Alle Fast & Furious-Filme im Ranking: vom besten bis zum schwächsten Teil

Alle Fast & Furious-Filme im Ranking: vom besten bis zum schwächsten Teil

Ahmet Iscitürk
Ahmet Iscitürk

Veröffentlicht am 14. Mai 2026

Aktualisiert am 14. Mai 2026

Fast & Furious feiert 2026 sein 25-jähriges Jubiläum, und ausgerechnet Cannes rollt dafür den roten Teppich aus. Der erste Film der Reihe, The Fast and the Furious (2001), wird am 13. Mai 2026 im Rahmen einer Mitternachtsvorführung im Grand Théâtre Lumière des Palais des Festivals gezeigt. Damit erhält ein Franchise, das einst mit illegalen Straßenrennen, Tuning-Kultur und Undercover-Ermittlungen begann, eine ziemlich kuriose Ehrenrunde auf einem der prestigeträchtigsten Filmfestivals der Welt. Gleichzeitig passt dieser Moment erstaunlich gut: Kaum eine andere Blockbuster-Reihe hat sich so radikal verändert und ist trotzdem so eindeutig wiedererkennbar geblieben. 

Aus einem vergleichsweise bodenständigen Straßenrennen-Thriller wurde über die Jahre eine globale Action-Soap über Familie, Verrat, Auferstehungen, Geheimdienste, Supersoldaten, Panzer, U-Boote, Raketenautos und Fahrzeuge, die Physik offenbar nur aus Erzählungen kennen. Unser Ranking sortiert alle bisherigen Kinofilme inklusive des Spin-offs Fast & Furious: Hobbs & Shaw (2019) vom besten bis zum schwächsten Teil und zeigt, welche Filme noch immer den Asphalt aufreißen, welche vor allem Nostalgie tanken und welche leider nicht genug PS auf die Straße bringen.

Fast & Furious Five (2011) ist der beste Film der Reihe, weil hier fast alles zusammenkommt, was dieses Franchise groß gemacht hat: Straßenrennen-Vergangenheit, Heist-Struktur, Ensemble-Dynamik, Testosteron, Humor und ein Familienpathos, das noch nicht komplett zur Selbstparodie verkommen ist. Dom, Brian und ihre Crew planen in Rio de Janeiro einen waghalsigen Coup, während Dwayne Johnson als Luke Hobbs erstmals mit der Energie eines menschlichen Abrissbaggers in die Reihe platzt. Im Vergleich zu Fast & Furious 6 (2013) ist dieser Teil weniger größenwahnsinnig und deutlich eleganter konstruiert. Für Neulinge ist er vermutlich der beste Einstieg nach dem Original, für Fans markiert der Film den Moment, in dem Fast & Furious ganz und gar bei sich war.
The Fast and the Furious (2001) wirkt heute fast verblüffend “klein”, und genau das macht ihn so stark. Ein Undercover-Cop, illegale Straßenrennen, Diebstähle, verschwitzte Garagen, Tuning-Kultur und Vin Diesel als Dominic Toretto, der natürlich viel mehr ist als nur ein muskelbepackter Typ mit Schraubenschlüssel. Der Film hat noch Schmutz unter den Fingernägeln, echte Subkultur im Tank und eine überschaubare Geschichte, die nicht so tut, als müsse sie nebenbei die Weltordnung wieder herstellen. Im Vergleich zu Fast & Furious Five fehlt zwar die große Heist-Präzision, dafür besitzt der Auftakt eine ganz eigene Atmosphäre, die spätere Teile oft nur noch zitieren. Wer verstehen will, warum diese Reihe überhaupt funktioniert, findet hier den eigentlichen Zündschlüssel.

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Fast & Furious 7
Fast & Furious 7 (2015) ist objektiv betrachtet natürlich kompletter Action-Wahnsinn, aber emotional funktioniert der Film stärker als fast alles, was danach kam. Autos springen aus Flugzeugen, Jason Statham jagt als Deckard Shaw die Crew, und irgendwann rasen Sportwagen zwischen Hochhäusern hindurch, als hätte jemand die Statik aus dem Drehbuch gestrichen. Trotzdem bleibt nicht der Größenwahn hängen, sondern der Abschied von Paul Walker, der dem Film eine echte Verletzlichkeit gibt. Im Vergleich zu Fast & Furious 10 (2023) zeigt dieser Teil, wie man Figurenüberfluss, Pathos und Spektakel noch sinnvoll bündelt. Für Fans ist das nicht nur ein Blockbuster, sondern der emotionale Schlusspunkt einer Ära, bevor daraus endgültig routinierte Franchise-Verwaltung wurde.

