Nicht nur "Stranger Things": 10 populäre Filme und Serien, die ihre eigene Animationsserie bekamen

Nicht nur "Stranger Things": 10 populäre Filme und Serien, die ihre eigene Animationsserie bekamen

Nora Henze
Nora Henze

Veröffentlicht am 20. April 2026

Aktualisiert am 05. Mai 2026

Es gibt Franchises, die einfach nicht loslassen. Kaum ist eine Welt groß genug geworden, will sie plötzlich nicht mehr nur im Kino oder im Abendprogramm existieren, sondern auch am Samstagmorgen, zwischen Cornflakes, Sofa und Fernbedienung. Genau an diesem Punkt wird es oft richtig interessant, weil aus düsteren Stoffen plötzlich bunte Abenteuer werden, aus Stars gezeichnete Figuren und aus klaren Endpunkten neue Nebentüren. 

Dass Netflix mit Stranger Things: Tales From ’85 genau jetzt denselben Weg geht und die Serie im April 2026 als animiertes Spin-off fortsetzt, fühlt sich deshalb weniger wie eine schräge Ausnahme an als wie die Wiederbelebung einer alten Fernsehtradition. Welche Filme und Serien diesen Weg außerdem gegangen sind und was dabei herauskam, zeigt diese Liste.

Netflix hat mit Stranger Things jahrelang bewiesen, dass Achtzigerjahre-Nostalgie kein billiger Trick sein muss, sondern echtes emotionales Gewicht tragen kann. Dass die Serie jetzt als animiertes Spin-off weiterlebt, klingt zunächst nach einer dieser Entscheidungen, über die man erst die Augen rollt und dann doch überrascht wird. Tales From '85 schickt die Hawkins-Gruppe zurück in den Kampf gegen den Upside Down, diesmal gezeichnet, aber mit derselben feucht-düsteren Atmosphäre, die die Originalserie so unverwechselbar gemacht hat. Der Schritt ins Animierte nimmt dem Stoff nichts weg, sondern gibt ihm Spielraum zurück. Die Creature-Designs dürfen endlich dorthin, wo ein reales Set-Budget sie nie hingelassen hätte. Der Humor sitzt lockerer, und die jüngeren Figuren bekommen eine Energie zurück, von der man gar nicht wusste, dass man sie vermisst hat.

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Beetlejuice
Beetlejuice

Beetlejuice

1989

Tim Burton hat mit Beetlejuice einen Charakter erschaffen, der sich von Anfang an kaum bändigen lässt. Der Film lebt von krummen Räumen, grotesken Einfällen und einem Humor, der ständig so wirkt, als würde gleich noch etwas viel Seltsameres um die Ecke kommen. Beetlejuice hat das nicht einfach kopiert, sondern daraus ein echtes Eigenleben entwickelt. Aus dem anarchischen Chaosmacher wurde ein ziemlich eingespieltes Duo mit Lydia, und gerade diese Verschiebung gibt der Serie ihren eigenen Rhythmus. Beetlejuice funktioniert hier weniger als Horrorfigur und mehr als hyperaktiver Türöffner in eine Welt, in der Logik sowieso Hausverbot hat. Das fühlt sich nie nach Pflichtprogramm an, sondern nach echter Lust an Übertreibung, und das ist im Animationsformat dieser Ära keine Selbstverständlichkeit.

Die Grundidee von Ghostbusters war schon immer viel zu gut, um sie bei ein paar Kinofilmen stehen zu lassen. Eine Truppe leicht überforderter Geisterjäger, schleimige Kreaturen, kaputte Technik und eine Stadt, die ständig kurz vor der nächsten Spukkatastrophe steht, das ist praktisch ein Serienmotor. Die echten Ghostbusters hat genau daraus Kapital geschlagen und das Ganze so umgebaut, dass die Welt vertraut blieb, aber deutlich kinderfreundlicher und episodischer wurde. Interessant ist dabei, dass die Serie nicht einfach nur den Film weichspült.

