Das Ende von „Coyote vs. ACME” erklärt

Das Ende von „Coyote vs. ACME” erklärt

Veröffentlicht am17. September 2026

Aktualisiert am17. September 2026

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Wile E. Coyote hat seit Jahrzehnten Raketen bestellt, Katapulte aufgebaut und sich mit erstaunlicher Zuverlässigkeit selbst in den Boden gesprengt. In Coyote vs. ACME (2026) stellt er irgendwann die naheliegende Frage: Was, wenn nicht nur er das Problem ist, sondern auch die Firma, die ihm diesen ganzen Schrott verkauft? Gemeinsam mit Anwalt Kevin Avery (Will Forte) zieht er gegen ACME vor Gericht. Bis zum Ende wächst daraus eine Geschichte, in der es längst nicht mehr nur darum geht, ob ein Kojote Schadenersatz bekommt. ACME hat seine Produkte offenbar mit voller Absicht an Cartoons getestet, weil deren Körper selbst die absurdesten Unfälle überleben. Wile E. kann das System entlarven – seinen großen juristischen Triumph bekommt er trotzdem nicht.

Wile E. beweist, was ACME getan hat, und verliert trotzdem

Nachdem der eigentliche Prozess gescheitert ist, landet ACME vor einer Anhörung des US-Kongresses, und Kevin zwingt Firmenchef Foghorn Leghorn dazu, über Project Sisyphus zu sprechen. Hinter dem Namen steckt ein ziemlich finsteres Geschäftsmodell: ACME lässt seine Produkte an Cartoons ausprobieren, sammelt Daten über deren spektakuläres Versagen und nutzt die Ergebnisse anschließend, um sicherere Ware für Menschen herzustellen. Dass Wile E. bei seinen Versuchen ständig zerquetscht, verbrannt oder in die Luft gejagt wurde, war also keineswegs bloß Pech. Für ACME gehörte es zum Entwicklungsprozess.

Coyote vs Acme

Foghorn versucht nicht einmal ernsthaft, diese Praxis moralisch schönzureden. Weil Cartoons solche Verletzungen überstehen, betrachtet er sie als geeignete Testobjekte. Trotzdem reicht seine Aussage nicht, um ACME zu Fall zu bringen. Senator Elmer Fudd beendet die Untersuchung, weil Kevin noch keinen Beleg dafür vorlegen kann, dass Wile E.s Erlebnisse Teil eines systematischen Programms waren. Der Kojote hat seine Geschichte öffentlich gemacht und die Wahrheit über ACME offengelegt, steht aber erneut ohne den Sieg da, auf den alles hinauszulaufen schien.

Road Runner verändert, warum Wile E. überhaupt noch jagt

Mitten in dieser Niederlage bekommt Wile E. eine Antwort auf eine Frage, die er vermutlich selbst nie gestellt hätte. Road Runner taucht als Zeuge auf und bestätigt, dass er die vielen Unfälle seines Verfolgers miterlebt hat. Anschließend erklärt er, dass er Wile E. nicht als Feind sieht. Für ihn gehört der Kojote zu seinem Leben, und er möchte wissen, ob er nach alledem wieder in die Wüste zurückkehren wird.

Coyote vs Acme

Das trifft Wile E. stärker als das Urteil über ACME. Während der Anhörung hat er längst eine weitere Falle vorbereitet, mit der er Road Runner endlich erwischen könnte. Nun lässt er ihn ziehen. Damit erklärt der Film die berühmteste Jagd der Looney Tunes nicht plötzlich für beendet. Später stehen beide wieder in der Wüste, Road Runner rennt los und Wile E. setzt ihm hinterher. Nur wissen wir jetzt, dass zwischen ihnen mehr steckt als Hass und Hunger. Ihre Verfolgungsjagd ist zu einer Beziehung geworden, die beide offenbar brauchen.

Bugs Bunny hat den Beweis, der ACME doch noch zu Fall bringt

Dass ACME die Anhörung übersteht, bedeutet allerdings nicht, dass der Konzern gewonnen hat. Wile E. benutzt seine vorbereitete Falle schließlich gegen Buddy Crane (John Cena) und Foghorn und sperrt beide ein. Kevin kehrt anschließend mit seiner Nichte Paige (Lana Condor) nach Albuquerque zurück und entdeckt vor der Kanzlei zahlreiche weitere Cartoons, die ebenfalls gegen ACME vorgehen wollen. Wile E. ist also keineswegs der vereinzelte Pechvogel, als den das Unternehmen ihn dargestellt hat.

Coyote vs Acme

Den entscheidenden Schlag liefert allerdings Bugs Bunny. Er schickt Kevin Aufnahmen aus Project Sisyphus und damit den Nachweis, der bei der Anhörung noch gefehlt hat. So lässt sich nun zeigen, dass ACME Cartoons tatsächlich systematisch für seine gefährlichen Produkttests benutzt hat. Die Behörden durchsuchen das Unternehmen, Buddy und Foghorn werden festgenommen, und auch der verschwundene Wissenschaftler Dr. Lorre kommt wieder frei.

Coyote vs Acme

Paige steigt später zur Partnerin in Kevins Kanzlei auf. Wile E. gewinnt seinen Kampf gegen ACME also nicht in dem Moment, in dem alle damit rechnen, sondern erst, nachdem seine Niederlage bereits besiegelt schien.

Die Geschichte hinter dem Film macht dieses Ende noch bissiger

Kaum ein Film hätte sich ein passenderes Schicksal aussuchen können. Warner Bros. wollte den bereits fertiggestellten Coyote vs. ACME zunächst gar nicht veröffentlichen und stellte ihn 2023 zurück. Erst nach heftigen öffentlichen Reaktionen bekam das Projekt doch noch eine Zukunft; Ketchup Entertainment sicherte sich schließlich die weltweiten Rechte und brachte den Film 2026 ins Kino.

Dadurch bekommt die Handlung über einen kleinen, notorisch erfolglosen Außenseiter, der gegen einen mächtigen Konzern kämpft, eine zweite Ebene, die bei der Produktion kaum so geplant gewesen sein kann. Auch der Abspann lässt diese Vorgeschichte nicht unter den Tisch fallen. Eine klassische Post-Credit-Szene gibt es nicht, stattdessen bedankt sich der Film bei den Fans, die sich für seine Veröffentlichung eingesetzt haben. Und Wile E.? Der läuft längst wieder durch die Wüste hinter Road Runner her.

01

Coyote vs. Acme
Coyote vs. Acme

Coyote vs. Acme

2026

Die Geschichte spielt im ACME-Lagerhaus, wo all die verrückten Produkte hergestellt werden, die von den Looney Tunes benutzt werden.

Über diese Liste

Titel

1

Gesamtkosten fürs Ansehen

14,99 €

Gesamtlaufzeit

1h 43min

Genres

Action & Abenteuer, Animation, Fantasy

Wo kann ich die Titel von dieser Liste online anschauen?

Der Titel in dieser Liste ist noch bei keinem Streamingdienst verfügbar.