Auf nach Gotham City: So schaust du alle Batman-Filme in der richtigen Reihenfolge

Auf nach Gotham City: So schaust du alle Batman-Filme in der richtigen Reihenfolge

Dobrila Kontić
Dobrila Kontić

Veröffentlicht am 15. Juni 2023

Aktualisiert am 06. April 2026

Mit Batman haben Autor Bill Finger und Comic-Zeichner Bob Kane 1939 einen der bis heute populärsten Superhelden erschaffen. Dabei verfügt der ‚dunkle Ritter‘ im Fledermauskostüm nicht einmal über die übernatürlichen Kräfte herkömmlicher Superhelden: Hinter der Fledermausmaske verbirgt sich der Milliardär Bruce Wayne, der sich – so die Origin-Story – seit dem gewaltsamen Tod seiner Eltern geschworen hat, für Recht und Ordnung in seiner Heimatstadt Gotham City zu sorgen. Die ab 1940 eigenständig bei DC Comics erschienene Comic-Reihe zu Batman war dermaßen erfolgreich, dass Hollywood aufmerksam wurde und 1943 mit Batman und Robin ein Film-Serial mit fünfzehn Einzelepisoden vorantrieb.

Von da an ging es munter weiter und nach einer kurzlebigen, aber sehr populären TV-Serie mit Adam West in der Hauptrolle zog es Batman auf die große Leinwand. Regisseure wie Tim Burton, Joel Schumacher, Christopher Nolan und Zack Snyder legten ganz eigene, mal ins düster-realistische, mal ins campy-comichafte schweifende Interpretationen des Superhelden vor. Hier folgt eine chronologische Liste aller Live Action-Filme – TV-Serien und Animationswerke ausgenommen – über Batman:

Im Anschluss an die Ausstrahlung der ersten Staffel der TV-Serie Batman erschien mit Batman hält die Welt in Atem (1966) ein korrespondierender Kinofilm, in dem Adam West und Burt Ward wieder in ihre Rollen als Batman und Robin schlüpften. Bis heute wird dieser Film als Kulminationspunkt von allem, was die Serie ausmachte, betrachtet: Batman hält die Welt in Atem ist eine von der albernen Leichtfüßigkeit der Swinging Sixties getragene Verfilmung, in der es viel zu bestaunen und zu lachen gibt. Hier vermengen sich Ironie, abstruse Plot-Points und überzeichnete Figuren zu einem Camp-Feuerwerk, von dem Joel Schumachers gescheiterter Batman & Robin (1997) später nur träumen konnte.

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Batman
Batman

Batman

1989

Nach der TV-Serie und dem zugehörigen Film ruhte das Interesse Hollywoods für Batman für mehr als eine Dekade, bis 1980 Warner Bros. eine Verfilmung in Auftrag gab. Es wurde eine schwere Geburt: Diverse Regisseure wie Ivan Reitman, Sam Raimi und Wes Craven waren angedacht, bis Tim Burton auf den Plan trat und einen an Frank Millers Comic-Reihe The Dark Knight Returns (1986) orientierten Film ansteuerte. Der von Burton kreierte Batman (1989) präsentierte einen ernsten Michael Keaton in der Hauptrolle, Jack Nicholson als den Joker und ein alptraumhaft düsteres Gotham City als Art Deco-Schreckensmetropole. Damit huldigte Tim Burton einerseits den Noir-Elementen des ursprünglichen Comics und setzte zugleich seine eigenen künstlerischen Akzente. Zu voller Brillanz sollte er seine schauermärchenartige Vision von Batman aber erst im deutlich überlegenen Nachfolger Batmans Rückkehr (1992) bringen.

