
5 Filme, die man vor „Dune: Part Three“ gesehen haben sollte
Wenn Dune: Part Three (2026) am 18. Dezember 2026 ins Kino kommt, ist für Paul Atreides viel mehr Zeit vergangen als für das Publikum. Denis Villeneuve hat bestätigt, dass zwischen dem zweiten und dem dritten Film 17 Jahre liegen. Damit verlängert er sogar den Zeitsprung aus Frank Herberts Vorlage: Der Herr des Wüstenplaneten setzt zwölf Jahre nach dem ersten Roman ein. Paul ist inzwischen nicht mehr der junge Erbe, der sich unter den Fremen einen Namen macht, sondern ein mächtiger Herrscher, der mit den Folgen des von ihm ausgelösten Heiligen Kriegs leben muss.
Wer zum Abschluss von Villeneuves Trilogie vorbereitet ins Kino gehen will, muss dafür allerdings nicht den kompletten Dune-Kosmos durcharbeiten. Zwei Filme sind unverzichtbar, eine Serie liefert zusätzlichen Hintergrund, und ältere Adaptionen sind eher etwas für Fans. Wir haben sortiert, was man wirklich gesehen haben sollte und was man problemlos auslassen kann.
Am ersten Film führt kein Weg vorbei. Dune (2021) adaptiert die erste Hälfte von Frank Herberts Roman und legt praktisch das gesamte Fundament für die späteren Ereignisse. Hier werden Arrakis, das Spice, die Fremen, die Bene Gesserit und die Idee des Kwisatz Haderach eingeführt.
Paul Atreides, (Timothée Chalamet) reist mit seiner Familie nach Arrakis. Dort gerät sein Vater Herzog Leto (Oscar Isaac) in eine tödliche Verschwörung. Paul kann gemeinsam mit seiner Mutter Jessica (Rebecca Ferguson) in die Wüste fliehen und findet schließlich Zugang zu den Fremen.
Villeneuve lässt sich dafür 155 Minuten Zeit und versucht gar nicht erst, Herberts Welt auf wenige einfache Begriffe herunterzubrechen. Für den dritten Teil sollte man sich vor allem zwei Figuren merken, die im ersten Film sterben: Duncan Idaho, gespielt von Jason Momoa, und Herzog Leto. Beide bleiben für das Finale relevant, wenn auch auf völlig unterschiedliche Art. Wer den Film bereits kennt, kann sich zur Auffrischung zumindest noch einmal das letzte Stück ansehen.
Im zweiten Film wird aus Pauls Aufstieg endgültig ein Problem. Dune: Part Two (2024) zeigt, wie er sich den Fremen anschließt, ihren Glauben und die um ihn entstandene Prophezeiung für seine Ziele nutzt und schließlich einen Krieg in Gang setzt, dessen Ausmaß er selbst nicht mehr kontrollieren kann.
Chani (Zendaya) bekommt deutlich mehr Raum als im ersten Teil. Ihre zunehmende Distanz zu Paul und ihr Misstrauen gegenüber seiner Rolle als vermeintlicher Erlöser gehören zu den wichtigsten Entwicklungen des Films. Neu dabei sind unter anderem Florence Pugh als Prinzessin Irulan und Austin Butler als Feyd-Rautha.
Vor allem das Ende muss für den dritten Teil sitzen: Paul entscheidet sich aus politischen Gründen für eine Ehe mit Irulan, Chani kehrt ihm den Rücken, und seine Fremen-Armeen brechen zum Krieg gegen die übrigen Großen Häuser auf. Genau aus dieser neuen Machtposition heraus entwickelt sich die Geschichte des Finales. Mit 166 Minuten ist auch dieser Film kein kurzer Auffrischungsfilm, dafür aber die wichtigste unmittelbare Vorbereitung.
Unbedingt notwendig ist Dune: Prophecy (2024) nicht. Wer die Bene Gesserit und ihre langfristigen Pläne besser verstehen möchte, bekommt hier aber einiges an zusätzlichem Kontext. Die Serie spielt rund 10.000 Jahre vor Villeneuves Filmen und beschäftigt sich mit den Anfängen jener Schwesternschaft, die später über Generationen hinweg Blutlinien kontrolliert, politische Entscheidungen beeinflusst und gezielt religiöse Vorstellungen verbreitet. Im Zentrum stehen die Harkonnen-Schwestern Valya und Tula, gespielt von Emily Watson und Olivia Williams.
Die sechs Episoden wurden nicht einhellig positiv aufgenommen. Statt der monumentalen Bilder der Kinofilme setzt die Serie stärker auf Machtkämpfe, Intrigen und politische Strategien. Für das Verständnis von Pauls angeblicher Rolle als Erlöser ist das durchaus interessant, weil deutlicher wird, wie gezielt solche Glaubensvorstellungen über Jahrtausende vorbereitet wurden. Eine zweite Staffel befindet sich bereits in Produktion. Für die unmittelbare Handlung des Finales ist die Serie nicht erforderlich, thematisch passt sie jedoch sehr gut dazu.
Wer nach Villeneuves Filmen noch tiefer einsteigen möchte, kann einen Blick auf Dune – Der Wüstenplanet (2000) werfen. Der dreiteilige Fernsehmehrteiler des Sci‑Fi-Channels war die erste TV-Adaption von Herberts Roman. Mit mehr als vier Stunden Laufzeit kann die Produktion zahlreiche Nebenhandlungen und politische Details berücksichtigen, für die Villeneuve in seinen Filmen keinen Platz hatte. Dafür ist deutlich zu sehen, aus welcher Fernsehzeit die Adaption stammt. Viele Sets wirken eher wie Bühnenkulissen, und mit dem visuellen Aufwand der neuen Filme kann die Produktion erwartungsgemäß nicht konkurrieren.
Inhaltlich ist sie trotzdem interessant, gerade wenn man die Geschichte bereits kennt und eine andere Umsetzung der Vorlage sehen möchte. Die Miniserie gewann damals zwei Emmys, darunter eine Auszeichnung für die Kameraarbeit. In der deutschen Fassung ist außerdem Uwe Ochsenknecht in einer Nebenrolle zu sehen.
Und nun der interessanteste Eintrag dieser Liste, allerdings mit einer Warnung. Dune – Die Kinder des Wüstenplaneten (2003) adaptiert bereits jene beiden Romane, aus denen Villeneuve nun sein Finale baut. Wer Dune: Part Three ohne Vorwissen erleben will, sollte deshalb die Finger davon lassen. Allen anderen bietet die Fortsetzung des Fernsehmehrteilers einen Vorgeschmack darauf, wie eine andere Produktion denselben Stoff gelöst hat. Alec Newman spielt den gealterten Paul, Daniela Amavia seine Schwester Alia, ein junger James McAvoy den Sohn Leto II. Susan Sarandon ist als Prinzessin Wensicia zu sehen. Besonders aufschlussreich: Auch hier gibt es bereits einen Scytale und einen wiederkehrenden Duncan Idaho.
Die dreiteilige Produktion gewann 2003 einen Emmy für visuelle Effekte und gehört bis heute zu den erfolgreichsten Ausstrahlungen des Senders. Wer nach dem Kinobesuch wissen will, wie es weitergehen könnte, findet hier eine mögliche Antwort.























