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Fast & Furious 6
Fast & Furious 6 (2013) markiert den Moment, in dem die Reihe endgültig akzeptiert, dass sie keine Straßenrennen-Serie mehr ist, sondern ein Ensemble-Action-Franchise mit Familienmythos, Militärtechnik und Gegnern, die bereits gefährlich nah an Bond-Schurken heranrücken. Die Rückkehr von Letty gibt dem Film einen echten emotionalen Motor, während Owen Shaw als fieser Antagonist genug Struktur liefert, damit die Action nicht komplett ins Beliebige kippt. Der Einsatz von Panzern, Flugzeugen und einer Startbahn, die gefühlt einmal um den Globus führt, ist natürlich absurd, aber noch so sauber inszeniert, dass der Irrsinn kontrolliert wirkt. Im Vergleich zu Fast & Furious 8 (2017) wird hier zudem das Team-Gefühl deutlich überzeugender transportiert. Wer die Wandlung der Reihe zum comichaften Actionspektakel feiert, bekommt hier Fast & Furious in einer seiner heftigsten Eskalationsstufen.
The Fast and the Furious: Tokyo Drift (2006) war lange der schräge Außenseiter der Reihe, hat aber über die Jahre deutlich an Profil gewonnen. Die Geschichte um Sean Boswell, Drift-Kultur und die Straßen von Tokio wirkt zunächst fast komplett abgekoppelt vom Rest der Saga, doch genau diese Distanz macht den Film heute interessant. Justin Lin bringt ein anderes Tempo hinein, Han wird zur Kultfigur, und die Rennen haben eine technische Eigenheit, die vielen späteren Teilen fehlt. Im Vergleich zu Fast & Furious 9 (2021) fühlt sich dieser Film beinahe bodenständig an, obwohl auch hier reichlich Unsinn passiert. Für alle, die weniger Weltrettung und mehr Fahrkultur wollen, ist das einer der unterschätztesten Teile des Franchise.
Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile (2009) ist kein perfekter Film, aber ein wichtiger Neustart. Nach zwei Teilen ohne die komplette Kernbesetzung bringt er Vin Diesel, Paul Walker, Michelle Rodriguez und Jordana Brewster wieder enger zusammen und legt damit die Basis für die spätere Franchise-Formel. Die Handlung um Drogenkartelle, Undercover-Arbeit und persönliche Rache ist nicht besonders elegant, aber der Film verschiebt den Fokus spürbar von reinen Straßenrennen zu größer angelegter Action. Im Vergleich zu 2 Fast 2 Furious (2003) wirkt er ernster und weniger poppig, aber auch fokussierter. Wenn du verstehen möchtest, wie aus der Tuning-Reihe eine globale Action-Maschine wurde, ist dieser Teil der entscheidende Zwischenschritt.
Fast & Furious: Hobbs & Shaw (2019) ist streng genommen ein Spin-off, gehört aber in ein vollständiges Ranking der Kinofilme hinein. Dwayne Johnson und Jason Statham liefern sich hier ein muskulöses Action-Comedy-Duell, das regelmäßig von sehr teuren Explosionen unterbrochen wird, während Idris Elba als genetisch aufgerüsteter Gegner endgültig klarmacht, dass diese Reihe inzwischen näher am Superheldenkino als an der Tuning-Garage steht. Der Film hat Tempo, Witz und klare Buddy-Chemie, verliert aber fast jeden Bezug zu dem, was die Hauptreihe ursprünglich ausmachte. Im Vergleich zu Fast & Furious 8 (2017) wirkt er fokussierter und lockerer, aber dadurch auch weniger emotional eingebunden. Wer überdrehte One-Liner, körperbetonte Action und gepflegtes Alpha-Männchen-Gebell sucht, bekommt hier ein lautes, kurzweiliges Spin-off mit maximalem Testosteron-Ausstoß.

