
Vom Spider-Man zum „Spoiler-Man“: 8 Mal verriet Tom Holland Marvel-Geheimnisse
Es gibt PR-Profis bei Marvel, die seit Jahren denselben Albtraum haben. Er trägt oft Kapuzenpulli und heißt Tom Holland. Sobald der Spider-Man-Star öffentlich spricht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine geheime Info aus ihm herauspurzelt – während seine Kollegen neben ihm versuchen, im richtigen Moment einzugreifen. Manchmal aber ist es dafür einfach zu spät. So lief es zuletzt wieder.
Während der Pressetour zu Spider-Man: Brand New Day (2026) hat Holland mal eben gespoilert, dass der Zauber aus Spider-Man: No Way Home (2021), der Peter Parker aus dem Gedächtnis der ganzen Welt löschen sollte, nicht vollständig gewirkt hat. Seinen Spitznamen „Spoiler-Man“ hat sich Holland natürlich nicht selbst ausgedacht: Er hat ihn sich seit 2016 mit beeindruckender Konsequenz erarbeitet.
Der „Brand New Day“-Spoiler
In einem aktuellen Gespräch über die Nachwirkungen von No Way Home deutete Holland an, dass sich doch noch jemand daran erinnert, dass Peter Parker und Spider-Man dieselbe Person sind. Bevor er einen Namen nennen konnte, sprang Zendaya dazwischen und unterbrach ihn.

Ganz nebenbei klärte Holland damit eines der größten Rätsel des Films: MJ und Ned (Jacob Batalon) wissen sehr wohl noch, dass es Spider-Man gibt und was sie mit ihm erlebt haben. Vergessen haben sie nur, wer hinter der Maske steckt. Diese feine Unterscheidung beschäftigte Fans monatelang – Holland aber erklärte sie zwischen zwei Lachern, während Zendaya sichtlich versuchte, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken.
Das Spinnennetz-Geheimnis
Solche Szenen begleiten Holland seit seinem ersten MCU-Auftritt 2016 in The First Avenger: Civil War (2016). Noch vor dem Start seines ersten Solofilms fing er in einem Interview an zu erzählen, dass der MCU-Spider-Man verschiedene Arten von Spinnennetz einsetzen wird.

Er brach den Satz mitten im Wort ab und versuchte, sich noch herauszuwinden. Funktioniert hat das naturgemäß nicht.
Der See-Patzer
2017 plauderte er dann in einer Facebook-Live-Runde zu Spider-Man: Homecoming (2017) aus, dass Spider-Man im Lauf des Films vom Vulture (Michael Keaton) in einen See geworfen wird.

Sekunden später dämmerte ihm, dass er gerade eine der größten Actionszenen des Films verraten hatte.
Der Fortsetzungsversprecher
Im selben Jahr legte er bei AlloCiné nach und kündigte beiläufig an, Peter Parker habe noch Raum, sich „in den nächsten beiden Filmen“ zu entwickeln. Damals hatte Marvel noch keine weiteren Spider-Man-Filme offiziell bestätigt. Holland nahm die Ankündigung einfach vorweg.
Das Filmplakat-Fiasko
Den absoluten Höhepunkt seines Spoiler-Schaffens hatte er rund um Avengers: Infinity War (2018). Marvel schickte ihm das offizielle Filmplakat in einer Box, auf der ein Zettel mit dem sinngemäßen Hinweis lag, dass darin Spoiler stecken.
Holland öffnete sie vor laufender Kamera in einem Instagram-Livestream.
Der Titel-Leak
2018 entschuldigte sich Holland in einem Instagram-Video noch bei seinen Fans, weil es angeblich „keine großen Neuigkeiten“ zu Spider-Man 2 gebe. Sekunden später hob er jedoch sein iPad in die Kamera – und darauf war deutlich der Titel Spider-Man: Far From Home zu lesen.

Ob Absicht oder Versehen, darüber wird bis heute diskutiert. Marvel und Sony bestätigten den Titel kurz darauf offiziell.
Der All-Spoiler
Bei einem späteren Pressetermin platzte er mitten in einer Anekdote über angeblich gefälschte Drehbücher heraus: „Spider-Man’s in space!“ Also: „Spider-Man ist im Weltraum!“ Was er für Marvels Täuschungsmanöver hielt, war die Wahrheit. Wer das damals hörte, wusste Wochen vor allen anderen, wo ein großer Teil des Films spielt.
Spider-Mans Schicksal
Noch heikler wurde es vor dem Kinostart von Avengers: Endgame (2019). Holland verriet, dass Spider-Man: Far From Home (2019) nach den Ereignissen von Endgame spielt. Damit war faktisch klar, dass Peter Parker den Cliffhanger aus Infinity War überlebt.

Marvel hatte Peter Parkers vermeintlichen Tod als emotionalen Schlusspunkt von Infinity War aufgebaut, Holland nahm dieser Inszenierung mit einem einzigen Nebensatz den Boden, Wochen vor Filmstart.
Was Marvel inzwischen dagegen tut
Das Studio hat reagiert. Berichten zufolge bekommt Holland heute nur noch die Seiten mit seinen eigenen Szenen statt eines vollständigen Drehbuchs. Bei Pressetouren wird er auffällig oft an die Seite von Benedict Cumberbatch (Doctor Strange) gesetzt, der in solchen Momenten höflich, aber bestimmt das Gespräch übernimmt, sobald Holland in Richtung Spoiler-Klippe steuert. Auch Zendayas Reflex, ihn einzubremsen, gehört mittlerweile zum Standardrepertoire jeder Promo-Runde. Man könnte fast meinen, der gesamte Cast trainiert das in einer Art Erste-Hilfe-Kurs.

Aus dem PR-Albtraum ist im Lauf der Jahre ein eigenes Genre geworden. Fans schauen seine Interviews längst aus einem anderen Grund: Sie wollen die Patzer sehen. Halb begonnene Antworten und nervöse Themenwechsel werden in Sekundenschnipseln auf TikTok zerlegt und kommentiert.
Manche dieser Ausrutscher wirken so gut platziert, dass man sich fragen darf, ob hier wirklich noch jemand versehentlich etwas verrät. Holland selbst spielt inzwischen mit. Bis zum deutschen Kinostart von Brand New Day am 30. Juli stehen ihm noch einige Mikrofone gegenüber. Statistisch betrachtet sollte das für mindestens drei weitere Spoiler reichen.







































