„Lanterns“ Folge 6 enthüllt die beste Green Lantern im DCU – und nein, ER ist es nicht

„Lanterns“ Folge 6 enthüllt die beste Green Lantern im DCU – und nein, ER ist es nicht

Veröffentlicht am28. September 2026

Aktualisiert am28. September 2026

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Nach fünf Folgen Lanterns (2026) scheint die Rangordnung eigentlich klar: Hal Jordan (Kyle Chandler) ist die Legende, John Stewart (Aaron Pierre) der Mann, der ihm nachfolgen sollte, und Guy Gardner (Nathan Fillion) der Typ mit Topfschnitt, Werbedeals und einem Ego, das vermutlich einen eigenen Green-Lantern-Ring bräuchte. Folge 6 dreht dieses Bild allerdings überraschend geschickt um. Denn wenn man nicht danach fragt, wer am coolsten, mächtigsten oder würdevollsten wirkt, sondern wer sich im entscheidenden Moment tatsächlich wie ein Held verhält, hat Guy plötzlich ziemlich gute Karten.

Hal und John wollten den Ring - Guy wollte zunächst einfach helfen

guy lanterns

Hal und John sind beide von militärischen Strukturen geprägt. Hal war Testpilot, John diente als Soldat und betrachtete diese Erfahrung zumindest teilweise als Weg zu dem Mann, der eines Tages den Ring tragen könnte. Ehrgeiz gehört bei beiden von Anfang an dazu. Guy kommt aus einer deutlich unspektakuläreren Ecke. Bevor er Green Lantern wurde, arbeitete er als Athletic Director – John nennt ihn spöttisch weiterhin „Sportlehrer“. Das klingt neben Kampfpiloten und Soldaten fast lächerlich. Tatsächlich erzählt es aber etwas Entscheidendes über ihn: Sein Leben vor dem Ring bestand nicht daraus, sich für eine große Mission zu qualifizieren. Er arbeitete mit jungen Menschen.

Das macht Guy nicht automatisch zum besseren Menschen. Er ist laut, selbstverliebt und hängt inzwischen auch noch an einem von Unternehmen gesponserten Superheldenteam. Aber seine Vergangenheit passt auffällig gut zu dem, was Heldentum im Kern sein sollte: Verantwortung übernehmen, bevor jemand einem dafür eine Uniform gibt.

Superman hat längst gezeigt, dass unter dem Großmaul ein Held steckt

Schon Superman (2025) macht aus Guy keinen heimlichen Heiligen. Er nervt Superman (David Corenswet), posiert gern und behandelt die Justice Gang stellenweise wie eine Marke. Als es ernst wird, ist er trotzdem da. In Jarhanpur schützt er Zivilisten und rettet einen Jungen, während Superman selbst anderswo gebunden ist. Folge 6 ergänzt dieses Bild mit einer herrlich albernen Information: Guy hat sogar Pandas in einer grünen Blase von China nach Kalifornien transportiert. Hal macht sich darüber lustig. Man könnte aber auch fragen, wie viele Menschen oder Tiere Hal und John in Lanterns retten, ohne dabei gleichzeitig eine Katastrophe mitzuverursachen.

Auch Guys Beacon in Rushville ist beides zugleich: ein peinlich offensichtlicher Flex in Richtung Batman und eine funktionierende Notrufanlage für eine Stadt, die nach dem Desaster von 2016 allen Grund hat, Green Lanterns zu misstrauen. Guy stellt sich damit demonstrativ ins Schaufenster. Er macht sich aber auch erreichbar. Als John das Signal aktiviert, kommt er tatsächlich.

Guy bekommt nichts dafür – und tut John den Gefallen trotzdem

guy lanterns

Am deutlichsten wird der Unterschied beim Ring. John hat zehn Jahre zuvor auf Green Lantern verzichtet, Guy bekam danach seine Chance. Trotzdem versucht Guy in Folge 6 nicht, seinen Status gegenüber John zu verteidigen. Als John ihn bittet, Hals ausgemusterten Ring und dessen Uniform von Oa zu holen, sträubt er sich zunächst – und macht es dann trotzdem. Für ihn springt dabei nichts heraus. Im Gegenteil: Er besorgt etwas, das unter Verschluss der Guardians liegt, nur damit Hal als Green Lantern beerdigt werden kann. Und Guy taucht bei der Beerdigung auf. In einer Folge, in der Hals selbst geschriebene Trauerrede von einem riesigen Publikum träumt und am Grab fast niemand steht, ist das ein erstaunlich menschlicher Moment. Guy muss Hal nicht mögen, er schuldet ihm auch keine große Geste. Trotzdem erweist er ihm Respekt und hilft John, obwohl ihre Unterhaltung zuvor fast ausschließlich aus Sticheleien bestand.

Vielleicht ist der größte Trottel tatsächlich der anständigste Lantern

Nathan Fillion spielt Guy bewusst nicht als missverstandenen Softie. Der Schauspieler greift für seine Version sogar Guys Comic-Vorgeschichte auf, in der ein Unfall und ein anschließendes Koma seine Persönlichkeit verändern. Fillion hat erklärt, dass er sich vorstellt, Guy habe dadurch ein wenig Hirnschaden davongetragen und seinen inneren Filter verloren. Das entschuldigt nicht jede Beleidigung und nicht jede schlechte Entscheidung. Es macht aber deutlich, dass seine aggressive Art nicht mit fehlender Empathie gleichgesetzt werden sollte.

Hal will bewundert werden, John will beweisen, dass er den Ring verdient. Guy genießt Aufmerksamkeit ebenfalls viel zu sehr, doch wenn jemand Hilfe braucht, fliegt er los, holt den Ring, steht am Grab oder rettet eben einen Jungen beziehungsweise ein paar Pandas. Vielleicht ist das kein besonders elegantes Verständnis von Heldentum. In einem DCU voller Männer, die sehr viel darüber reden, was eine Green Lantern sein sollte, ist es aber auffällig, dass der Typ mit dem schlimmsten Auftreten am häufigsten einfach den Job macht.

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Lanterns
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Lanterns

2026

Zwei intergalaktische Polizisten, der Neuling John Stewart und die Green-Lantern-Legende Hal Jordan, werden in ein düsteres Geheimnis auf der Erde verwickelt, als sie einen Mordfall im Herzen Amerikas untersuchen.

Über diese Liste

Titel

1

Gesamtkosten fürs Ansehen

5,99 €

Gesamtlaufzeit

7h 4min

Genres

Action & Abenteuer, Drama, Krimi

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