Hat „Resident Evil“ eine Post-Credits-Szene?

Hat „Resident Evil“ eine Post-Credits-Szene?

Veröffentlicht am26. September 2026

Aktualisiert am26. September 2026

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Wer nach dem letzten Bild von Resident Evil (2026) im Kinosessel sitzen bleibt und auf den üblichen Franchise-Nachschlag wartet, kann sich den langen Abspann sparen. Der neue Horrorfilm von Regisseur Zach Cregger hat weder eine Mid- noch eine Post-Credits-Szene. Bei einer Reihe, die seit Jahrzehnten von Viren, Umbrella und immer neuen Katastrophen lebt, wäre ein letzter Hinweis auf die Zukunft eigentlich naheliegend, Cregger braucht ihn jedoch nicht: Das eigentliche Ende lässt bereits genug offen, um Bryans schlimmste Nacht auf mehrere Arten weiterzuerzählen.

Der eigentliche Teaser kommt schon vor dem Abspann

Bis kurz vor Schluss sieht es so aus, als könnte Bryan (Austin Abrams) seine völlig entgleiste Lieferung tatsächlich noch zu Ende bringen. Der medizinische Kurier erreicht das Krankenhaus von Raccoon City mit jenem Material, das die Wissenschaftler brauchen, um ein Gegenmittel gegen die Infektion herzustellen. Dummerweise hat Bryan selbst längst einen Biss abbekommen. Während im Labor fieberhaft versucht wird, ihn zu retten, übernimmt das Virus seinen Körper. Der Film hebt seinen letzten großen Schock nicht für die Credits auf. Bryan mutiert vollständig, greift die Wissenschaftler an und wird selbst zu einer grotesken Bio-Waffe. Das fertige Gegenmittel stürzt vom Gebäude in die Tiefe, ohne dass zu sehen ist, ob die Spritze den Aufprall übersteht. Bryan steht am Ende als Monster im Freien und brüllt einem herannahenden Hubschrauber entgegen. Erst dann beginnt der Abspann.

Das ist mehr als ein Cliffhanger. Cregger beendet Bryans Geschichte an einem Punkt, an dem sie sofort wieder aufspringen könnte: Der Mann, dem wir fast zwei Stunden lang folgen, ist plötzlich selbst das nächste Problem.

Bryan wäre in einem Sequel kein Held mehr

resident evil

Diese Umkehrung macht eine direkte Fortsetzung so naheliegend. Bryan müsste darin nicht noch einmal als überforderter Kurier durch Raccoon City stolpern. Er könnte als Kreatur zurückkehren, die andere überleben müssen – und damit vom Hauptcharakter zur Bedrohung werden. Ein ähnliches Prinzip kennt die Spielereihe bereits. In Resident Evil 2 (1998) mutiert der Wissenschaftler William Birkin nach einer Virusinfektion mehrfach und wird immer gefährlicher. Bryan ist keine neue Version von Birkin, aber der Vergleich zeigt, wie gut ein menschliches Schicksal in diesem Universum nach der Verwandlung weitergehen kann.

Dann ist da noch das Gegenmittel. Der Film zeigt absichtlich nicht, ob die Spritze beim Sturz zerstört wird. Überlebt sie, liegt dort nicht einfach ein weiteres Handlungselement herum, sondern etwas, das sofort Begehrlichkeiten weckt: für Umbrella, für mögliche Überlebende und vielleicht sogar für Bryan selbst, falls von ihm noch genug übrig ist.

Das Ende spricht eher für ein Sequel als für ein Prequel

Eine Vorgeschichte ist trotzdem denkbar, nur wird sie vom Finale deutlich weniger vorbereitet. Wer zurückgehen wollte, müsste Bryans persönliche Vergangenheit kaum weiter ausleuchten. Spannender wäre, was Cregger bewusst am Rand lässt: Umbrellas Rolle vor dem Ausbruch und die Stunden, bevor Raccoon City endgültig kippt. Der Film bleibt eng bei Bryan und zeigt die Katastrophe so, wie er sie erlebt. Dadurch entstehen Lücken, die ein Prequel füllen könnte, ohne dieselbe Geschichte noch einmal zu erzählen. Wann wird Umbrella klar, dass die Lage außer Kontrolle gerät? Wer trifft die Entscheidungen, die später über Leben und Tod entscheiden? Und was passiert in den Teilen der Stadt, die Bryan nie zu sehen bekommt?

Das wäre allerdings eher eine Erweiterung der Geschichte als eine direkte Konsequenz aus dem Finale. Das letzte Bild zeigt nach vorn: Bryan lebt als Monster weiter, ein Hubschrauber nähert sich und das Schicksal des Gegenmittels bleibt offen. Sollte Cregger dort wieder ansetzen, hätte er bereits mehrere Ansatzpunkte, ohne erst zurückspringen zu müssen.

Noch ist keine Fortsetzung angekündigt

Ein weiterer Resident Evil-Film von Cregger ist bislang nicht bestätigt. Der Regisseur hat allerdings bereits darüber gesprochen, dass er Ideen dafür hat, wie sich Geschichten in dieser Welt weitererzählen ließen, ohne einen konkreten Nachfolger anzukündigen. Nach dem Abspann kommt also tatsächlich nichts mehr. Viel vermisst man dadurch nicht: Der mögliche nächste Film steckt bereits in den letzten Minuten - vor allem in Bryan, der auf dem Dach längst nicht mehr wie jemand aussieht, dessen Geschichte erledigt ist.

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Resident Evil
Diese Neuauflage kehrt zu den Horrorwurzeln der Reihe zurück und orientiert sich stärker an den ursprünglichen Spielen.
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Über diese Liste

Titel

1

Gesamtlaufzeit

1h 34min

Genres

Action & Abenteuer, Horror, Science-Fiction

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