„The Conjuring“ oder „Insidious“: Welche Horrorreihe ist gruseliger? Ein Vergleich

„The Conjuring“ oder „Insidious“: Welche Horrorreihe ist gruseliger? Ein Vergleich

Veröffentlicht am29. August 2026

Aktualisiert am29. August 2026

Add us on

Eigentlich ist die Wahl ziemlich unfair: Auf der einen Seite wartet eine Geisterwelt, in der dämonische Gestalten offenbar nichts lieber tun, als genau dann hinter einer Schulter aufzutauchen, wenn niemand mit ihnen rechnet. Auf der anderen Seite stehen Häuser, in denen man nicht einmal mehr einer halb geöffneten Tür traut. Mit Insidious: Out of the Further (2026) läuft gerade ein neuer Film aus dem Insidious-Universum im Kino. Die Geschichte von Ed und Lorraine Warren endete dagegen nach vier Conjuring-Hauptfilmen, doch das Horroruniversum wird bereits mit einem Prequel fortgesetzt.

Viel näher könnten sich zwei Horror-Franchises kaum sein: James Wan führte sowohl bei Insidious (2011) als auch bei Conjuring – Die Heimsuchung (2013) Regie, Patrick Wilson spielt in beiden eine Hauptrolle und Dämonen haben hier wie dort ein erstaunliches Talent dafür, Familien das Wohnen gründlich zu vermiesen. Trotzdem fühlt sich eine Nacht mit Insidious ganz anders an als eine Nacht mit Conjuring. Die entscheidende Frage ist also weniger, wo mehr gespukt wird, sondern welcher Horror einem danach schlechter aus dem Kopf geht.

„Insidious“ lässt dem Publikum kaum Zeit, sich zu verstecken

Josh Lambert (Patrick Wilson) sitzt im ersten Film einfach nur am Tisch, als plötzlich hinter ihm der Lipstick-Face-Demon auftaucht. Wer diese Szene kennt, erinnert sich wahrscheinlich nicht an das Gespräch davor, aber ziemlich sicher noch an dieses rote Gesicht. Insidious beherrscht solche Überfälle ausgezeichnet und hat wenig Interesse daran, dem Publikum vorab ein Warnschild hinzustellen.

Noch mehr Möglichkeiten bekommt die Reihe durch das Ewigreich, eine finstere Zwischenwelt voller verlorener Seelen, in die auch das Medium Elise Rainier (Lin Shaye) immer wieder gelangt. Dort können Gestalten wie die Bride in Black oder KeyFace aussehen, als hätte jemand einen schlechten Traum geöffnet und vergessen, ihn wieder zu schließen.

Insidious

Das macht die Filme wilder als Conjuring und vor allem unberechenbarer: Ein Geist muss nicht erst zehn Minuten lang im Hintergrund herumstehen, bevor er sich bemerkbar macht. Manchmal ist er einfach plötzlich da. Wer bei Horror vor allem diesen kurzen Moment liebt, in dem der ganze Körper schneller reagiert als der Kopf, bekommt bei Insidious mehr davon.

„Conjuring“ verdirbt einem dafür Dinge, die man zu Hause ebenfalls besitzt

Bei Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) ist das Grauen oft deutlich geduldiger. Die beiden kommen in Häuser, in denen es zunächst nach den üblichen Problemen eines Spukfilms aussieht: Geräusche, Türen, seltsame Bewegungen am Rand des Blickfelds. Nur werden diese Kleinigkeiten so unangenehm, dass ein normaler Raum plötzlich vollkommen ausreicht.

Conjuring

In Conjuring – Die Heimsuchung steht Carolyn Perron (Lili Taylor) im Dunkeln an der Kellertreppe, als hinter ihr zwei Hände auftauchen und klatschen. Die Szene ist beinahe lächerlich einfach und gerade deshalb so wirksam. Man braucht keinen riesigen Dämon, wenn zwei Hände reichen, um einen Keller für die nächsten Jahre zu ruinieren. Conjuring erschreckt deshalb vielleicht seltener aus dem Nichts, lässt seine Bilder aber länger in den vertrauten Räumen des eigenen Zuhauses nachwirken.

Valak schlägt den Lipstick-Face-Demon knapp

Auch bei den Gegenspielern wird es eng. Insidious besitzt einige enorm einprägsame Monster, doch nicht alle bekommen genug Persönlichkeit, um über ihren jeweiligen Film hinaus wirklich bedrohlich zu bleiben. Bei Conjuring wirken die großen Gegenspieler stärker über ihre einzelnen Auftritte hinaus. Bathsheba aus dem ersten Film ist eng mit dem Haus und seiner Vergangenheit verbunden, während Valak spätestens seit Conjuring 2 (2016) zu einem der bekanntesten Horrorschurken der vergangenen Jahre geworden ist. Dazu kommt Annabelle, eine Puppe, die selbst dann unangenehm aussieht, wenn sie bloß still in einer Vitrine sitzt.

