Neben Naruto und One Piece gehört auch Dragon Ball zu den bekanntesten und beliebtesten Anime-Universen aller Zeiten. Bei der Vielzahl an Serien und Filmen kann es jedoch schwierig sein, den Überblick zu behalten.
In diesem Streaming-Guide erfährst du, wie du alle Serien und Filme des „Dragon Ball“-Franchise in chronologischer Reihenfolge schauen kann, welche davon zum Kanon gehören – und wo du sie derzeit im Abo, als Kauf- oder Leihoption streamen kannst.
Welche „Dragon Ball“-Serien gibt es?
Zunächst ein Überblick über die Serien, die zum Franchise gehören: Nach der Originalserie Dragon Ball (1986-89) und der Nachfolgeserie Dragon Ball Z (1989-96), in der Son-Goku bereits etwas älter ist, wurde das Franchise mit Dragon Ball GT (1996-97) fortgesetzt. Darin wird der Titelheld zurück in ein Kind verwandelt.
Darüber hinaus wurde ab 2009 mit Dragon Ball Z Kai eine überarbeitete, stärker an der Mangavorlage orientierte Fassung von „Dragon Ball Z“ ausgestrahlt, in der Filler-Folgen weitgehend gestrichen wurden.
Einige Jahre später erhielt die Reihe mit Dragon Ball Super (2015-18) dann den nächsten Zuwachs, der allerding keine Forterzählung darstellt, sondern zeitgleich zu „Dragon Ball Z“ spielt. Im Jahr 2018 feierte wiederum Super Dragon Ball Heroes Premiere, bei der es sich jedoch um eine Web-Only-Produktion handelt, die das zugehörige Video- und Karten-Universum bewerben sollte.
Im Herbst 2024 ging es, zum 40. Jubiläum des Franchise, schließlich mit Dragon Ball Daima weiter. Darin werden Son-Goku und seine Mitstreiter wieder in Kinder verwandelt – anders als im Falle von „Dragon Ball GT“ wird die Story dieses Mal aber als Teil des Kanons erzählt.
Abseits der Anime-Serien sind über 20 Kino- und mehrere Fernsehfilme entstanden. Die meisten davon gelten, ebenso wie besagtes „Dragon Ball GT“ und „Super Dragon Ball Heroes“, allerdings nicht als „kanonisch“. Etwa weil sie nicht den Ereignissen des Mangas folgen oder ohne Beteiligung von Schöpfer Akira Toriyama entstanden sind.
Wenn du alles überspringen möchtest, was nicht (zwingend) Teil des Kanons ist, bietet sich folgende Reihenfolge an:
Dragon Ball (Serie, 1986–1989)
Die ursprüngliche Serie Dragon Ball bildet den Startpunkt des gesamten Franchise und basiert auf Akira Toriyamas Manga. Sie erzählt die Kindheits- und Jugendjahre von Son-Goku, einem Jungen mit Affenschwanz und übermenschlicher Stärke, der sich mit der findigen Bulma anfreundet und die legendären Dragon Balls sucht.
Tonal ist sie deutlich humorvoller und verspielter als spätere Ableger – eine Mischung aus Abenteuer-, Martial-Arts- und Comedy-Elementen. Zielgruppe sind sowohl Nostalgiker, die die Wurzeln des Franchise kennen wollen, als auch Neueinsteiger, die vor der epischeren „Dragon Ball Z“-Ära den leichteren Ton schätzen. Es ist die wohl charmanteste Serie des Franchise, wenn es um kreative Einfälle geht, selbst wenn das Tempo gegenüber moderneren Serien etwas gewöhnungsbedürftig ist. Wer die Entwicklung der Figuren verstehen will, sollte hier anfangen – viele spätere Rivalitätenund Running Gags entstehen hist.
Dragon Ball Z (Serie,1989–1996) / Dragon Ball Z Kai (2009–2015)
Dragon Ball Z setzt die Geschichte nahtlos fort, jedoch mit einem deutlichen Sprung im Ton: Son-Goku ist nun erwachsen, und die Bedrohungen bewegen sich in kosmischen Dimensionen. Saiyajin, Freezer, Cell und Majin Boo sind nur einige der ikonischen Gegner, die den Action- und Dramatiklevel massiv anheben. Die Serie ist für besonders geeignet für Fans, die das Franchise für seine epischen Schlachten und (langgezogene) Turniere lieben.