Batmans Rückkehr (1992) ist als imposante Weiterentwicklung der visuellen Themen vom Vorgänger Batman zu verstehen und setzt zugleich neue interessante Themen mit den Origin-Storys um Catwoman und dem Penguin. Als isolierte Außenseiter schillern diese Figuren zwischen Empowerment und Rachsucht und haben Batman als rechtschaffenem Helden auch argumentativ einiges entgegenzusetzen. Das ist von Michelle Pfeiffer und Danny De Vito nicht nur grandios gespielt, sondern von der Kostüm-Abteilung atemberaubend umgesetzt. Die Düsternis des Vorgängers entwickelt sich hier ins morbid Fantastische, wie man es von Burtons Filmen wie Edward mit den Scherenhänden und Sleepy Hollow kennt. Batmans Rückkehr ist damit nicht nur die visuell beeindruckendste Batman-Adaption, sondern auch ein Must-Watch für alle Tim Burton-Fans.

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Batman Forever

Mit Batman Forever (1995) bewegte sich Warner Bros. weg von Tim Burtons Hang zum Unheimlichen und hin zu einer massentauglicheren Batman-Produktion. Joel Schumacher ersetzte Burton als Regisseur und Val Kilmer schlüpfte nun in die Rolle von Batman – in einem Film, der deutlich greller, lauter und actionlastiger war als die Vorgänger und den Superhelden auch für Kinder leichter vermarktbar (Stichwort Spielzeug-Verkauf) machen sollte. Mit dem Verzicht auf die düsteren Aspekte der Batman-Saga ist Batman Forever entsprechend substanzlos geraten und noch dazu mit dumpfem Pathos aufgeladen. Nichtsdestotrotz ist er der deutlich bessere der Batman-Filme von Joel Schumacher. Denn danach folgte…

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Batman & Robin

Nachdem sich Batman Forever trotz lauer Kritiken als Box Office-Hit entpuppte, griff Warner Bros. noch tiefer in die Trickkiste: In Batman & Robin (1997) versammelte Joel Schumacher einen gewinnversprechenden Cast aus George Clooney, Arnold Schwarzenegger, Uma Thurman und Alicia Silverstone für eine Adaption, die an die spaßige TV-Serie mit Adam West erinnern sollte, aber äußerst infantil und visuell überbordend geriet. Noch dazu fällt der Humor, den das Skript der Hauptfigur einflößen will, gänzlich flach, weil dieser Actionfilm einfach keinen balancierten Tonfall findet. Batman & Robin enttäuschte die Fans der Batman-Comics und -Filme gleichermaßen und blieb auch an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück. Doch bis heute hat dieser Film einen gewissen Nostalgie-Wert für alle, die in den 90ern aufgewachsen ist und wird auch für seine Lachhaftigkeit (so bad, it’s good) geschätzt.

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Batman Begins

Nach Batman & Robin ließ sich Warner Bros. einige Zeit für die filmische Wiederbelebung des Superhelden – und dies war eine gute Entscheidung: Zum rechten Zeitpunkt kam nämlich der britische Regisseur Christopher Nolan mit einer frischen Vision für eine Batman-Filmreihe auf das Studio zu, die einen rauen Realismus heraufbeschwor. Für den daraus resultierenden Batman Begins (2005) entwickelte Comic- und Drehbuchautor David S. Goyer gemeinsam mit Nolan eine spannungsgeladene, mythische aufgeladene Geschichte über die Anfänge des dunklen Ritters und der Formung seines Wunsches, für ein rechtschaffenes Gotham City einzustehen. Zudem etablierte der für sein hingebungsvolles Charakterspiel bekannte Christian Bale in der Hauptrolle Batman als getriebene, komplexe Figur, die ihr persönliches Trauma überwinden muss, um das Richtige zu tun. Mit entsprechend düsterer Visualität wurde Batman Begins zu einem erwachsenen und dennoch actionreichen Neubeginn für die filmische Superhelden-Saga, an der auch ein nicht so comic-affines Publikum Freude haben kann.