Sie hält an dem Gespensterfundament fest, gibt dem Ganzen aber mehr Tempo, mehr Monster der Woche und deutlich mehr Slimer, als irgendjemand ernsthaft gebraucht hätte. Dass das Ganze trotzdem funktioniert, liegt daran, dass diese Mischung aus Grusel, Blödsinn und Teamchemie im gezeichneten Format genauso trägt wie auf der Leinwand. 

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Die Maske
Die Maske

Die Maske

1995

Die Maske wirkt über weite Strecken wie ein Realfilm, der eigentlich lieber ein Cartoon wäre. Stanley Ipkiss zieht das Ding übers Gesicht, und plötzlich gelten andere Gesetze - eher Tex Avery als normale Physik. Die Maske: Animated Series hat genau dieses Prinzip genommen und hemmungslos weitergedacht. Explosionen, Verwandlungen, absurde Gags und völlig überdrehte Gegner wirken hier nicht wie Ausreißer, sondern wie Grundzustand. Was den Reiz trotzdem erhält, ist der schüchterne Versicherungsangestellte darunter, der mit seiner grünen Albtraumversion irgendwie klarkommen muss.

Ohne diesen Kontrast wäre das bloßer Klamauk. Mit ihm hat die Serie einen echten Kern, der sie über reines Gag-Feuerwerk hinaushebt.

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Zurück in die Zukunft ist eines dieser Konzepte, bei denen man schon während des Films merkt, dass noch längst nicht alle Türen geöffnet wurden. Zeitreisen sind nun mal ein Geschenk für serielle Erzählungen, weil man sich mit jeder Folge einen neuen historischen Spielplatz bauen kann. Die animierte Serie hat das sehr direkt genutzt und Marty, Doc, Clara, Jules, Verne und sogar Einstein auf weitere Trips durch Epochen und Katastrophen geschickt. Gerade das macht den Reiz aus: Statt den Mythos des Originals ehrfürchtig zu konservieren, lässt Zurück in die Zukunft die Figuren einfach weiterziehen. Das Ergebnis ist leichter, kindlicher und deutlich verspielter als die Filme, aber nie respektlos gegenüber dem Kern der Reihe.

Zurück in die Zukunft trägt seine Cartoon-Logik nach außen und macht aus dem Zeitreise-Gimmick eine richtige Abenteuer-Maschine. Man spürt sofort, warum gerade dieses Franchise im TV weiterleben wollte. 

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Ace Ventura
Ace Ventura

Ace Ventura

1995

Jim Carreys Performance in Ace Ventura – Ein tierischer Detektiv war schon im Film so überzeichnet, dass der Sprung ins Animierte beinahe natürlicher wirkte als jede realistische Fortsetzung.

Ace Ventura: Pet Detective nimmt die Tierdetektiv-Idee, dreht den Blödsinn hoch und tut so, als wäre diese Figur schon immer für Cartoons erfunden worden. Das Erstaunliche daran ist weniger, dass es funktioniert, sondern wie konsequent es funktioniert. Ace bleibt ein wandelndes Chaos, aber im Zeichentrick darf dieses Chaos endlich völlig hemmungslos durchdrehen, ohne dass irgendjemand auf die Bremse tritt. Die Serie steht und fällt komplett mit dieser Figur. Wenn sie nervt, ist alles vorbei. Wenn sie zündet, trägt sie den ganzen Laden im Alleingang, und in dieser Serie zündet sie meistens.

Bei Godzilla liegt der Reiz nicht nur in der Zerstörung, sondern in der schieren Größe einer Idee, die sich nie wirklich einfangen lässt. Der Film von 1998 stellt dieses Monster als unkontrollierbare Naturgewalt in eine moderne Großstadt und spielt genau mit diesem Gefühl von Überforderung. Die Zeichentrickserie Godzilla - Die Serie dreht diesen Ansatz klug weiter, statt ihn einfach zu wiederholen. Plötzlich ist Godzilla nicht mehr nur das Problem, sondern Teil der Lösung, ohne dabei jemals wirklich berechenbar zu werden.. Entscheidend ist dabei, dass die Serie das Monster nicht entschärft, sondern neu einordnet. Godzilla bleibt gefährlich, bleibt unberechenbar, aber wird gleichzeitig zu einer Figur, auf die man sich verlassen muss, ob man will oder nicht.

