He-Mans größter Feind wurde von einer echten Leiche inspiriert

He-Mans größter Feind wurde von einer echten Leiche inspiriert

Veröffentlicht am 11. Juli 2026

Aktualisiert am 11. Juli 2026

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Ein Kind, eine Geisterbahn, eine Leiche an einem Strick. Mark Taylor war neun Jahre alt, als sein Vater ihn in die „Laff in the Dark“-Attraktion im Vergnügungspark The Pike in Long Beach, Kalifornien, mitnahm. Was er dort sah, hat er nie vergessen. Jahrzehnte später, als Mattel-Designer, zeichnete er Skeletor – He-Mans Erzfeind aus He-Man and the Masters of the Universe (1983).

He-Man queere Ikone

Die Dokumentation Die Macht von Grayskull (2017), kostenlos bei JustWatch TV zu sehen, erklärt, dass Skeletor aus den eigenen, verstörenden Kindheitserfahrungen des Spielzeugingenieurs von Mattel mit einem echten menschlichen Skelett in einem Geisterhaus in Long Beach, Kalifornien, entstand.

Die echte Leiche

Elmer McCurdy wurde am 1. Januar 1880 in Washington, Maine, geboren. Armee, Alkohol, Gelegenheitsjobs, Kriminalität. Am 4. Oktober 1911 überfiel er mit Komplizen einen Zug in Oklahoma. Den falschen. Statt des Geldtransports, auf den er es abgesehen hatte, plünderte er einen Personenzug. Beute: 46 Dollar und zwei Krüge Whiskey.

Drei Tage später fanden Sheriff-Beamte McCurdy in einer Scheune nahe Bartlesville. Er schoss. Sie schossen zurück. Am 7. Oktober 1911 war er tot. Der Körper kam ins Beerdigungsinstitut Johnson in Pawhuska, Oklahoma. Er wurde mit Arsen einbalsamiert. Weil niemand ihn abholte, stellte der Leichenbestatter ihn als Schauobjekt auf – fünf Cent Eintritt. Sein neuer Name: „Der einbalsamierte Bandit“.

Skeletor

1916 kamen zwei Männer ins Beerdigungsinstitut und behaupteten, McCurdys Brüder zu sein. Eine Lüge. Es waren Charles Patterson, Besitzer der Great Patterson Carnival Shows, und sein Kompagnon. Sie wollten die Leiche für ihre Wandershow. Sie bekamen sie.

Was folgte, waren sechs Jahrzehnte als Requisit. McCurdy hing in Jahrmarktszelten. Er diente als Requisite in einer Kinolobby. Er wurde beim Mount Rushmore ausgestellt. In einem Sturm verlor er Ohrmuscheln, Fingerspitzen, Zehen. Schließlich, nach weiteren Stationen durch Wachsfigurenkabinette und Billighorrorfilme, landete er in Long Beach im The Pike Amusement Park. Mit fluoreszierender Farbe überzogen, an einem Strick hängend in der Geisterbahn. Niemand wusste, wer er war.

Der Junge in der Geisterbahn

Mark Taylor wusste es zunächst auch nicht. Aber er war sich sicher, dass das kein Requisit war. „Auf einmal wusste ich, dass das ein echter Mensch war, gar keine Frage“, sagte er später in der Netflix-Dokuserie The Toys That Made Us. „Das war absolut eine echte Person. Und daher stammt Skeletor.“

Skeletor

McCurdys einbalsamierte Haut hatte die Farbe und Konsistenz von Leder. Die fluoreszierende Farbe ließ seinen Schädel glühen. Das Bild eines im Halbdunkel leuchtenden toten Gesichts – das blieb hängen. Und Skeletor, der Herr der Zerstörung, sah später genauso aus.

Am 22. April 1977 wurde Elmer McCurdy dann schließlich in Guthrie, Oklahoma, beigesetzt. Zwei Fuß Beton über dem Sarg. Damit er nicht noch einmal wegkommt.

Und Skeletor?

Jared Leto spielt ihn in Masters of the Universe (2026), Regie Travis Knight, als aufwendig inszenierten Hauptantagonisten – die erste Realverfilmung der Figur seit dem Dolph-Lundgren-Film von 1987.

Masters of the Universe

Der Schädel wirkt moderner inszeniert. Die Grundidee der Figur ist dieselbe. Ja, es entstand alles ganz „simpel“: als ein Neunjähriger in einer Geisterbahn in Long Beach eine Leiche sah.

Der Held He-Man vom Planeten Eternia kämpft für das Gute im Universum. Sein gefährlichster Feind ist der böse Hexenmeister Skeletor. Eigentlich verbirgt sich hinter He-Man der faule Prinz Adam, der Sohn von König Randor, der sich dank eines Zauberschwerts in den Superhelden verwandeln kann. Das Schwert hat er von der mächtigen Zauberin vom Schloss Grayskull erhalten, das es nun ebenfalls zu verteidigen gilt. An He-Mans Seite kämpfen sein bzw. Adams an sich schüchterner Tiger Cringer, der sich analog zum Herrchen in eine furchtlose Kampfkatze verwandelt, der kleine Zauberer Orko, der Waffenschmied Man-At-Arms, Stratos, der fliegen kann, der wendige Sy-Klone und andere.
Nach 15 Jahren der Trennung führt das Schwert der Macht Prinz Adam zurück nach Eternia und entdeckt, dass seine Heimat unter der heimtückischen Herrschaft von Skeletor in Trümmern liegt. Um seine Familie und seine Welt zu retten, muss sich Adam mit seinen engsten Verbündeten zusammenschließen – Teela und Duncan alias Man-At-Arms – und sein wahres Schicksal als He-Man annehmen, den mächtigsten Mann des Universums.
Das Schicksal des Universums scheint besiegelt. Skeletor, der Herrscher des Bösen, hat den Planeten Eternia erobert und die mächtige Zauberin von Greyskull in seine Gewalt gebracht. Um seine unumschränkte Herrschaft durchsetzen zu können, fehlt ihm nur eines: Der kosmische Schlüssel, der seinen Besitzer an jeden beliebigen Punkt der Galaxis transportieren kann. Doch noch besteht Hoffnung: He-Man, der stärkste Krieger von Eternia, und seine Freunde Teela und Gwildor, der findige Zwerg, haben Skeletor den Kampf angesagt. Auf der Erde schlagen sie die Schlacht, die über das Schicksal des Universums entscheidet.

Über diese Liste

Titel

3

Gesamtkosten fürs Ansehen

2,99 €

Gesamtlaufzeit

51h 47min

Genres

Action & Abenteuer, Fantasy, Science-Fiction

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