Judd Apatow ist einer der einflussreichsten und wichtigsten Namen in der Comedy-Branche. Tatsächlich ist es gut möglich, dass deine letzte Lieblingskomödie etwas mit ihm zu tun hatte – ganz gleich, wie ihr Titel lautet. Als Regisseur ist er für Genre-Klassiker wie „Jungfrau (40), männlich, sucht...“ (2005) und „Beim ersten Mal“ (2007) verantwortlich, während er als Produzent an „Cable Guy - Die Nervensäge“ (1996), „Superbad“ (2007) und „Stiefbrüder“ (2008) beteiligt war. Wie diese Auswahl zeigt, arbeitet Apatow regelmäßig mit Größen wie Will Ferrell, Seth Rogen, Adam McKay und einer ganzen Reihe weiterer „Saturday Night Live“-Stars zusammen. Seine späteren Regiearbeiten wie „The King of Staten Island“ (2020) und „Immer Ärger mit 40“ (2012) markieren einen leichten Richtungswechsel hin zu ernsterem Material im Vergleich zu seinen frühen, derben Komödien der 2000er-Jahre. Darüber hinaus hat Apatow als Mentor Talenten wie Amy Schumer und Lena Dunham dabei geholfen, sich in der Branche zu etablieren. Der lockere Comedy-Stil des Filmemachers stützt sich stark auf Improvisation und erlaubt es den Schauspielerinnen und Schauspielern, mit denen er arbeitet, Ton und Humor maßgeblich mitzugestalten. Doch nicht nur im Kino hat er Spuren hinterlassen: Auch die Fernseh- und Streaming-Landschaft prägte Apatow mit Serien wie „Voll daneben, voll im Leben“ (1999–2000), „Girls“ (2012–2017) und „Love“ (2016–2018) nachhaltig.