges Sequel, das zum Box Office-Erfolg wurde und so den Weg für eine ganze Filmreihe rund um den Dinosaurier-Park ebnete.
Jurassic Park III (2001)
Beim dritten Teil der Jurassic Park-Filmreihe änderte sich einiges: Steven Spielberg konzentrierte sich auf die Arbeit als Produzent und überließ die Regie dem Jumanji-Regisseur Joe Johnston. Zudem gab es keine weiteren Romane von Michael Crichton, die der Film neu adaptieren konnte. Dennoch schaffte es Jurassic Park III (2001), das Erfolgsrezept der vorangegangenen Teile fortzutragen: Sam Neill kehrte als Paläontologe Dr. Alan Grant zurück und flößte diesem Teil etwas mehr wissenschaftliche Reflexion um die Intelligenz von Velociraptoren und die ethische Fragwürdigkeit der Wiedererschaffung von Sauriern ein. Innerhalb seiner deutlich kürzeren Laufzeit konzentriert sich Jurassic Park III auf die Ausgestaltung brenzliger Situationen und schafft es eine stimmige Balance aus reißerischer Action und schwarzem Humor zu finden. Ein würdiger Abschluss für die erste Trilogie der Jurassic Park-Reihe.
Jurassic World (2015)
Nach der ersten Jurassic Park-Trilogie wollte Steven Spielberg als Produzent gleich einen vierten Teil in Angriff nehmen, doch kreative Differenzen bezüglich des Drehbuchs und Michael Crichtons Tod im Jahre 2008 verzögerten das Projekt. Somit wurde erst über 10 Jahre später mit Jurassic World (2015) die Filmreihe wieder aufgegriffen, in der Regisseur Colin Trevorrow nun eine neue Erzählwelt inszenierte: In dieser ist der ursprüngliche Park 22 Jahre nach den Ereignissen von Jurassic Park erfolgreich eröffnet worden und mit seinen Dino-Attraktionen ein blühendes Geschäft. In seinem Plot zeigt Jurassic World aber auf, wie die Gier nach immer weiteren Sensationen und Einnahmen schließlich eine neue Katastrophe im Park auslöst, die Chris Pratt und Bryce Dallas Howard in den Hauptrollen eindämmen müssen. Rasant und teilweise brachial geht es in Jurassic World zu, der der Originalität des Ursprungsfilms huldigt, aber zugleich eigene Schwerpunkte setzt, visuell deutlich modernisiert daherkommt und damit neue Publikumsgenerationen an den faszinierenden Dinosaurier-Schrecken herangeführt hat. Eine spaßige Achterbahnfahrt von einem Film, die Fans von leichtfüßigen wie brachialen Action-Abenteuern zusagen wird.
Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018)
Im zweiten Teil der Jurassic World-Trilogie durfte der mit imposanter Visualität vertraute Regisseur Juan Antonio Bayona – bekannt für Das Waisenhaus (2007) und The Impossible (2012) – eine ganz besondere Plot-Entwicklung inszenieren: Drei Jahre nach den Ereignissen von Jurassic World droht nämlich ein Vulkanausbruch das wilde Dinosaurier-Leben auf der ehemaligen Themenpark-Insel auszulöschen. Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018) zeigt Chris Pratt und Bryce Dallas Howard beim verzweifelten Versuch die Dinosaurier zu evakuieren und schafft es trotz visueller Höhepunkte nicht immer, den Absurditäten des Plots zu entkommen. Dennoch ist es ein sehenswertes Sequel für diejenigen, die die Dynamik des Leinwandpaars aus dem vorangegangenen Teil schätzen.
Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022)
Für Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022) kam schließlich Regisseur Colin Trevorrow zurück und fuhr einiges zum Abschluss der Jurassic World-Trilogie auf: Der sich um die Frage nach einer möglichen Koexistenz von Menschen und Dinosauriern drehende Plot führt von Texas über die Dolomiten nach Malta und neben Chris Pratt und Bryce Dallas Howard kehren auch Jeff Goldblum, Laura Dern und Sam Neill zurück, um die Welt vor einer von der Wissenschaft herbeigeführten Katastrophe zu retten. Entsprechend überladen geht es in Jurassic World: Ein neues Zeitalter zu, das alle Erzählstrange um alte und neue Figuren bedienen und zugleich einen Richtungswechsel für die weitere Filmreihe vorbereiten will. Trotz beachtlichen Erfolgs an den Kinokassen gilt Jurassic World: Ein neues Zeitalter als der schwächste Part der Trilogie, die dennoch viel Bombast und Nostalgie für Jurassic Park-Fans zu bieten hat.
Jurassic World: Die Wiedergeburt (2025)
Nach der vorangegangenen Jurassic World-Trilogie strebte Steven Spielberg eine Rückkehr zur Idee des ersten Jurassic Park-Teils an und holte dafür den damaligen Drehbuchautoren David Koepp zurück ins Projekt. Die Handlung von Jurassic World: Die Wiedergeburt (2025) sollte sich wieder von der Idee der in Menschennähe lebenden Dinosaurier wegbewegen. Stattdessen steht ein von Scarlett Johansson und Mahershala Ali angeführter Expeditionstrupp im Zentrum, der sich zu den auf einer abgelegenen Insel angesiedelten Riesenechsen begibt. Der CGI-erfahrene Regisseur Gareth Edwards setzt diesen hochriskanten Ausflug sehr gekonnt in Szene und erreicht auch mithilfe des Drehs auf 35-mm-Film einen Look, der an den ersten Jurassic Park erinnert. Doch allzu absurde Plot-Wendungen und minder ausgearbeitete Figuren lassen an Jurassic World: Die Wiedergeburt trotz der gelungenen Special Effects einiges zu wünschen übrig, was kommende Teile dieser Filmreihe hoffentlich wieder in den Griff kriegen.














































































































































































































