Lipstick Faced Demon

Beim Bodycount und beim Gore liegen die Reihen dagegen erstaunlich dicht beieinander. Beide erzählen zwar von Dämonen, die Menschen töten oder in den Tod treiben können, aber weder Insidious noch Conjuring setzt auf einen möglichst hohen Bodycount. Blutige Bilder gibt es, doch viel häufiger entsteht die Bedrohung durch Besessenheit, Angriffe aus dem Nichts oder schlicht durch die Ahnung, dass etwas Übernatürliches gerade die Kontrolle übernimmt.

Tatsächliche Tödlichkeit und gefühlte Gefahr sind hier ohnehin zwei verschiedene Dinge: Gerade Conjuring kann ausgesprochen bedrohlich wirken, ohne ständig Leichen zu produzieren. Wer Horror vor allem nach der Menge an Blut bemisst, findet bei Saw (2004) oder Terrifier (2018) deutlich drastischere Filme.

Der knappe Sieg geht an den Horror, der mit nach Hause kommt

Insidious erschreckt schneller. Seine Monster sind schräger, das Ewigreich erlaubt ihm mehr Wahnsinn und wenn es nur darum ginge, welcher Film einen häufiger überraschend aus dem Sitz hebt, wäre die Sache ziemlich schnell entschieden. Das Problem für Insidious beginnt erst nach dem Abspann, denn viele seiner Schrecken gehören eindeutig in diese bizarre andere Welt. Ein Lipstick-Face-Demon sieht nun einmal nicht aus wie etwas, dem man normalerweise morgens auf dem Weg zur Kaffeemaschine begegnet.

Insidious

Conjuring arbeitet mit genau dem Gegenteil: Das Böse wartet im Kinderzimmer, hinter einer Tür oder irgendwo im dunklen Flur, also an Orten, die wenige Stunden später leider wieder sehr real vor einem liegen.

Damit gewinnt Conjuring dieses Duell knapp. Nicht, weil dort mehr Menschen sterben, und auch nicht, weil Valak automatisch gruseliger wäre als alles, was im Ewigreich herumläuft. Insidious kann für den heftigeren Moment sorgen, doch Conjuring schafft etwas Gemeineres: Die Filme nehmen einem für eine Weile das Vertrauen in ganz normale Räume. Und wenn nachts irgendwo in der Wohnung etwas knackt, hilft die Erinnerung daran, dass Annabelle eigentlich nur eine Puppe ist, erstaunlich wenig.

01

Insidious
Neues Haus, neues Glück: Für den Lehrer Josh Lambert, seine Frau Renai und ihre drei Kinder ist der Umzug die Erfüllung eines lange gehegten Wunschtraums. Die Freude währt indes nur kurz: Schnell wird der Familie bewusst, dass ihr neues Heim von düsteren Geistern heimgesucht wird. Nach einem mysteriösen Unfall fällt ihr Sohn Dalton in ein Koma, das selbst die besten Ärzte vor ein Rätsel stellt. Mit einem erneuten Umzug wollen die Lamberts ihren Sohn retten und dem unablässigen Terror entfliehen. Doch dann müssen sie feststellen, dass es nicht das Haus war, auf das die Dämonen es abgesehen haben...
Nachdem Familie Lambert es geschafft hat, ihren Sohn Dalton aus den Klauen von Geistern und Dämonen zu befreien, verlässt sie den Ort des Geschehens und sucht Zuflucht bei Großmutter Lorraine. Dort wiegen sich Renai und Josh Lambert in Sicherheit. Doch schon bald machen die Geister sie ausfindig und obwohl Dalton, der besonders empfänglich für die übernatürlichen Erscheinungen ist, die Gefahr frühzeitig erkennt, gelingt es den Dämonen zunehmend von Josh Besitz zu ergreifen. Das Familienoberhaupt kann sich immer weniger gegen diese feindliche Übernahme wehren. Als die anderen ihm zur Hilfe kommen wollen, offenbart sich, dass die Verbindung zu den Geistern und ihrer Welt viel tiefergeht, als sie dies bisher angenommen haben und ein grausiges Geheimnis wird enthüllt.
Elise Rainier ist ein Medium und erklärt sich widerwillig bereit, einer Teenagerin bei der Kontaktaufnahme mit deren toter Mutter zu helfen. Ein Dämon ward geboren.
Parapsychologin Elise Rainier wohnt mittlerweile mit den zwei Geisterjägern Specs und Tucker zusammen. Gemeinsam sind sie die Firma Spectral Sightings, die auf das Austreiben von Dämonen spezialisiert ist, die aus einer Parallelwelt angreifen. Ihr neuester Fall führt das ungleiche Trio in Elises Vergangenheit – in ihr Elternhaus in New Mexico, wo sie als Kind Schreckliches erlebte und in dem nun eine andere Familie in Gefahr ist. Elise muss sich ihrer Vergangenheit und ihrer größten Angst stellen und es mit einer unsterblichen Kreatur namens Key Face aufnehmen, einem Dämon, den sie als Kind versehentlich befreite. Sollte ihr das gelingen, sind all die von Key Face gefangenen Seelen frei, doch sollte sie scheitern, wird auch Elises Geist für immer der Verdammnis anheimfallen …
Zehn Jahre nach den Ereignissen von ,,Insidious: Chapter 2“ geht Josh Lamberts einst von dunklen Mächten heimgesuchter Sohn Dalton aufs College. Doch auch dort ist er vor bösen Geistern nicht sicher - ein Dämon aus der Vergangenheit macht ihm das Leben zur Hölle. Sein Dad sieht keinen anderen Ausweg: Gemeinsam mit seinem Sohn begibt sich Josh erneut in die Zwischenwelt des ,,Ewigreichs“, um dem teuflischen Treiben ein für alle Mal ein Ende zu setzen. Hinter der roten Tür warten neue, noch furchteinflößendere Schrecken auf sie.
In Insidious: Out of the Further zieht eine junge Mutter ihre Tochter in dem Haus groß, in dem sie selbst aufgewachsen ist. Dort entdeckt sie, dass sie das Ewigreich (The Further) betreten kann – die geheimnisvolle Welt der verlorenen Seelen aus dem Insidious-Universum. Als eine böse Macht Jagd auf sie macht, entdeckt sie eine besondere Fähigkeit: Sie kann nicht nur ins Ewigreich reisen, sondern auch dessen Dämonen in die reale Welt zurückbringen. Schon bald erkennen die dunklen Wesen ihre Macht und machen die Welt der Lebenden zu ihrem Spielplatz.
Aktuell kannst du Insidious: Out of the Further nicht streamen.
Wir benachrichtigen dich, sobald er verfügbar ist.