Diese Mischung gibt dem Stoff eine Dynamik, die der Film nur andeutet. Man merkt schnell, wie viel besser dieses Konzept in einem Format funktioniert, das sich Zeit nehmen darf, seine eigene Monsterwelt Stück für Stück auszubauen.

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Die Enterprise
Star Trek - Raumschiff Enterprise als Zeichentrickserie klingt heute völlig selbstverständlich, damals war das fast eine elegante Überlebensstrategie. Die Originalserie war längst Kult, aber eben auch teuer und in ihrem Live-Action-Rahmen nicht immer so frei, wie ihre Ideen es verlangt hätten. Die Enterprise konnte genau dort ansetzen. Das Universum ließ sich plötzlich weiter aufblasen, ohne dass jede fremde Welt nach denselben Studiowänden aussehen musste. Spannend ist dabei, wie ernst die Serie ihren Stoff behandelt. Das ist kein albernes Kinderanhängsel, sondern eine Fortsetzung, die weiter über Diplomatie, Moral und das Unbekannte nachdenkt, nur eben gezeichnet. Die Serie wirkt deshalb nicht wie ein Ausflug, sondern wie ein fehlendes Bindeglied in einem Franchise, das ohnehin immer größer dachte als seine Mittel es erlaubten.

09

ALF - Erinnerungen an Melmac

1987

Bei ALF lag der Fall wieder anders. Die Live-Action-Serie lebt stark davon, dass dieser rotzige außerirdische Gast mitten in einer ganz normalen Vorstadtfamilie sitzt und mit seinem dauernden Gelaber alles aus dem Takt bringt. Die Zeichentrickserie entschied sich deshalb für einen smarten Umweg und ging zurück nach Melmac. Aus dem Sofa-Störenfried wurde in ALF: Erinnerungen an Melmac plötzlich Gordon Shumway vor seiner Bruchlandung auf der Erde, also eine Art Vorgeschichte statt bloßer Wiederholung. Genau das macht die Sache so interessant. Der Humor bleibt erhalten, aber die Welt darf jetzt viel größer, fremder und absurder aussehen als im Sitcom-Wohnzimmer. ALF verliert dadurch ein Stück seiner Erdung, gewinnt aber eine ganz neue Spielfläche. Und dass jemand dabei erkannt hat, dass man denselben Witz nicht einfach zweimal erzählen sollte, ist in diesem Genre alles andere als selbstverständlich.
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10

Men in Black - Die Serie

1997

Bei Men in Black geht es ohnehin schon um eine Welt, die sich größer anfühlt als das, was ein einzelner Film zeigen kann. Hinter jeder U-Bahn-Tür, in jedem Schließfach und vermutlich auch in jeder Warteschlange könnte irgendetwas Nichtmenschliches lauern. Genau deshalb funktionierte der Schritt zur Zeichentrickserie fast erschreckend gut. Men in Black: Die Serie machte aus dem coolen Sci-Fi-Konzept kein billiges Nebenprodukt, sondern ein Format, das den Alltag von J und K endlich ausreizen konnte. Plötzlich war da Platz für mehr Monster, mehr Behördenwahnsinn und mehr von diesem trocken albernen Ton, der schon den Film getragen hat. Das Schöne daran ist, dass die Serie nicht verzweifelt versucht, größer zu sein als das Kinooriginal. Sie versteht, dass gerade dieser Mix aus Deadpan, Großstadtparanoia und lässigem Geheimdienstquatsch der eigentliche Reiz von Men in Black ist.
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Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

48,96 €

Gesamtlaufzeit

222h 43min

Genres

Animation, Science-Fiction, Kinder & Familie

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Auf dieser Liste befinden sich 10 Titel und du kannst 1 von ihnen auf Netflix anschauen. 6 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 1 Titel Netflix
  2. 1 Titel Netflix Standard with Ads
  3. 1 Titel Joyn
  4. 1 Titel Paramount Plus
  5. 1 Titel Pluto TV