
7 Buchverfilmungen, die man im August und September nicht verpassen sollte
Im Spätsommer 2026 lohnt sich der Blick vom Bücherregal auf den Bildschirm besonders. Gleich sieben bekannte Romane und Bestseller werden im August und September zu Filmen oder Serien – und die Bandbreite könnte kaum größer sein: Eine Familie kämpft gegen ihre eigene Vergangenheit, ein Serienmörder versetzt eine Eliteschule in Angst, Hexen kehren nach fast 30 Jahren zurück, und selbst am Ende der Welt bleibt noch Platz für eine Liebesgeschichte.
Manche Vorlagen begeisterten schon vor Jahrzehnten Millionen Leserinnen und Leser, andere wurden erst durch BookTok und andere Online-Communities zu Welterfolgen. Jetzt müssen sie beweisen, dass ihre Geschichten auch als Verfilmung auf Netflix, Disney+, Prime Video und im Kino funktionieren.
Eine Eisenbahn fährt in Macondo ein und bringt nicht nur Fortschritt, sondern auch den Anfang vom Ende. Hundert Jahre Einsamkeit: Teil 2 (2026) führt die Geschichte der Familie Buendía nach dem Waffenstillstand weiter, während politischer Hass, die Bananengesellschaft und ein alter Fluch die Stadt verändern. Claudio Cataño kehrt als Oberst Aureliano Buendía zurück, Marleyda Soto spielt erneut die gealterte Úrsula Iguarán. Gabriel García Márquez’ gleichnamiger Roman galt wegen seiner vielen Generationen, Zeitsprünge und Wunder lange als kaum verfilmbar.
Die kolumbianische Netflix-Produktion begegnet diesem Ruf mit spanischer Sprache, aufwendigen Bildern und einem selbstverständlichen Umgang mit dem magischen Realismus. Am 5. August erscheinen sieben neue Folgen, bevor Netflix am 26. August das Serienfinale veröffentlicht. Damit erhält eines der berühmtesten Bücher des 20. Jahrhunderts seinen vollständigen Bildschirmabschluss.
Mallorca wirkt zunächst wie der denkbar schönste Ort, um den eigenen Sorgen davonzulaufen. In The Last Sunrise (2026) reist die chronisch kranke Studentin Ry (Maia Reficco) mit ihrer überfürsorglichen Mutter Isolde (Eva Longoria) auf die spanische Insel. Dort verliebt sie sich in den Einheimischen Julián (Fernando Lindez), doch ihr schlechter werdender Gesundheitszustand und lange verschwiegene Familiengeheimnisse bedrohen den gemeinsamen Sommer.
Anna Todd, die mit ihrer „After“-Reihe ein riesiges Publikum erreichte, schrieb den zugrunde liegenden Liebesroman und produzierte die Verfilmung mit. Regisseurin Carlson Young setzt auf sonnige Urlaubsbilder, denen eine sehr viel ernstere Frage gegenübersteht: Wie lebt man im Augenblick, wenn die Zukunft unsicher ist? Prime Video veröffentlicht den Film am 26. August weltweit. Die Verbindung aus Sommerromanze, Mutter-Tochter-Konflikt und Krankheit verspricht deutlich mehr als hübsche Sonnenuntergänge.
Die Welt ist fast leer, doch auf einem abgelegenen Flugplatz hält ein Mann an seinem Alltag fest. Das Ende der Sterne (2026) zeigt Hig (Jacob Elordi), der nach einer verheerenden Grippepandemie mit seinem Hund Jasper und dem misstrauischen Bangley (Josh Brolin) überlebt. Ein schwacher Funkspruch weckt schließlich die Hoffnung, dass außerhalb ihres befestigten Geländes noch Menschen leben könnten.
Ridley Scott verfilmt Peter Hellers Roman „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“, der Endzeitspannung mit Trauer, Naturbeobachtung und der Sehnsucht nach Nähe verbindet. Margaret Qualley, Guy Pearce und Benedict Wong gehören ebenfalls zur Besetzung. Der Stoff interessiert sich nicht nur für Gefahren und knappe Vorräte, sondern auch für die Frage, ob ein sicheres Leben ohne menschliche Verbundenheit überhaupt lebenswert bleibt. Am 27. August startet der Film in den deutschen Kinos.
Wer nachts ein Flüstern am Fenster hört, sollte in diesem Thriller besser nicht nachsehen. The Whisper Man (2026) beginnt mit der Entführung des achtjährigen Jake (Acston Luca Porto). Sein verwitweter Vater Tom (Adam Scott) bittet daraufhin seinen entfremdeten Vater Pete (Robert De Niro) um Hilfe. Der ehemalige Polizist hatte vor Jahren einen Kindermörder gefasst, dessen alter Fall plötzlich mit dem Verschwinden des Jungen zusammenhängt.
Michelle Monaghan spielt die Ermittlerin Amanda Beck, während Michael Keaton, Hamish Linklater und Owen Teague die hochkarätige Besetzung erweitern. Alex Norths Roman erschien in Deutschland unter dem Titel „Der Kinderflüsterer“ und verbindet eine grausige Legende mit einer beschädigten Vater-Sohn-Beziehung. Regisseur James Ashcroft macht daraus keinen gewöhnlichen Serienmörderfall, sondern ein Familiendrama unter enormem Druck. Netflix veröffentlicht den Film am 28. August.
Fast drei Jahrzehnte nach ihrem ersten Kinofilm stehen die Owens-Schwestern wieder gemeinsam vor einem Familienfluch. Practical Magic 2: Zauberhafte Schwestern (2026) bringt Sandra Bullock als Sally und Nicole Kidman als Gillian zurück, während Stockard Channing und Dianne Wiest erneut die Tanten Franny und Jet spielen. Neu dabei sind unter anderem Joey King, Lee Pace, Maisie Williams und Xolo Maridueña.
Die Fortsetzung greift Alice Hoffmans Roman „The Book of Magic“ auf, in dem mehrere Generationen der Familie zusammenarbeiten müssen, um den alten Liebesfluch endgültig zu brechen. Regisseurin Susanne Bier übernimmt damit eine ungewöhnliche Mischung aus romantischer Komödie, Familiendrama und Hexenfantasie. Der erste Film entwickelte seinen Kultstatus erst mit der Zeit, weshalb die Rückkehr der Originaldarstellerinnen besonders viel Gewicht hat. Am 10. September kommt die Fortsetzung in die deutschen Kinos.
Ein spontaner Kuss verwandelt ein wissenschaftliches Problem in eine erstaunlich komplizierte Versuchsanordnung. Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe (2026) folgt der Doktorandin Olive Smith (Lili Reinhart), die ihren einschüchternden Professor Adam Carlsen (Tom Bateman) küsst und kurz darauf eine vorgetäuschte Beziehung mit ihm beginnt. Beide profitieren zunächst von der Abmachung, bis die behauptete Chemie unangenehm echt wird. Ali Hazelwoods gleichnamiger Bestseller machte die Verbindung aus Universitätsalltag, Fake Dating und romantischer Spannung zu einem internationalen Phänomen.
Claire Scanlon führt Regie, während Reinhart die Verfilmung auch als Produzentin begleitet. Der Film muss deshalb nicht nur eine Liebesgeschichte erzählen, sondern auch die Erwartungen einer besonders engagierten Leserschaft erfüllen. Prime Video veröffentlicht ihn am 23. September weltweit. Zwischen Laboren, akademischer Konkurrenz und sorgfältig verdrängten Gefühlen bekommt der Spätsommer damit seine große romantische Buchverfilmung.




