Nach dem Umzug auf einen Bauernhof in Rhode Island wird eine Familie von übernatürlichen Phänomenen heimgesucht und bittet daher zwei bekannte Dämonologen um Hilfe.

08

Annabelle
Ein glückliches Ehepaar erwartet sein erstes Kind. Damit es dem neuen Familienmitglied an nichts mangelt, richtet die werdende Mutter das Kinderzimmer liebevoll ein und besorgt für ihren Spross eine Puppe nach der anderen. Eines Tages hat ihr Mann ein Exemplar im Gepäck, nach dem sie schon sehr lange gesucht hatte. Dem jungen Familienglück scheint damit nichts mehr im Weg zu stehen – bis zu dem Tag, als Sektenmitglieder eines Satanskultes in ihr Haus eindringen und das arglose Pärchen überfallen. Zwar entgehen sie knapp dem Schlimmsten, doch die Okkultisten haben etwas beschworen, dass sie selbst an Bösartigkeit bei weitem übertrifft. Dieses Etwas verkörpert eine direkte Verbindung ins Reich der Verdammten und steckt in "Annabelle", die sich unbarmherzig an die Ferse der Familie heftet.
Die berühmten Dämonologen Ed und Lorraine Warren sind dank ihrer spektakulären Fälle mittlerweile zu echten Berühmtheiten geworden. Doch die Geister und Dämonen dieser Welt schlafen nicht und deswegen wird das Paar nach England, genauer gesagt in den Londoner Stadtteil Enfield, gerufen. Dort lebt die alleinerziehende Mutter Peggy Hodgson mit ihren vier Kindern Margaret, Janet, Johnny und Billy. Bei ihnen geht es nicht mit rechten Dingen zu und besonders Janet wird mehrmals Opfer eines Dämons, der von ihr Besitz ergreift und durch sie mit den Menschen spricht. – Für die Warrens beginnt ein neuer Fall, der ihnen alles abverlangen wird …
Jahre nach dem Tod ihrer Tochter nehmen ein Puppenmacher und seine Frau einige Waisen zu sich. Eine der schaurigen Puppen versetzt die Kinder bald in Angst und Schrecken.

Über diese Liste

Titel

16

Gesamtkosten fürs Ansehen

19,95 €

Gesamtlaufzeit

28h 49min

Genres

Horror, Mystery & Thriller, Dokumentationen

Wo kann ich die Titel von dieser Liste online anschauen?

Finde heraus, welcher Streamingdienst die meisten Titel von dieser Liste anbietet.

Auf dieser Liste befinden sich 16 Titel und du kannst 10 von ihnen auf HBO Max anschauen. 11 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 10 TitelHBO Max
  2. 8 TitelHBO Max Amazon Channel
  3. 6 TitelWOW
  4. 6 TitelWow Fiction Amazon Channel
  5. 4 TitelSky Go