
8 Multiversums-Duelle, die das MCU auf den Kopf stellen könnten
Marvel hält an einer alten Tradition fest: Bevor sich neue Verbündete gemeinsam auf den eigentlichen Gegner stürzen, schlagen sie einander erst einmal durch die nächste Wand. Der Trailer zu Avengers: Doomsday (2026) zeigt, wie gefährlich dieses Ritual wird, sobald Avengers, X-Men und Fantastic Four aus drei verschiedenen Universen zusammentreffen. Während Doctor Doom (Robert Downey Jr.) seine Überlegenheit demonstriert, verschwenden die möglichen Retter der Welt ihre Kräfte aneinander. Die ersten drei der folgenden Begegnungen sind im Trailer bereits zu sehen, doch angesichts der bestätigten Besetzung warten noch einige Kombinationen, bei denen ein Missverständnis für mehr als ein paar zerbrochene Möbel sorgen könnte.
1. Thor gegen Doctor Doom
Mit einem einzigen Griff macht Doctor Doom (Robert Downey Jr.) klar, dass selbst ein Gott für ihn kein unüberwindbares Hindernis ist. Thor (Chris Hemsworth) schleudert sich im Trailer mit seiner Axt Stormbreaker auf ihn, doch Doom stoppt die Waffe scheinbar mühelos.

Der Donnergott hat Thanos schwer verwundet und zahlreiche Schlachten überlebt, weshalb seine sichtbare Unterlegenheit sofort die Kräfteverhältnisse verändert. Wenn Thor kaum zu Doom durchdringt, müssen die Avengers einen Gegner besiegen, gegen den ihr stärkster Frontalangriff nicht reicht.
2. Shang-Chi gegen Gambit
In der X-Mansion fliegen keine höflichen Begrüßungen, sondern Spielkarten und die Zehn Ringe durch den Raum. Shang-Chi (Simu Liu) trifft dort auf Gambit (Channing Tatum), der gewöhnliche Gegenstände mit explosiver Energie aufladen kann. Während Shang-Chi seit Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings (2021) seine mächtigen Ringe präzise kontrolliert, macht Gambit praktisch alles in seiner Reichweite zur Waffe. Das Duell dürfte keine Welt vernichten, zeigt aber, wie schnell mögliche Verbündete im Chaos des Multiversums aufeinander losgehen.
3. Yelena Belova gegen Mystique
Noch unangenehmer wird die Lage für Yelena Belova (Florence Pugh), denn Mystique (Rebecca Romijn) nimmt im Trailer ihre Gestalt an. Yelena kann kämpfen, improvisieren und selbst in aussichtslosen Situationen einen trockenen Kommentar unterbringen, doch gegen das eigene Gesicht hilft ihr keine Ausbildung aus dem Red Room.

Mystique muss dabei weder Yelenas Fähigkeiten noch ihre Erinnerungen kopieren. Sobald die New Avengers zwei identische Frauen vor sich sehen, reicht eine überzeugend erzählte Lüge, um das ohnehin wackelige Vertrauen aus Thunderbolts* (2025) endgültig zu zerlegen.
Was jetzt folgt, zeigt der Trailer nicht: fünf Duelle, die Avengers: Doomsday trotzdem noch bereithalten könnte.
4. Sentry gegen Invisible Woman
Sue Storm alias Invisible Woman (Vanessa Kirby) könnte zu den wenigen Menschen gehören, die Bob Reynolds alias Sentry (Lewis Pullman) überhaupt aufhalten können, ohne ihn sofort anzugreifen. Ihre unsichtbaren Kraftfelder schützen ganze Gruppen und lassen sich zugleich als Gefängnis einsetzen, was bei einem verunsicherten Bob zunächst nach der vernünftigsten Lösung klingt.

Hält das Feld jedoch nicht stand, sitzt Sue plötzlich direkt neben einem Mann, dessen dunkle Seite in Thunderbolts* als Void ganze Menschenmengen verschluckte. Aus einem Rettungsversuch würde dann ein Belastungstest, den besser niemand mitten in New York durchführt.
5. Namor gegen Human Torch
Namor (Tenoch Huerta Mejía) und Johnny Storm alias Human Torch (Joseph Quinn) bringen alles mit, was ein kurzer Streit für eine spektakuläre Eskalation braucht. Namor wird im Wasser stärker und verteidigt Talokan mit kompromissloser Härte, während Johnny sich in eine fliegende Feuerkugel verwandelt und selten lange über mögliche Kollateralschäden nachdenkt.

Über dem offenen Meer hätte Namor den Vorteil, bis Johnny die Temperatur erhöht und zwischen beiden nur noch kochender Dampf bleibt. Wahrscheinlich würde schon nach wenigen Minuten niemand mehr wissen, ob hier noch gekämpft oder bereits eine Naturkatastrophe ausgelöst wird.
6. Loki gegen Professor X
Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) kann in das Bewusstsein anderer Menschen eindringen, doch bei Loki (Tom Hiddleston) würde er dort kaum eine übersichtlich sortierte Erinnerung vorfinden. Seit dem Ende von Loki (2021) hält der frühere Gott des Schabernacks unzählige verzweigte Zeitlinien zusammen und erlebt das Multiversum damit aus einer Perspektive, die für einen einzelnen Verstand kaum gedacht ist.

Versucht Xavier, dieses Wissen zu lesen oder zu beeinflussen, könnte er auf Varianten, widersprüchliche Erinnerungen und mögliche Zukünfte zugleich treffen. Loki müsste ihn womöglich retten, bevor der Kampf überhaupt richtig beginnt.
7. Captain America gegen Cyclops
Sam Wilson alias Captain America (Anthony Mackie) und Scott Summers alias Cyclops (James Marsden) sind keine Männer, die leichtfertig einen Krieg beginnen würden. Das macht ihre mögliche Begegnung gefährlicher, denn beide könnten mit guten Gründen zu völlig unterschiedlichen Entscheidungen kommen.

Sams Schild kann Cyclops’ Energiestrahlen ablenken, wichtiger wäre jedoch die Frage, welche Welt gerettet wird, falls eine Kollision der Universen kein glückliches Ende für alle zulässt. Sam trägt Verantwortung für seine Erde, Scott für Mutanten, die bereits mehr als einmal kurz vor der Auslöschung standen. Einen einfachen Kompromiss gibt es da nicht.
8. Reed Richards gegen Doctor Doom
Reed Richards (Pedro Pascal) wird Doom vermutlich nicht mit größerer Kraft besiegen können. Also muss er ihn dort angreifen, wo dieser sich für unverwundbar hält: mit seinem Verstand. Beide beherrschen Wissenschaft, Technologie und Reisen zwischen Welten, doch während Reed seit The Fantastic Four: First Steps (2025) nach Wegen sucht, seine Familie zu beschützen, will Doom offenbar selbst bestimmen, wie das Multiversum geordnet wird.

Ihr Duell könnte deshalb zwischen Portalen, Maschinen und Berechnungen stattfinden, während draußen längst alle anderen kämpfen. Dann hinge das Schicksal mehrerer Welten nicht an Mjölnir oder Stormbreaker, sondern an zwei Männern, die beide überzeugt sind, als Einziger die richtige Lösung gefunden zu haben.









