Diese 10 Filme und Serien machen Tim Curry unvergesslich

Diese 10 Filme und Serien machen Tim Curry unvergesslich

Veröffentlicht am27. August 2026

Aktualisiert am27. August 2026

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Mit Tim Curry ist ein Schauspieler gestorben, bei dem schon ein Blick genügte, um einen ganzen Film gefährlicher, lustiger oder herrlich seltsam wirken zu lassen. Er konnte einen Raum mit maximaler Theatralik betreten und dabei trotzdem nie so aussehen, als würde er sich selbst besonders ernst nehmen. Diese Mischung machte ihn über Jahrzehnte unverwechselbar. Curry spielte im Kino, im Fernsehen und auf der Bühne, sang, übernahm zahlreiche Sprecherrollen und verwandelte selbst kleine Auftritte in Szenen, die oft besser in Erinnerung blieben als der Rest des Films. Nach einem schweren Schlaganfall im Jahr 2012 zog er sich zunehmend von der klassischen Schauspielarbeit zurück, blieb seiner Kunst jedoch weiterhin verbunden. Diese zehn Filme und Serien zeigen, wie vielseitig seine Karriere war – und warum Tim Curry unvergessen bleibt.

Brad (Barry Bostwick) und Janet (Susan Sarandon) wollten eigentlich nur ein Telefon. Stattdessen landen sie bei einem Mann in Strapsen, der sich als Dr. Frank-N-Furter (Tim Curry) vorstellt, aus dem All kommt und in seinem Labor gerade Rocky erschafft, seinen persönlichen Traummann. In The Rocky Horror Picture Show (1975) bekommt das frisch verlobte Paar ziemlich schnell mit, dass in diesem Schloss weder Benimmregeln noch Geschlechterrollen besonders viel gelten.

Curry hat sichtlich Spaß an Frank-N-Furters Eitelkeit, seinem Größenwahn und seiner Lust an Provokation, ohne ihn dabei zur bloßen Witznummer zu machen. Das Publikum brauchte trotzdem eine Weile, bis es darauf ansprang. Erst die Mitternachtsvorführungen machten den Film zum Kult. Für viele queere Fans wurde er später zu einem Ort, an dem man laut, schräg und ohne Entschuldigung anders sein durfte. Und mittendrin stand Curry im Korsett mit einer Rolle, die Filmgeschichte schrieb.

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Annie
Annie

Annie

1982

Zwischen singenden Waisenkindern, Broadwaymelodien und reichlich Familienunterhaltung schmuggelt sich Tim Curry als ausgesprochen windiger Ganove ins Geschehen. Rooster Hannigan (Tim Curry) wittert in Annie (1982) gemeinsam mit seiner Schwester Miss Hannigan (Carol Burnett) und Lily St. Regis (Bernadette Peters) die Chance auf leicht verdientes Geld, als die junge Annie (Aileen Quinn) plötzlich zum Liebling des Milliardärs Oliver Warbucks (Albert Finney) wird.

Der von John Huston inszenierte Musicalfilm lässt Curry singen, tanzen und hemmungslos grimassieren, ohne dass seine Bosheit jemals so finster wird wie in manchen seiner später berühmten Rollen. Dadurch erinnert der Film daran, dass Currys Karriere nie nur aus düsteren Schurken bestand. Er beherrschte ebenso jene große, körperliche und musikalische Komik, die direkt aus seiner langen Theatererfahrung kam und selbst Nebenrollen sofort mehr Leben gab.

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Legende
Legende

Legende

1985

Man kann Tim Curry fast vollständig unter roter Haut, riesigen Hörnern und einer gewaltigen Maske verstecken, und trotzdem erkennt man ihn sofort. Ridley Scott machte sich diesen Effekt in Legende (1985) zunutze, als Jack (Tom Cruise) und Prinzessin Lili (Mia Sara) in einer märchenhaften Welt gegen den Herrscher der Finsternis (Tim Curry) antreten müssen.