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2 Fast 2 Furious
2 Fast 2 Furious (2003) ist ein Film, der die frühen 2000er in jeder Einstellung atmet: grelle Farben, glänzende Autos, Miami-Sonne, viel Männlichkeit und noch mehr demonstrative Coolness. Vin Diesels Abwesenheit schmerzt, denn ohne Dom Toretto fehlt dem Film der emotionale Schwerpunkt. Dafür bringt John Singleton eine knallige Miami-Atmosphäre, viel Chrom, viel Sonne und eine charmant alberne Buddy-Dynamik zwischen Paul Walker und Tyrese Gibson in die Reihe. Die Story um Brian O’Conners zweite Chance ist solide, aber nie besonders packend. Im Vergleich zu The Fast and the Furious: Tokyo Drift besitzt 2 Fast 2 Furious mit Miami einen starken Look, aber keinen so klaren Rennkultur-Aufhänger wie die Drift-Szene in Tokio. Dafür funktioniert der Film als lockere Buddy-Action mit Brian und Roman erstaunlich gut.

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Fast & Furious 8
Fast & Furious 8 (2017) steht vor einem klaren Problem: Nach dem Abschied von Brian O’Conner muss die Reihe ohne Paul Walker weitermachen und sucht dafür einen neuen emotionalen Aufhänger. Der Film entscheidet sich für eine Geschichte, in der Dom von der Cyberterroristin Cipher erpresst wird und sich gegen sein eigenes Team stellt. Die Idee passt grundsätzlich zur Reihe, weil sie den Familienmythos direkt angreift. In der Umsetzung wirkt der Konflikt aber zu konstruiert, weil Dom ausgerechnet das verraten soll, was ihn über sieben Filme hinweg definiert hat: seine Loyalität zur Familie. Charlize Theron bringt als Cipher zwar kühle Bedrohung ins Spiel, doch der Film ersetzt echte emotionale Spannung häufig durch immer größere Actionbilder: ferngesteuerte Autos in New York, ein U-Boot im Eis und jede Menge Agenten-Getöse. Im Vergleich zu Fast & Furious Five fehlt die Leichtigkeit eines sauber gebauten Ensemble-Coups. Man spürt, dass die Reihe versucht, einen neuen emotionalen Anker und eine neue erzählerische Basis zu finden. Vielleicht muss man Fast & Furious 8 deshalb als wichtiges Experiment innerhalb des Franchise akzeptieren. Zu den stärksten Teilen der Reihe gehört dieser Film trotzdem nicht.
Fast & Furious 10 (2023) ist kein kompletter Totalschaden, wirkt aber weniger wie ein eigenständiger Film als wie der erste Teil eines großen Finales. Jason Momoa bringt als Dante Reyes immerhin eine herrlich exzentrische Gegenspieler-Energie mit, die dem Film dringend guttut. Gleichzeitig bleibt die Handlung an der eigenen Franchise-Vergangenheit kleben, weil fast jede Szene noch ein Comeback, eine Nebenfigur oder eine offene Rechnung unterbringen muss. Im Vergleich zu Fast & Furious 7 fehlt hier der emotionale Fixpunkt, der selbst den größten Action-Irrsinn noch zusammenhält. Wer maximalen Bombast, viele bekannte Gesichter und opernhafte Action will, bekommt hier mehr als genug geboten. Als eigenständige Geschichte bleibt Fast & Furious 10 aber unbefriedigend, weil viele Handlungsstränge nicht wirklich abgeschlossen werden. Stattdessen wirkt das Ganze wie eine groß angelegte Vorbereitung auf Fast Forever, den für März 2028 angekündigten nächsten Teil der Reihe.

Über diese Liste

Titel

11

Gesamtkosten fürs Ansehen

11,97 €

Gesamtlaufzeit

23h 1min

Genres

Action & Abenteuer, Mystery & Thriller, Krimi

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Auf dieser Liste befinden sich 11 Titel und du kannst 7 von ihnen auf HBO Max anschauen. 3 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 7 Titel HBO Max
  2. 7 Titel HBO Max Amazon Channel
  3. 3 Titel Joyn
  4. 1 Titel Joyn Plus