„Star Wars“: Die beste Reihenfolge für Kinder

„Star Wars“: Die beste Reihenfolge für Kinder

Nora Henze
Nora Henze

Veröffentlicht am 06. Juni 2026

Aktualisiert am 06. Juni 2026

Es gibt einen Moment, auf den viele Eltern jahrelang warten, ohne es laut zuzugeben: Das eigene Kind ist alt genug für Star Wars. Endlich darf es in dieselbe weit, weit entfernte Galaxie eintauchen, die einen selbst als Kind nicht mehr losgelassen hat. Und sofort steht die wichtigste Frage im Raum. Womit fängt man an? 

Für Kinder gibt es darauf eine klare Antwort, und sie lautet: ganz am Anfang der Geschichte, um sie von dort geradlinig nach vorn zu erleben. Diese Reihenfolge ist die beste für junge Zuschauer, weil sie aus zehn Filmen eine einzige, durchgehende Erzählung macht. Sie verlangt kein Vorwissen, sie springt nicht in der Zeit, und sie beginnt mit einem Helden, der selbst noch ein Kind ist. So folgt jede Wirkung sauber auf ihre Ursache, und auch die Jüngsten kommen mühelos mit.

Auf einem heißen Wüstenplaneten lebt ein kleiner Junge namens Anakin als Sklave und bastelt in seiner Freizeit an Maschinen, ohne zu ahnen, dass zwei Fremde sein Leben für immer verändern werden. Die dunkle Bedrohung steht ganz am Anfang dieser langen Geschichte und ist deshalb der natürliche Startpunkt für Kinder. Zwei geheimnisvolle Jedi-Ritter, Beschützer des Friedens mit besonderen Fähigkeiten, entdecken sein außergewöhnliches Talent und nehmen ihn mit. 

Für junge Zuschauer ist das ein Glücksfall, weil der Held selbst ein Kind ist und die fremde Welt mit denselben staunenden Augen betritt wie sie. Das berühmte Podrennen, ein rasantes Wettrennen mit fliegenden Maschinen, gehört zu den mitreißendsten Szenen der ganzen Reihe. Bunt, schnell und voller Bewegung legt der Film den Grundstein für alles, was folgt.

Was wird aus einem begabten Kind, wenn es zu einem ungeduldigen jungen Mann heranwächst? Angriff der Klonkrieger gibt erste Antworten und zeigt Anakin einige Jahre später als talentierten, aber aufbrausenden Jedi-Schüler. Die Geschichte verknüpft einen kriminalistischen Fall um eine geheimnisvolle Armee aus Klonkriegern mit einer zarten, verbotenen Liebe zwischen Anakin und der jungen Senatorin Padmé. Im Hintergrund zieht ein großer Krieg herauf, der die ganze Galaxie verändern wird. 

Für junge Zuschauer bietet der Film reichlich Schauwerte, von einer wilden Verfolgungsjagd durch eine leuchtende Großstadt bis zu einer gewaltigen Schlacht zum Finale. Gleichzeitig wird spürbar, dass in Anakin etwas zu kippen beginnt, und diese leise Vorahnung trägt die Geschichte unaufhaltsam auf ihren nächsten, dunkleren Wendepunkt zu.

Hier wird es ernst, und das im besten wie im forderndsten Sinn. Die Rache der Sith erzählt den traurigen Höhepunkt der Vorgeschichte, nämlich wie aus dem hoffnungsvollen Anakin der gefürchtete Darth Vader wird, jener schwarz gepanzerte Mann mit der schweren Atemmaske. Der große Krieg endet, eine Freundschaft zerbricht, und eine gute Seele verliert sich an dunkle Versprechen. Erzählerisch ist das ein kraftvoller Einschnitt, weil sich hier entscheidet, in welche Welt die folgenden Filme führen. 

Eltern sollten allerdings wissen, dass dieser Teil deutlich düsterer und gewalttätiger ausfällt als die beiden davor und in Deutschland erst ab 12 Jahren freigegeben ist. Gerade weil er in dieser Reihenfolge früh kommt, lohnt sich bei jüngeren Kindern ein vorheriger eigener Blick.

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Krieg der Sterne

Dass dieser Teil auf einmal ein gutes Stück älter aussieht, hat einen einfachen Grund, denn Krieg der Sterne ist der Film, mit dem 1977 alles begann. In der Erzählung liegt nun viel Zeit zwischen den Ereignissen, das Imperium beherrscht die Galaxie mit harter Hand, und ein junger Farmerjunge namens Luke träumt auf einem abgelegenen Wüstenplaneten von einem größeren Leben. Eine kleine Gruppe von Rebellen leistet Widerstand, ein Mädchen schickt eine geheime Botschaft, und plötzlich steckt Luke mitten in einem Abenteuer, das ihn die geheimnisvolle Macht entdecken lässt. 

Für Kinder ist das ein wunderbar klarer Wendepunkt, weil Gut und Böse eindeutig verteilt sind. Der etwas ältere Look stört die Jüngsten kaum, weil sie einfach der Geschichte folgen.

Viele Fans halten diesen Teil bis heute für den besten der ganzen Reihe, und das aus gutem Grund. Das Imperium schlägt zurück traut sich, ernster und nachdenklicher zu werden, ohne seine jungen Zuschauer zu verlieren. Die Helden sind dieses Mal auf der Flucht, das Imperium ist mächtiger denn je, und Luke reist zu einem kleinen, uralten Lehrmeister namens Yoda, der ihm beibringt, die Macht zu beherrschen. Mitten darin steht eine der berühmtesten Begegnungen der Filmgeschichte. 