Curry bleibt durch Stimme, Haltung und jede kleine Bewegung unverkennbar präsent, obwohl äußerlich kaum noch etwas von ihm zu sehen ist. Der Fantasyfilm wirkt wie ein lebendig gewordenes dunkles Märchen und nimmt seine Einhörner, Wälder und Dämonen vollkommen ernst. Currys Auftritt verhindert dabei, dass der zentrale Bösewicht bloß wie ein imposantes Kostüm wirkt. Seine Finsternis besitzt Würde, Eitelkeit und einen herrlich theatralischen Größenwahn, der dem Film einen großen Teil seiner eigenwilligen Magie verleiht.

Sechs verdächtige Gäste, ein abgelegenes Herrenhaus und eine Leiche machen ziemlich schnell klar, dass dieser Abend nicht bei höflichem Smalltalk bleiben wird. Mittendrin versucht Butler Wadsworth (Tim Curry) in Alle Mörder sind schon da (1985), Ordnung in ein zunehmend absurdes Mordrätsel zu bringen, während unter anderem Miss Scarlet (Lesley Ann Warren), Mrs. White (Madeline Kahn) und Professor Plum (Christopher Lloyd) ihre Geheimnisse hüten.

Curry hält das Ensemble zusammen, rennt durch Korridore, kombiniert Hinweise und rekonstruiert schließlich mit beinahe akrobatischer Geschwindigkeit, was geschehen sein könnte. Besonders ungewöhnlich waren die verschiedenen Enden, mit denen der Film ursprünglich ins Kino kam. Aus dem damaligen mäßigen Erfolg wurde später ein Kultfilm, und Currys furiose Schlusssequenz gehört bis heute zu den schönsten Beweisen dafür, wie präzise sein komödiantisches Timing funktionierte.

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Es
Es

Es

1990

Ein freundlich lächelnder Clown am Straßenrand war nach 1990 für viele Zuschauer keine besonders beruhigende Vorstellung mehr. Tim Curry machte Pennywise in Es (1990) zu einem Albtraum, der zunächst beinahe harmlos wirken konnte, bevor Stimme, Blick oder Lächeln plötzlich kippten. Die Geschichte folgt einer Gruppe von Kindern in Derry, die einem uralten Wesen begegnet, das Jahrzehnte später zurückkehrt und die inzwischen erwachsenen Freunde erneut mit ihrem Kindheitstrauma konfrontiert.

Curry braucht für seinen Schrecken keine permanente Monsterpose. Er plaudert, scherzt und wirkt stellenweise fast freundlich, wodurch die Gewalt umso unberechenbarer erscheint. Der zweiteilige Fernsehfilm kann seine Herkunft aus den frühen Neunzigerjahren nicht verbergen, doch Currys Pennywise hat kaum Staub angesetzt. Seine Version funktioniert bis heute, weil hinter dem Clown immer ein Schauspieler sichtbar bleibt, der ganz genau weiß, wann weniger viel unheimlicher ist.

Eigentlich hat Kevin McCallister schon genug Probleme, als er ohne seine Familie in Manhattan landet. Im Plaza Hotel wartet in Kevin - Allein in New York (1992) allerdings noch Concierge Hector (Tim Curry), der dem erstaunlich selbstbewussten Jungen vom ersten Moment an misstraut und mit wachsender Verbissenheit versucht, seinen Schwindel aufzudecken.

Curry arbeitet dabei mit hochgezogenen Augenbrauen, misstrauischen Blicken und einer Miene, die mühelos zwischen Triumph und persönlicher Kränkung wechseln kann. Seine Rolle ist vergleichsweise klein, aber darin zeigt sich eine besondere Stärke seiner Karriere. Curry musste keinen ganzen Film dominieren, um im Gedächtnis zu bleiben. Ein paar Minuten konnten genügen, damit aus einem pflichtbewussten Hotelangestellten ein wunderbar übermotivierter Gegenspieler wurde, den Kevin ebenso ernst nehmen musste wie seine deutlich gefährlicheren alten Feinde.

Mit einem Kardinal wie Tim Curry braucht ein Mantel-und-Degen-Abenteuer fast keinen weiteren Schurken. In Die drei Musketiere (1993) will der junge D’Artagnan (Chris O’Donnell) eigentlich nur Musketier werden, gerät jedoch mitten in eine Verschwörung gegen den französischen König. Athos (Kiefer Sutherland), Aramis (Charlie Sheen) und Porthos (Oliver Platt) stehen ihm dabei zur Seite, während Kardinal Richelieu (Tim Curry) im Hintergrund an seinem eigenen Machtgewinn arbeitet.

