Taika Waititi ist einer von Neuseelands aktivsten und erfolgreichsten Filmemachern, Schauspielern und Komikern. Seine Regielaufbahn begann mit der romantischen Komödie „Liebe auf Neuseeländisch" (2007), bei der sein häufiger Kreativpartner Jemaine Clement in der Hauptrolle vor der Kamera stand. Die beiden arbeiteten schon bei der kultigen Comedyserie „Flight of the Conchords" (2007–2009) zusammen, für die Waititi vier Folgen schrieb und inszenierte. Der Filmemacher drehte im Anschluss eine Reihe von eigenwilligen Independent-Komödien, etwa „Boy" (2010), „What We Do in the Shadows" (2014) und „Wo die wilden Menschen jagen" (2016). Als Waititi von Marvel für „Thor: Tag der Entscheidung" (2017) und die Fortsetzung „Thor: Love and Thunder" (2022) verpflichtet wurde, bewies er, dass er seine farbenfrohe und eigenwillige Sicht auf die Welt auch auf einen Hollywood-Blockbuster übertragen kann. Zwischen diesen Superhelden-Filmen schrieb und inszenierte er „Jojo Rabbit" (2019), der ihm einen Oscar für das Beste Adaptierte Drehbuch einbrachte. Daraufhin widmete er sich wieder dem Fernsehen und adaptierte „What We Do In The Shadows" (2019–2024) für den US-Sender FX. Die Vampir-Mockumentary, die er auch als ausführender Produzent begleitete, lief für sechs Staffeln. Er inszenierte die Piratenserie „Our Flag Means Death" (2022–2023) und stand dabei auch selbst als Hauptdarsteller vor der Kamera. Er war Schöpfer und Regisseur der Serie „Time Bandits" (2024). Für „Next Goal Wins" (2023) adaptierte Waititi einen wenig bekannten Dokumentarfilm gleichen Namens. In der Sportkomödie mit Michael Fassbender geht es um die Fußballnationalmannschaft von Amerikanisch-Samoa. Auch bei Waititis nächstem Film handelte es sich um eine Adaption: „Klara and the Sun" (2026), eine Verfilmung von Kazuo Ishiguros gleichnamigem Sci-Fi-Roman, mit Jenna Ortega, Amy Adams und Steve Buscemi.
