
„Lanterns“: Die Verbindung zu Batman und alle versteckten Easter Eggs
Lanterns (2026) setzt bei seinen Easter Eggs nicht auf auffällige Gastauftritte. Stattdessen versteckt die Serie ihre Hinweise in kurzen Bemerkungen, Requisiten und scheinbar unwichtigen Details. Mehrere davon führen nach Gotham City – und zu Sheriff Kerry Kane, gespielt von Kelly Macdonald.
Noch bestätigt die Serie keine direkte Verbindung zu Batman oder seiner Familie. Kerrys Herkunft, ihr Nachname und einige auffällige Aussagen lassen aber vermuten, dass ihre Vergangenheit für das neue DC-Universum eine größere Rolle spielen könnte.
Kerry Kane stammt aus Gotham City
In der zweiten Folge zweifelt Hal Jordan daran, dass Kerry tatsächlich aus der Kleinstadt kommt, in der sie inzwischen als Sheriff arbeitet. Erst nachdem er weiter nachfragt, verrät sie, dass sie ursprünglich aus Gotham City stammt. Damit rückt auch ihr Nachname in den Mittelpunkt. Die Familie Kane gehört in den Comics neben den Waynes zu den ältesten und wohlhabendsten Familien Gothams. Bruce Waynes Mutter Martha wurde als Martha Kane geboren. Kate Kane, die später als Batwoman auftritt, ist deshalb Bruce Waynes Cousine.

Ob Kerry ebenfalls zu dieser Familie gehört, lässt die Serie bislang offen. Nerdist nennt noch eine andere mögliche Erklärung: Der Name könnte Gil Kane würdigen, der Green Lantern miterschaffen hat. Die beiden Deutungen müssen einander allerdings nicht ausschließen.
Ein altes Foto erinnert an Kate Kane
In Folge 4 erwähnt Hal ein Foto aus Kerrys Vergangenheit. Darauf trägt sie offenbar einen Pony. Für sich genommen wirkt die Bemerkung belanglos, doch in Verbindung mit ihrem Namen und ihrer Herkunft bekommt sie eine andere Bedeutung. Kate Kane ist in den Comics für einen markanten Pony bekannt. Auch ihre Zwillingsschwester Alice trägt diese Frisur.

Der Hinweis lässt mehrere Interpretationen zu. Kerry könnte lediglich mit der Familie Kane verwandt sein. Denkbar wäre auch, dass sie selbst eine bislang verschwiegene Vergangenheit besitzt. Bestätigt ist keine dieser Möglichkeiten. Klar ist lediglich, dass sie nur ungern über ihre Zeit in Gotham spricht.
Wer ist die erwähnte „Barb“?
Ein weiterer Hinweis fällt bereits in der ersten Folge. Kerry führt ein Telefonat mit einer nicht näher bezeichneten Person. Bevor sie auflegt, bittet sie ihr Gegenüber: „Sag Barb einen schönen Gruß.“ Der Name könnte Barbara Gordon meinen, die Tochter des Gotham City Police Commissioners James Gordon. In den Comics wird sie als Batgirl und später als Oracle bekannt. Da die Serie kurz darauf Kerrys Herkunft aus Gotham bestätigt, wirkt die Bemerkung zumindest wie ein bewusst gesetzter Verweis.
Dazu passt ein Satz aus der zweiten Folge. In einem Gespräch über Zuständigkeiten erklärt Kerry, sie könne das nicht noch einmal durchmachen. Was genau ihr früher widerfahren ist, verrät sie nicht. Ihre Vergangenheit in Gotham legt jedoch die Vermutung nahe, dass sie bereits mit maskierten Selbstjustizlern oder deren Folgen zu tun hatte. Auch das bleibt bislang eine Theorie.
Janus Cosmetics verweist auf Black Mask
Nicht alle Batman-Anspielungen stecken in Kerrys Dialogen. In einer Szene ist im Hintergrund ein Werbeplakat für Janus Cosmetics zu erkennen. In den Comics gehört das Unternehmen Roman Sionis. Unter dem Namen Black Mask zählt er zu den bekannten Gegnern Batmans. Die Serie spricht weder Sionis noch Black Mask ausdrücklich an. Das Logo im Hintergrund genügt jedoch, um seine Existenz innerhalb dieser Welt zumindest anzudeuten.
Damit folgt die Ausstattung demselben Prinzip wie die Dialoge. Die Showrunner Chris Mundy, Damon Lindelof und Tom King integrieren die Verweise so, dass sie für die Handlung nicht zwingend verstanden werden müssen. Kenner der Comics erhalten dennoch Hinweise darauf, welche Figuren und Unternehmen in diesem DC-Universum bereits existieren könnten.
Hals Passwort stammt aus einem Green-Lantern-Comic
Das vielleicht beste Easter Egg der ersten Folgen führt nicht nach Gotham. In Folge 2 schickt Hal Jordan seinen Kollegen John Stewart nach Coast City. Dort soll er die Laterne holen, mit der Hal seinen Ring auflädt. Das Versteck reagiert auf seine Stimme. Als Passwort verwendet Hal den Satz: „Mogo doesn’t socialize“, auf Deutsch: „Mogo ist nicht gesellig“.

Dabei handelt es sich um den Titel einer 1985 erschienenen Kurzgeschichte von Alan Moore und Dave Gibbons. Darin stellt sich heraus, dass Mogo kein gewöhnlicher Green Lantern ist, sondern ein lebender Planet. Damon Lindelof setzte sich bereits bei seiner Watchmen-Fortsetzung mit einem Werk von Moore auseinander. Dass nun eine weitere von Moore geschriebene Geschichte als Passwort dient, wirkt daher wie eine gezielte Pointe.
Die Folgen zeigen damit, wie die Serie ihr größeres Universum aufbaut. Gotham, die Kanes, Barbara Gordon und Black Mask erscheinen noch nicht direkt. Ihre Spuren sind trotzdem vorhanden – in einem Nachnamen, einem Gruß am Telefon, einer alten Frisur und einem Plakat im Hintergrund.
















