
Crunchyroll Anime Awards 2026: Die großen Gewinner – und wo du sie streamen kannst
In Tokio wurden am 23. Mai 2026 zum zehnten Mal die Crunchyroll Anime Awards verliehen, und der Abend hatte eine klare Botschaft: Die ganz großen Namen lassen sich nicht so leicht entthronen. 73 Millionen Stimmen wurden weltweit abgegeben, ein Rekord!
Am Ende gingen die wichtigsten Preise an ein großes Serienfinale, ein Kino-Phänomen und mehrere Anime-Hits, die das Jahr geprägt haben. Ausgewählt wurden die Sieger aus einer Mischung von weltweitem Fan-Voting und dem Urteil einer internationalen Jury.
Jenseits der Wettbewerbskategorien wurde Regisseur Tatsuya Nagamine mit dem Global Impact Award geehrt, für seine Arbeit an Serien wie One Piece, Dragon Ball Super (2015) sowie den Magical-Girl-Reihen Ojamajo Doremi und PreCure. Die Ehrung fiel in diesem Jahr schwer: Nagamine war im August 2025 verstorben, der Preis wurde posthum vergeben. Sein langjähriger Weggefährte, der Animator Masayuki Sato, nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen. Dazu spielte das Tokyo Philharmonic Orchestra, und es gab Tribute an Klassiker wie Neon Genesis Evangelion (1995) und Naruto (2002). Auch eine Hommage an My Hero Academia stand auf dem Programm, zum zehnjährigen Bestehen der Serie, die am selben Abend zum Anime des Jahres gekürt wurde. Die Awards feiern eben nicht nur, was gerade läuft, sondern auch das, was den Boden dafür bereitet hat.
Und hier die größten Abräumer der Anime-Oscars und wo du die Titel streamen kannst:
Der Hauptpreis Anime des Jahres ging an My Hero Academia (2016), überreicht von Musik-Star The Weeknd.
Mehr Abschiedsgeschenk geht kaum: Die achte Staffel ist zugleich die letzte, und sie schließt nach zehn Jahren die Geschichte um Izuku Midoriya ab. Am Ende steht das, worauf die Serie die ganze Zeit zugelaufen ist, das finale Duell gegen Tomura Shigaraki und All For One.
Den Preis als Film des Jahres holte Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba Infinity Castle (2025), der erste von drei Filmen, die das Franchise abschließen.
Zusätzlich gewann Gerrit Schmidt-Foß den Award für die beste deutsche Synchronstimme für seine Rolle als Akaza. Der Film wurde zum erfolgreichsten Anime-Film aller Zeiten und ist in Deutschland bislang nur im Kino sowie auf DVD und Blu-ray erhältlich; einen Streaming-Start gibt es noch nicht. Beide Sieger bedienen dasselbe Muster: Etabliertes schlägt Neues, wenn die Fanbasis groß genug ist.
Den Gegenpol dazu bildet der Preis für die beste neue Serie: Ihn gewann Gachiakuta (2025), der größte Neuzugang des Jahres. Die Serie spielt in einer schwebenden Stadt, in der die Reichen ihren Müll und unliebsame Menschen gleichermaßen in eine Unterwelt werfen; der zu Unrecht verurteilte Rudo kämpft sich dort mit neuen Kräften durch eine Welt aus Müllmonstern.
Gachiakuta räumte zusätzlich die Kreativpreise für das beste Hintergrunddesign und das beste Charakterdesign ab und läuft hierzulande bei Crunchyroll. Zwischen dem Methusalem und dem Frischling zeigt sich die ganze Spannweite des aktuellen Anime-Betriebs.
Bei den Genrekategorien dominierten zwei Serien. Solo Leveling (2024) gewann mit seiner zweiten Staffel die Preise für beste Action und beste Animation. Die Geschichte um den schwächsten aller Jäger, der durch ein mysteriöses System zum stärksten aufsteigt, ist in Deutschland unter anderem bei Crunchyroll zu sehen.
Den Drama-Preis sowie die Auszeichnungen für beste Regie und beste Hauptfigur sicherte sich Die Tagebücher der Apothekerin (2023), im Original The Apothecary Diaries.
Die Serie folgt der jungen Apothekerin Maomao, die in den Intrigen eines kaiserlichen Palasts ihre Kenntnisse über Gifte und Heilmittel einsetzt, um Rätsel zu lösen. Maomao wurde zur besten Hauptfigur gewählt, ihre japanische Sprecherin Aoi Yuki zur besten Sprecherin.



















