Wer in dieser Reihenfolge schaut, kennt die Wahrheit dahinter bereits aus den vorigen Filmen, weshalb der Moment hier weniger als Schock wirkt und mehr als schmerzhaftes Wiedererkennen. Dieses Wissen verleiht der Szene für Kinder eine besondere, fast traurige Tiefe, die in der anderen Reihenfolge so nicht entstehen kann.

Wenn dein Kind die Geschichte bis hierhin verfolgt hat, erlebt es jetzt ihren schönsten Lohn. Die Rückkehr der Jedi-Ritter schließt die alte Erzählung rund ab und führt Anakins langen Weg, den die Kinder seit dem ersten Film begleitet haben, zu einem versöhnlichen Ende. Die Rebellen wagen den letzten großen Schlag gegen das Imperium, und es kommt zu einer Rettung, einer Entscheidung und einer Versöhnung, die selbst kleinen Zuschauern unter die Haut geht. Besonders beliebt sind die Ewoks, kleine pelzige Waldbewohner, die wie lebendige Teddybären aussehen und für reichlich Gelächter sorgen. 

Weil die Jüngsten den Anfang dieser Reise noch gut im Kopf haben, trifft das Ende sie hier oft mit voller Wucht. Damit ist die ältere Saga vollständig erzählt.

Ein kleines grünes Wesen mit großen Ohren und noch größeren Augen hat in den vergangenen Jahren halbe Kinderzimmer im Sturm erobert, und genau ihm gehört dieser jüngste Auftritt der Reihe. The Mandalorian and Grogu kam 2026 als erster neuer Star-Wars-Kinofilm seit sieben Jahren in die Säle und erzählt die Geschichte eines maskierten Kopfgeldjägers, der seinen winzigen Ziehsohn Grogu beschützt. Die beiden ziehen durch eine Galaxie, in der das Imperium gestürzt ist und die junge Republik um Ordnung ringt. Zeitlich liegt das Abenteuer zwischen dem Ende der alten Trilogie und dem Beginn der neueren Filme, weshalb es an genau dieser Stelle hervorragend passt. 

Für Kinder ist es die wärmste und zugänglichste Station der ganzen Reihenfolge, weil hier die Bindung zwischen einem rauen Beschützer und einem hilflosen kleinen Wesen im Mittelpunkt steht.

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„Es ist wahr, all das“, sagt ein alt gewordener Held in diesem Film, und mit diesem Satz übergibt die Reihe ihre Welt an eine neue Generation. Das Erwachen der Macht spielt Jahrzehnte nach dem Sturz des Imperiums und rückt frische Gesichter in den Mittelpunkt, allen voran die junge Rey, die auf einem Wüstenplaneten einsam lebt und nicht ahnt, wie groß ihre Rolle sein wird. Ein neuer, niedlicher Roboter namens BB-8 rollt durch die Handlung und erobert vor allem die jüngsten Zuschauer im Sturm. Inhaltlich kehrt der Film bewusst zum Gefühl der allerersten Abenteuer zurück, mit einer mutigen Heldin, einer dunklen Bedrohung und jeder Menge Tempo.

Für Kinder beginnt hier ein frischer Abschnitt, der die vertraute Welt mit ganz neuen Augen zeigt.

Vergiss für einen Moment die hitzigen Debatten der erwachsenen Fans, denn Kinder gehen an diesen Film oft viel unbefangener und begeisterter heran. Die letzten Jedi setzt die Geschichte von Rey unmittelbar fort und schickt sie zu einem zurückgezogenen Luke Skywalker, der ihr eigentlich nicht helfen will. Der Film traut sich erstaunlich viel, stellt liebgewonnene Gewissheiten infrage und überrascht mit Wendungen, die nicht jeder kommen sieht. Visuell gehört er zum Schönsten, was die Reihe zu bieten hat, etwa wenn eine entscheidende Schlacht den weißen Boden eines Planeten leuchtend rot aufreißt. 

Für junge Zuschauer ist er stellenweise etwas länger und nachdenklicher, belohnt sie aber mit Bildern und Momenten, die lange im Gedächtnis bleiben. Von hier aus führt die Reihenfolge geradewegs auf das große Finale zu.

Zum Abschluss laufen alle Linien dieser langen Erzählung zusammen, und genau das macht Der Aufstieg Skywalkers zum passenden Abschluss. Rey muss sich ihrer Herkunft und einer alten, tot geglaubten Bedrohung stellen, während sich entscheidet, wofür all die Abenteuer der vorherigen neun Filme eigentlich standen. Der Film fährt noch einmal alles an Spektakel auf, mit gewaltigen Raumschlachten, rasanten Verfolgungen und einem Wiedersehen vertrauter Gesichter. Manche Fragen beantwortet er mutig, andere lässt er bewusst offen, was zu lebhaften Gesprächen auf dem Sofa führen dürfte. 

Für Kinder ist er ein lautes, farbenfrohes Fest zum Ausklang, das die Saga rund beendet. Wer die Reise von ihrem allerersten Schritt bis hierhin mitgegangen ist, hat eine der größten Geschichten des Kinos in einem durchgehenden Bogen erlebt.

Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

5,99 €

Gesamtlaufzeit

22h 33min

Genres

Action & Abenteuer, Fantasy, Science-Fiction

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  1. 9 Titel Disney Plus