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The Dark Knight

Was mit Batman Begins erfolgreich begann, setzte Christopher Nolan mit The Dark Knight (2008) noch erfolgreicher fort. Hier trifft Batman mit dem Joker auf seinen wohl bekanntesten Widersacher, den Heath Ledger in seiner letzten Rolle grandios als unberechenbaren und äußerst gewaltbereiten Chaos-Stifter verkörpert. Neben bahnbrechend in Szene gesetzten Action-Sequenzen hat The Dark Knight zudem eine interessante Auseinandersetzung mit moralischen und ethischen Fragen zu bieten, die bis heute von Fans und Kritikern dieses Films diskutiert wird und dem Superhelden-Filmgenre nie zuvor erlebte Komplexität abringen konnte. The Dark Knight ist das brutale Herzstück von Nolans Batman-Trilogie, das man idealerweise nach Batman Begins und vor The Dark Knight Rises schauen sollte – aber es ist so kraftvoll, dass es auch für sich alleinstehend absolut sehenswert ist.

Für den Abschluss seiner Trilogie fuhr Christopher Nolan mit The Dark Knight Rises (2012) noch einmal alle Geschütze auf: Ein acht Jahre nach den Ereignissen von The Dark Knight deutlich geschwächter und zurückgezogener Batman muss den von Tom Hardy verkörperten Bane von einer gewaltsamen Umwälzung von Gotham City abhalten. Die Zerstörungswut Banes ist maximal spektakulär inszeniert, zugleich berührt The Dark Knight Rises Fragen der Folgen sozialer Ungleichheit und Verteilungsgerechtigkeit. Bis heute herrscht Uneinigkeit darüber, ob The Dark Knight Rises mit seinem Plot eine konservative politische Agenda stützt, obgleich Christopher Nolan solche Deutungen zurückwies. Doch gerade diese Frage mengt diesem in epischer Bandbreite erzählten Finale der Trilogie interessante Aspekte bei, die einen erneuten Blick in The Dark Knight Rises zusätzlich lohnenswert machen.

Nach dem Abschluss von Christopher Nolans bis heute gefeierter Batman-Trilogie hatte der Superheld eine filmische Verschnaufpause verdient. Doch in der Zwischenzeit wurde das DC Extended Universe (DCEU) gegründet, das die Verfilmung von Geschichten um DC-Comichelden nach Vorbild des MCU anging und 2013 die Superman-Adaption Man of Steel (2013) herausbrachte. Mit Batman v Superman: Dawn of Justice Ultimate Edition (2016) ging Zack Snyder ein fürs DCEU lukratives Crossover an und brachte den von Henry Cavill gespielten Superman gemeinsam mit dem nun von Ben Affleck verkörperten Batman als Antagonisten auf die Leinwand. Das Ergebnis ist ein in Snyders „Ultimate Cut“ knapp dreistündiger Action-Bombast, den sich eingefleischte DC-Fans nicht entgehen lassen können. Wer von Batman-Adaptionen allerdings mehr als substanzlose Materialschlachten erwartet, kann getrost auf dieses Zwischenspiel verzichten.

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Der Batman
Der Batman

Der Batman

2022

Mit The Batman (2022) kündigte sich schließlich der Anfang einer weiteren Trilogie an, die neue Fokuspunkte hatte: Regisseur Matt Reeves setzte auf Robert Pattinson in der Hauptrolle und auf einen mit Noir- und Gothic-Elementen aufgeladenen Detektiv-Plot. Erneut geht es düster und rau in einer Batman-Adaption zu, wobei Reeves für The Batman nicht ganz so viel Zuspruch geerntet hat wie einst Christopher Nolan – aufgrund des überlangen Plots und eines nicht auf ganzer Linie überzeugenden Endes. Nichtsdestotrotz ist The Batman dank solider Performances und einer eigenen Visualität ein sehenswerter Anfangspunkt einer neuen Filmreihe um den dunklen Ritter, die in den weiteren Teilen hoffentlich ihr Potenzial voll ausschöpft.

Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

9,48 €

Gesamtlaufzeit

23h 9min

Genres

Action & Abenteuer, Krimi, Drama

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Auf dieser Liste befinden sich 10 Titel und du kannst 9 von ihnen auf HBO Max anschauen. 7 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 9 Titel HBO Max
  2. 9 Titel HBO Max Amazon Channel
  3. 4 Titel RTL+
  4. 4 Titel RTL+ Max Amazon Channel
  5. 3 Titel Netflix