
Wie hängt „The Vampire Lestat“ mit „Interview with the Vampire“ zusammen?
Mit The Vampire Lestat (2026) geht die Adaption der beliebten Blutsauger-Romane von Anne Rice in die nächste Runde. In den USA ist es bereits Anfang Juni so weit, deutsche Fans hingegen müssen sich noch etwas gedulden: Hierzulande ist The Vampire Lestat ab dem 1. Juli bei Magenta TV zu sehen. Wer mehr über Handlung, Besetzung und die neuen Figuren erfahren möchte, findet hier bereits einen Überblick.
Eine andere Frage beschäftigt viele Zuschauende ebenfalls: Wie hängt The Vampire Lestat denn nun eigentlich mit Interview with the Vampire (seit 2022) zusammen? Und damit verbunden: Muss man Interview with the Vampire gesehen haben, um The Vampire Lestat zu verstehen?

Die kurze Antwort lautet: Ja. Denn The Vampire Lestat kein bloßes Spin-off, sondern im Grunde die direkte Fortsetzung von Interview with the Vampire. Tatsächlich wird die Serie von AMC meist als dritte Staffel von Interview with the Vampire bezeichnet. Während die ersten beiden Staffeln die Geschichte aus Sicht von Louis de Pointe du Lac erzählten, rückt nun Lestat de Lioncourt in den Mittelpunkt.
Was sich ändert: Vom Interview zur Gegendarstellung
In den ersten beiden Staffeln von Interview with the Vampire schildert Louis dem Journalisten Daniel Molloy seine jahrhundertelange Lebensgeschichte. Im Zentrum steht dabei unter anderem seine komplizierte Beziehung zu Lestat – doch schon gegen Ende der zweiten Staffel wird deutlich, dass Louis’ Version der Ereignisse womöglich nicht die einzige Version der Wahrheit ist.

Hier setzt nun The Vampire Lestat an. Die neue Serie basiert auf dem gleichnamigen zweiten Roman der Reihe von Anne Rice und gibt Lestat die Möglichkeit, seine eigene Version der Geschichte zu erzählen. Die Serie ist damit gleichzeitig eine Fortsetzung als auch eine Neubewertung dessen, was Zuschauende bislang über die Figuren zu wissen glaubten.
Auf die Konzertbühne: Dieselben Figuren, größerer Maßstab
Obwohl der Titel wechselt, soll die Kernkonstellation der Serie erhalten bleiben: Sam Reid kehrt als Lestat zurück, ebenso Jacob Anderson als Louis. Auch Assad Zaman als Armand und Eric Bogosian als Daniel Molloy bleiben Teil des Casts.

Gleichsam aber wird The Vampire Lestat den Erzählrahmen deutlich erweitern und die Tür zu den Mythen der Vampire Chronicles weiter öffnen. Im Mittelpunkt steht dabei Lestat, der in der Gegenwart als international gefeierter Rockstar auftritt und mit seiner Musik die Existenz der Vampire öffentlich macht. Von dieser Ausgangssituation aus erzählt er seine eigene Version der Ereignisse – und führt die Zuschauenden tiefer in die Geschichte und Hierarchien der Vampirwelt.
Woher die Titeländerung kommt – und warum sie Sinn ergibt
Der Titel Interview with the Vampire passte perfekt zu den ersten beiden Staffeln, weil Louis’ Gespräch mit Daniel Molloy den erzählerischen Rahmen bildete. Mit Lestat als Hauptfigur würde derselbe Titel jedoch kaum noch die Richtung der Handlung widerspiegeln.

Stattdessen folgt AMC dem Aufbau von Anne Rices Romanreihe: Auf den Roman Interview with the Vampire folgte im Jahr 1985 The Vampire Lestat, der die Ereignisse neu einordnet und die Hintergrundgeschichte des charismatischen Vampirs erzählt.
Die Serienstruktur scheint sich damit an der literarischen Vorlage zu orientieren – und stellt mit ihrem Titelwechsel zugleich in Aussicht, dass das Universum künftig weitere Kapitel der umfangreichen Buchreihe adaptieren könnte.













