
Nicht nur "Stranger Things": 10 populäre Filme und Serien, die ihre eigene Animationsserie bekamen
Es gibt Franchises, die einfach nicht loslassen. Kaum ist eine Welt groß genug geworden, will sie plötzlich nicht mehr nur im Kino oder im Abendprogramm existieren, sondern auch am Samstagmorgen, zwischen Cornflakes, Sofa und Fernbedienung. Genau an diesem Punkt wird es oft richtig interessant, weil aus düsteren Stoffen plötzlich bunte Abenteuer werden, aus Stars gezeichnete Figuren und aus klaren Endpunkten neue Nebentüren.
Dass Netflix mit Stranger Things: Tales From ’85 genau jetzt denselben Weg geht und die Serie im April 2026 als animiertes Spin-off fortsetzt, fühlt sich deshalb weniger wie eine schräge Ausnahme an als wie die Wiederbelebung einer alten Fernsehtradition. Welche Filme und Serien diesen Weg außerdem gegangen sind und was dabei herauskam, zeigt diese Liste.
Die Grundidee von Ghostbusters war schon immer viel zu gut, um sie bei ein paar Kinofilmen stehen zu lassen. Eine Truppe leicht überforderter Geisterjäger, schleimige Kreaturen, kaputte Technik und eine Stadt, die ständig kurz vor der nächsten Spukkatastrophe steht, das ist praktisch ein Serienmotor. Die echten Ghostbusters hat genau daraus Kapital geschlagen und das Ganze so umgebaut, dass die Welt vertraut blieb, aber deutlich kinderfreundlicher und episodischer wurde. Interessant ist dabei, dass die Serie nicht einfach nur den Film weichspült.
Sie hält an dem Gespensterfundament fest, gibt dem Ganzen aber mehr Tempo, mehr Monster der Woche und deutlich mehr Slimer, als irgendjemand ernsthaft gebraucht hätte. Dass das Ganze trotzdem funktioniert, liegt daran, dass diese Mischung aus Grusel, Blödsinn und Teamchemie im gezeichneten Format genauso trägt wie auf der Leinwand.
Die Maske wirkt über weite Strecken wie ein Realfilm, der eigentlich lieber ein Cartoon wäre. Stanley Ipkiss zieht das Ding übers Gesicht, und plötzlich gelten andere Gesetze - eher Tex Avery als normale Physik. Die Maske: Animated Series hat genau dieses Prinzip genommen und hemmungslos weitergedacht. Explosionen, Verwandlungen, absurde Gags und völlig überdrehte Gegner wirken hier nicht wie Ausreißer, sondern wie Grundzustand. Was den Reiz trotzdem erhält, ist der schüchterne Versicherungsangestellte darunter, der mit seiner grünen Albtraumversion irgendwie klarkommen muss.
Ohne diesen Kontrast wäre das bloßer Klamauk. Mit ihm hat die Serie einen echten Kern, der sie über reines Gag-Feuerwerk hinaushebt.
Zurück in die Zukunft ist eines dieser Konzepte, bei denen man schon während des Films merkt, dass noch längst nicht alle Türen geöffnet wurden. Zeitreisen sind nun mal ein Geschenk für serielle Erzählungen, weil man sich mit jeder Folge einen neuen historischen Spielplatz bauen kann. Die animierte Serie hat das sehr direkt genutzt und Marty, Doc, Clara, Jules, Verne und sogar Einstein auf weitere Trips durch Epochen und Katastrophen geschickt. Gerade das macht den Reiz aus: Statt den Mythos des Originals ehrfürchtig zu konservieren, lässt Zurück in die Zukunft die Figuren einfach weiterziehen. Das Ergebnis ist leichter, kindlicher und deutlich verspielter als die Filme, aber nie respektlos gegenüber dem Kern der Reihe.
Zurück in die Zukunft trägt seine Cartoon-Logik nach außen und macht aus dem Zeitreise-Gimmick eine richtige Abenteuer-Maschine. Man spürt sofort, warum gerade dieses Franchise im TV weiterleben wollte.
Jim Carreys Performance in Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv war schon im Film so überzeichnet, dass der Sprung ins Animierte beinahe natürlicher wirkte als jede realistische Fortsetzung.
Ace Ventura: Pet Detective nimmt die Tierdetektiv-Idee, dreht den Blödsinn hoch und tut so, als wäre diese Figur schon immer für Cartoons erfunden worden. Das Erstaunliche daran ist weniger, dass es funktioniert, sondern wie konsequent es funktioniert. Ace bleibt ein wandelndes Chaos, aber im Zeichentrick darf dieses Chaos endlich völlig hemmungslos durchdrehen, ohne dass irgendjemand auf die Bremse tritt. Die Serie steht und fällt komplett mit dieser Figur. Wenn sie nervt, ist alles vorbei. Wenn sie zündet, trägt sie den ganzen Laden im Alleingang, und in dieser Serie zündet sie meistens.
Bei Godzilla liegt der Reiz nicht nur in der Zerstörung, sondern in der schieren Größe einer Idee, die sich nie wirklich einfangen lässt. Der Film von 1998 stellt dieses Monster als unkontrollierbare Naturgewalt in eine moderne Großstadt und spielt genau mit diesem Gefühl von Überforderung. Die Zeichentrickserie Godzilla - Die Serie dreht diesen Ansatz klug weiter, statt ihn einfach zu wiederholen. Plötzlich ist Godzilla nicht mehr nur das Problem, sondern Teil der Lösung, ohne dabei jemals wirklich berechenbar zu werden.. Entscheidend ist dabei, dass die Serie das Monster nicht entschärft, sondern neu einordnet. Godzilla bleibt gefährlich, bleibt unberechenbar, aber wird gleichzeitig zu einer Figur, auf die man sich verlassen muss, ob man will oder nicht.
Diese Mischung gibt dem Stoff eine Dynamik, die der Film nur andeutet. Man merkt schnell, wie viel besser dieses Konzept in einem Format funktioniert, das sich Zeit nehmen darf, seine eigene Monsterwelt Stück für Stück auszubauen.
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ALF - Erinnerungen an Melmac
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Men in Black - Die Serie




