Curry macht aus dem Kirchenmann keinen zurückhaltenden Strippenzieher, sondern genießt dessen Bosheit mit sichtbarem Vergnügen und einer gehörigen Portion Grandezza. Der Film selbst setzt auf Tempo, Romantik und großes Abenteuerkino, während Curry dafür sorgt, dass auch der Gegenspieler Spaß machen darf. Seine Richelieu-Version passt damit wunderbar zu einer Karriere, in der Schurken selten einfach nur finster waren.

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Congo
Congo

Congo

1995

Schon der Akzent verrät, dass bei Herkermer Homolka vermutlich Vorsicht angebracht wäre. Tim Curry spielt den dubiosen rumänischen Abenteurer in Congo (1995), einer Michael-Crichton-Verfilmung über eine Expedition in den afrikanischen Regenwald, die nach einer verschollenen Gruppe und wertvollen Diamanten sucht. Karen Ross (Laura Linney), Peter Elliot (Dylan Walsh) und Captain Munro (Ernie Hudson) verfolgen dabei ganz unterschiedliche Ziele, während Homolka seine eigenen Interessen keineswegs offen auf den Tisch legt.

Curry wirft sich mit sichtlicher Freude in den exzentrischen Geschäftsmann und gibt einem ohnehin ziemlich wilden Abenteuerfilm noch eine zusätzliche Portion Größenwahn. Congo wurde nie zum unumstrittenen Kult-Klassiker. Für diese Liste zählt vor allem Curry selbst, der auch aus einer Nebenrolle jemanden macht, dem man automatisch genauer zusieht.

Wer mit Kermit, Gonzo und einer ganzen Mannschaft aus Filz dreht, könnte leicht versucht sein, die Sache etwas weniger ernst zu nehmen. Tim Curry macht in Muppets – Die Schatzinsel (1996) das genaue Gegenteil und spielt Long John Silver (Tim Curry) mit solcher Hingabe, als stünde er in einer klassischen Abenteuerverfilmung. Der junge Jim Hawkins (Kevin Bishop) gelangt mit einer Schatzkarte auf ein Schiff und lernt dort den charmanten, aber gefährlichen Piraten kennen, dessen Absichten keineswegs so freundlich sind wie sein Auftreten.

Curry behandelt die Muppets nie wie Requisiten, sondern spielt seine Szenen mit derselben Ernsthaftigkeit, die er menschlichen Kollegen entgegenbringen würde. Dadurch funktioniert Silver zugleich als Schurke, Verführer und Teil des absurden Ensembles. Curry darf singen, drohen und große Gesten verteilen, ohne dass der Ton auch nur einmal auseinanderfällt.

Tim Curry brauchte nicht einmal sein Gesicht, um einen Schurken unverwechselbar zu machen. Als Käpt’n Hook verlieh er dem Gegenspieler in der amerikanischen Originalfassung von Peter Pan und die Piraten (1990) eine Stimme, die hochmütig, beleidigt, gefährlich und gelegentlich überraschend verletzlich klang. Curry machte aus Hook weit mehr als einen gewöhnlichen Kinderfernseh-Bösewicht und erhielt dafür 1991 einen Daytime-Emmy. Für deutsche Zuschauer gibt es allerdings einen wichtigen Unterschied: In der Synchronfassung ist Curry nicht selbst zu hören.

Für sein Vermächtnis bleibt die Serie dennoch zentral, weil sie zeigt, wie ernst er seine Sprecherrollen nahm. Seine Stimme war kein bloßes Nebenwerkzeug, sondern ein eigenständiges schauspielerisches Instrument, mit dem er ebenso viel Persönlichkeit erschaffen konnte wie vor der Kamera.

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Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

12,97 €

Gesamtlaufzeit

58h 41min

Genres

Komödien, Action & Abenteuer, Kinder & Familie

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Auf dieser Liste befinden sich 10 Titel und du kannst 4 von ihnen auf Disney Plus anschauen. 8 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 4 TitelDisney Plus
  2. 2 TitelNetzkino
  3. 1 TitelSony Pictures Core Amazon Channel
  4. 1 TitelPluto TV
  5. 1 TitelParamount Plus