
„Star Wars“-Fans haben abgestimmt: Diese Solo-Filme will niemand sehen
Es scheint so, als hätte Hollywood in den vergangenen Jahren fast jede noch so kleine „Star Wars“-Figur darauf geprüft, ob sie einen eigenen Film tragen könnte. Eine aktuelle weltweite Umfrage beleuchtet aber auch von der anderen Seite: Welche Figur braucht ganz sicher keinen? Bei den allseits gewünschten und gefragten Solo-Kandidaten, landete das Erwartbare: Yoda, Chewbacca, dahinter Lando Calrissian, Mace Windu und R2-D2.
Doch das untere Ende der Liste ist nicht weniger spannend. Dort drängen sich nämlich Dutzende Figuren, und manche davon sind so abwegig, dass man beim Gedanken, dass sie eigene Spin-offs haben könnten, herzhaft lachen muss.
Diese „Star Wars“-Figuren brauchen laut Fans kein Spin-off
Ganz am Ende der Tabelle, alle gleichauf mit einer einzigen Nennung, stehen diese 10 Figuren.
Da ist zunächst Yuuzhan Vong, eine kriegerische Alien-Spezies aus den alten Romanen, die einst fast die Neue Republik auslöschte. Yaddle, die schweigsame Angehörige von Yodas Spezies, die in Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung (1999) im Jedi-Rat sitzt. Die Witches of Dathomir, jener Hexenorden, der vor allem aus den Animationsserien bekannt ist. Vernestra Rwoh, die junge Jedi-Meisterin aus der Serie The Acolyte. Turgle, der froschartige Kult-Charakter aus dem Videospiel Star Wars Jedi: Survivor (2023), den jeder Gamer kennt, während reine Kinozuschauer ratlos bleiben dürften. Alle haben sie eines gemeinsam: Geht es nach der Umfrage, dürften sie so bald kein eigenes Spin-off bekommen.
Aber es geht noch weiter mit den hintersten Rängen. Der Energie-Droide, jenes kastenförmige Gerät in Krieg der Sterne (1977), ist dabei. Die von Anakin getöteten Jedi-Schüler aus Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (2005), alleine die Nennung wirkt verrückt. Der Crimson Corsair, ein maskierter Pirat mit Kurzauftritt in Star Wars: Das Erwachen der Macht (2015). Ebenfalls Schlusslicht: Die Armorer, die maskierte Schmiedin aus der Mandalorianer-Welt. Die Reihe komplettiert schließlich der Temple Guard, einer der gesichtslosen Tempelwächter des Jedi-Ordens. Übrigens: Aus Deutschland kam für keine dieser 10 auch nur eine einzige Stimme.
Genannt, aber gar keine „Star Wars“-Figuren
Es gibt aber auch Nennungen, die mit Star Wars streng genommen nichts zu tun haben, und die zum Schmunzeln bringen. Unser Favorit ist Data, der empfindungsfähige Android aus Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert (1987), brillant dargestellt von Brent Spiner. Data gehört natürlich zu „Star Trek“, und trotzdem gab ihm jemand seine Stimme. Verwechslung oder Ironie? Kann passieren.
Ein Highlight ist auch die Nennung von „Glup Shitto“. Sie fragen sich jetzt vielleicht: Glup wer? Dabei hat man es mit keiner Figur, sondern mit einem Internet-Witz von 2020 zu tun, der die „Star Wars“-Manie aufs Korn nimmt, obskure Nebenfiguren mit kryptischen Namen feierlich zurückzubringen. Und am rätselhaftesten: Richard. Wir haben gesucht und nichts gefunden, keinen Jedi, keinen Schmuggler, keinen Droiden dieses Namens. Es gibt Schauspieler, die Richard heißen, aber keine Figur. In einem Universum voller Sebulbas und Quinlan Vos’ wirkt ein blanker Vorname fast wie ein stiller Protest. Auch der Millennium Falke und die Hafenstadt Mos Eisley tauchten je einmal auf, also ein Raumschiff und ein Ort statt einer Figur.
Unsere Einschätzung: Hier wäre mehr drin gewesen
Bei aller Sympathie für das Votum der Mehrheit: Ein paar Schlusslichter hätten ruhig mehr Zuspruch verdient. Die Sturmtruppen etwa kamen kaum über eine Handvoll Nennungen hinaus, dabei steckt in den gesichtslosen Soldaten viel Potenzial. Schon Star Wars: Das Erwachen der Macht (2015) hat mit Finn gezeigt, dass hinter dem weißen Helm ein Mensch stecken kann. Auch Snoke, der nur eine einzige Stimme erhielt, hätten wir nicht so schnell abgeschrieben. Der oberste Anführer der Ersten Ordnung wurde in Star Wars: Das Erwachen der Macht groß aufgebaut und in Star Wars: Die letzten Jedi (2017) erledigt, bevor jemand erklärt hätte, wer er war, und gerade diese Leerstelle hätte Stoff für einen ganzen Film geboten. Und um auf Yaddle zurückzukommen: Eine Figur, deren Geschichte das Franchise selbst erst spät zu erzählen begann, würden wir nicht vorschnell aussortieren. Aber das ist nur unsere Meinung. Die Mehrheit hat für Yoda und Chewbacca gestimmt, und dagegen lässt sich ohnehin wenig sagen.












