Dragon Ball Z Kai wiederum ist eine gestraffte Neuauflage, in der Filler-Folgen entfernt und die Animation teils nachbearbeitet wurden – perfekt für alle, die die Story in konzentrierter Form erleben wollen. „Z“ ist das Herzstück des Franchise. Wer sich für den Kern der Dragon-Ball-Mythologie interessiert, kommt an dieser Ära also nicht vorbei.
Dragon Ball Daima (Serie, 2024)
Akira Toriyama selbst ist in die kreative Arbeit involviert, und die Story ist eine Verjüngungskur – im wahrsten Sinne: Goku und seine Freunde werden durch einen unbekannten Gegenspieler wieder in Kindheitsform versetzt. Mit nur 20 Episoden entfaltet Dragon Ball Daima eine kompakte, endlich nicht künstlich aufgeblähte Erzählung, die nostalgietaugliche Abenteuer mit neuen Konsequenzen verwebt.
Und auch optisch sticht die Serie heraus, durch eine besonders hochwertige Animation.Durch klare Zielsetzung und erzählerische Energie wirkt die Serie zugleich wie Rückbesinnung und frischer Blick – ein würdiger Abschluss für Toriyamas kreatives Schaffen.
Dragon Ball Super (Serie, 2015–2018)
Dragon Ball Super erweitert das Universum gleich um mehrere Dimensionen: Multiversen, neue Götter und Turniere. Story-Arcs wie „Battle of Gods“ und „Resurrection F“ adaptieren zunächst die gleichnamigen Filme, bevor neue Kapitel wie der „Tournament of Power“-Arc die Grenzen des Franchise erweitern. Zielgruppe sind Fans, die den klassischen „Z“-Stil lieben, aber auf modernisierte Animation und einen noch größeren erzählerischen Rahmen suchen.
Allerdings wirkt die Serie manchmal überladen und setzt stark auf Fanservice. Für Neueinsteiger ist Vorwissen aus „Z“ empfehlenswert, um die Figuren- und Machtverhältnisse zu verstehen.
Dragon Ball Super: Broly (Film, 2018)
Dragon Ball Super: Broly gilt als einer der Höhepunkte der jüngeren Dragon-Ball-Ära. Das Drehbuch stammt direkt von Akira Toriyama und die Geschichte integriert Broly – zuvor nur aus Nicht-Kanon-Filmen bekannt – offiziell ins Hauptuniversum. Erzählt wird nicht nur Brolys tragische Herkunft, sondern auch ein spektakulärer Kampf zwischen ihm, Goku und Vegeta, der visuell zu den besten der Reihe zählt.
Selten gelang dem Franchise die Mischung aus Charaktertiefe und spektakulärer Kampfdynamik so gut wie hier. Der Film ist daher auch als Einstiegspunkt für Zuschauer geeginet, die noch unsicher sind, ob sie eine ganze Serie sehen wollen, aber die Essenz von Dragon Ball erleben möchten.
Dragon Ball Super: Super Hero (Film, 2022)
Super Hero wagt stilistisch etwas Neues: Der Film ist vollständig in 3D-CGI animiert, was unter Fans des Franchise anfangs auf ein (mindestens) geteiltes Echo stieß. Die Geschichte rückt Nebenfiguren wie Gohan und Piccolo in den Mittelpunkt, die gegen eine neue Bedrohung der Red-Ribbon-Armee kämpfen.
Zielgruppe sind daher vor allem langjährige Fans, die sich über den Fokus auf Nebenfiguren freuen, aber auch Neulinge, die hier einen (weitgehend) in sich geschlossenen Plot geboten bekommen. Der Humor ist leichter als viele andere Titel des Franchise, die Kämpfe dynamisch, und trotz CGI bleibt der Dragon-Ball-Charakter klar erkennbar.
Möchtest du stattdessen das gesamte Franchise in chronologischer Reihenfolge erleben, bietet sich wiederum folgendes Vorgehen an:





































































































































































































































