„Outlander“ trifft „The Witcher“: Warum „The Wolf King“ die nächste große Fantasy-Serie werden könnte

„Outlander“ trifft „The Witcher“: Warum „The Wolf King“ die nächste große Fantasy-Serie werden könnte

Nora Henze
Nora Henze

Veröffentlicht am 11. Juli 2026

Aktualisiert am 11. Juli 2026

Eine Prinzessin wird am Vorabend ihrer Hochzeit von einem Werwolf-Anführer entführt und mitten in einen blutigen Krieg zwischen Menschen und Wölfen gezogen, während zwischen den beiden gehörig die Funken fliegen. Das klingt nach einem Fiebertraum aus den Tiefen von BookTok, und ein wenig ist es das auch. Nur wird daraus gerade tatsächlich eine Serie. The Wolf King heißt das Projekt, und wer sich schweren Herzens von Outlander (2014) verabschiedet hat oder auf das Finale von The Witcher (2019) wartet, trifft hier auf erstaunlich viel Vertrautes.

Eine entführte Prinzessin und ein Wolf mit Krone

Die Vorlage stammt von der Autorin Lauren Palphreyman und gehört ins Genre Romantasy, also die Mischung aus Liebesroman und Fantasy. Im Mittelpunkt steht Prinzessin Aurora, die kurz vor ihrer Hochzeit ausgerechnet dem mächtigen Alpha Callum ins Auge fällt. Weil er sie für den Schlüssel hält, um den Krieg zwischen Menschen und Wölfen zu beenden, entführt er sie und bringt sie in die raue Gegend nördlich der Grenze. Dort wächst zwischen den beiden eine Anziehung, die eigentlich nicht sein darf, verkompliziert durch den rätselhaften Blake, der Aurora auf ganz andere Weise fasziniert. Während auf beiden Seiten Monster lauern, eskaliert der Krieg immer weiter.

The Wolf King

Der Pay-TV-Sender Starz hat sich gleich die komplette Buchreihe gesichert, also das erste Buch „The Wolf King“ von 2023, die Fortsetzung „The Night Prince“ von 2025 und den für November 2026 angekündigten Abschluss „The Wolf Queen“. Als Showrunnerin verantwortet Tanya Saracho das Projekt, die zuvor die gefeierte Serie Vida (2018) entwickelt hat. Palphreyman selbst ist als ausführende Produzentin an Bord. Eine Besetzung oder einen Starttermin gibt es allerdings noch nicht, denn die Serie steckt bislang in der Entwicklung.

Das „Outlander“-Gefühl: eine Liebe mitten im Krieg

Dass Outlander überhaupt ins Spiel kommt, ist kein Zufall: Palphreyman empfiehlt ihre Bücher ausdrücklich allen, die die Serie mögen. Wer sie nicht kennt: Sie schickt die Krankenschwester Claire (Caitríona Balfe) per Zeitreise ins Schottland des 18. Jahrhunderts, wo sie sich in den Highlander Jamie (Sam Heughan) verliebt, während um sie herum der Jakobitenaufstand tobt. Dieses Zusammenspiel von großer Liebe und historischem Aufruhr treibt auch Aurora und Callum an.

Outlander

Dazu kommt die Landschaft. Outlander lebt von den nebligen, endlosen Highlands, und auch Aurora wird in eine abgelegene Region nördlich der Grenze verschleppt: rau, kalt und ein wenig unheimlich. An solchen Orten glüht eine Romanze fast trotziger, weil ringsum so wenig Geborgenheit zu finden ist. Deutsche Leser der Bücher beschreiben eine spürbare Highlands-Atmosphäre, hin zu Werwölfen mit Kilt und schottischem Akzent.

Bestien, Königreiche und ein umkämpfter Thron

Ganz ähnlich funktioniert die Welt von The Witcher, durch die der Monsterjäger Geralt (Henry Cavill, ab der vierten Staffel Liam Hemsworth) zieht: eine mittelalterlich angehauchte Fantasywelt, in der Bestien so selbstverständlich zum Alltag gehören wie das Ränkespiel rivalisierender Königreiche und mächtiger Zauberinnen. Beides prägt auch Palphreymans Welt. Die Wölfe bilden dort ein eigenes Volk mit eigenem Thron, um den erbittert gekämpft wird, und Monster gehören auf beiden Seiten der Front fest zum Weltbild.

The Witcher

Auch das übrige Setting kommt einem bekannt vor, mit Königreichen, alten Gesetzen und einer uralten Bedrohung, die im Norden erwacht. Wer die politischen Intrigen und die düstere Monsterlogik dieser Art von Fantasy mag, betritt hier vertrautes Gelände.

Noch ist längst nicht alles klar

Nüchtern betrachtet steckt The Wolf King aber noch in einer frühen Phase, ohne Cast und ohne Termin, und aus einer angekündigten Entwicklung wird nicht zwangsläufig eine fertige Serie. Hoffnung macht vor allem die Showrunnerin. Tanya Saracho hat mit Vida (2018) gezeigt, dass sie Geschichten über Nähe, Begehren und komplizierte Beziehungen ernst nimmt, und das ist schon die halbe Miete für eine Romantasy-Adaption, die mehr sein will als eine hübsche Kulisse.

Ob The Wolf King am Ende an Outlander oder The Witcher heranreicht, entscheidet sich an der Umsetzung. Die Zutaten aber, die viele an diesen beiden Geschichten geliebt haben, sind alle vorhanden. Für Fantasy-Fans, die nach zwei großen Serien gerade auf der Suche nach etwas Neuem sind, lohnt es sich, diesen Namen im Blick zu behalten. Wer nicht auf die Serie warten will, findet die Buchreihe ohnehin seit April 2026 auf Deutsch.

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Outlander
Outlander

Outlander

2014

US-amerikanische Fantasy-Abenteuerserie nach der „Highland-Saga“ von Diana Gabaldons um die Krankenschwester Claire, die sich im Zweiten Weltkrieg um die verletzten Soldaten kümmert. Durch einen merkwürdigen Zufall wird sie in die Zeit vor 200 Jahren zurückversetzt, wo sie verfolgt und schließlich zwangsverheiratet wird …

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The Witcher
The Witcher

The Witcher

2019

Geralt von Riva, ein mutierter Monsterjäger, folgt seiner Bestimmung in eine turbulente Welt, in der Menschen oft boshafter sind als Biester.

Über diese Liste

Titel

2

Gesamtkosten fürs Ansehen

4,99 €

Gesamtlaufzeit

138h 20min

Genres

Fantasy, Action & Abenteuer, Drama

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