Warum Tom Holland seine Rolle nach „Spider-Man“ fürchtet – und das gut ist

Warum Tom Holland seine Rolle nach „Spider-Man“ fürchtet – und das gut ist

Veröffentlicht am13. August 2026

Aktualisiert am13. August 2026

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Tom Holland ist als Spider-Man von Wolkenkratzern gesprungen und hat sich mit Aliens geprügelt, ohne dabei groß ins Schwitzen zu geraten. Gerade war Tom Holland noch für Spider-Man: Brand New Day (2026) auf großer Pressetour, da wartet schon die nächste Herausforderung. Und ausgerechnet die jagt dem 30-Jährigen nach eigener Aussage gehörig Angst ein: Tanzen wie Fred Astaire.

In der US-Frühstückssendung „Good Morning America“ erzählte Holland, seine ersten Proben für das geplante Biopic über die Hollywood-Legende hätten ihn mit „Vorfreude und blanker Angst“ erfüllt. Er habe noch enorm viel Arbeit vor sich, um Astaire gerecht zu werden. Angekündigt hatte Holland das Projekt bereits Ende 2021, danach wurde es lange still darum. Wer seine Karriere kennt, weiß allerdings: Dass ausgerechnet das Tanzen Holland solche Angst macht, ist beinahe paradox.

Wer ist Fred Astaire?

Wer mit dem Namen wenig anfangen kann, dem sei kurz geholfen: Fred Astaire war über Jahrzehnte hinweg der Maßstab für Eleganz im Hollywood-Tanzfilm. In den 1930er- und 1940er-Jahren wirbelte er, meist an der Seite von Ginger Rogers, so mühelos über die Leinwand, dass seine Bewegungen bis heute schwerelos aussehen. Klassiker wie Ich tanz’ mich in dein Herz hinein (1935) machten das Tanzpaar weltberühmt.

Fred Astaire

Hinter dieser Leichtigkeit steckte allerdings enorme Präzision: Astaire probte seine Nummern akribisch und wiederholte Aufnahmen, bis die Bewegungen genau seinen Vorstellungen entsprachen. Genau das macht die Rolle für Holland so heikel. Er soll eine Ikone verkörpern, deren Ruf bis heute auf scheinbar müheloser technischer Perfektion beruht – und dafür reicht solides Tanzen nicht. Gegen diese Messlatte muss Holland nun antreten, körperlich wie schauspielerisch.

Holland macht es sich absichtlich schwer

Holland belässt es nicht bei der ohnehin schon gewaltigen Herausforderung, die Rolle überhaupt zu stemmen. Er will sämtliche Tanzszenen selbst übernehmen, ganz ohne Doubles, und sie möglichst in langen, durchgehenden Einstellungen drehen – ganz in der Tradition Astaires. Für heutige Verhältnisse ist das beinahe eine kleine Provokation. Moderne Musical- und Actionfilme zerlegen Bewegung gern in zahlreiche kurze Einstellungen, verstecken Doubles im Schnitt und können schwierige Momente in der Nachbearbeitung korrigieren.

Astaire dagegen legte großen Wert darauf, dass die Kamera den ganzen Körper zeigte und seine Choreografien möglichst ohne hektische Schnitte zur Geltung kamen. Wer so dreht, hat kaum ein Sicherheitsnetz. Geht ein entscheidender Schritt schief, lässt er sich nicht einfach im Schnitt kaschieren. Dass Holland sich genau dieser Herausforderung freiwillig stellt, sagt einiges über seinen Anspruch aus.

Die Angst gehört diesmal zum Plan

Am Ende ist es vermutlich gerade dieses Risiko, das die Sache so reizvoll macht. Holland kam vom Tanz, lange bevor er zum Superhelden wurde. Als Kind stand er jahrelang in der Londoner West-End-Produktion von Billy Elliot auf der Bühne, in der Titelrolle eines Jungen, der sich gegen alle Widerstände das Ballett erkämpft. Dorthin kehrt er nun zurück, in eben das Handwerk, das ihn überhaupt erst nach Hollywood gebracht hat.

Tom Holland als Kind

Nach Jahren im gut geölten Getriebe des Marvel-Universums, in dem ein Netz aus Stuntleuten, Greenscreens und Spezialeffekten fast jeden Fehler auffängt, entscheidet er sich bewusst für ein Projekt, an dem er scheitern kann. Die Dreharbeiten sollen laut Holland erst beginnen, sobald diese Promo-Tour abgeschlossen ist. Also bald.

Hinter der Kamera steht mit Paul King immerhin ein Regisseur, der mit Paddington (2014) und Wonka (2023) gezeigt hat, dass er große Gefühle und aufwendige Musiknummern zusammenbringt. Ob das Wagnis aufgeht, kann derzeit niemand sagen. Ein Schauspieler aber, der sich lieber fürchtet, statt auf Nummer sicher zu gehen, ist allemal spannender als einer, der bloß das nächste garantierte Franchise abarbeitet.

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Titel

2

Gesamtlaufzeit

4h 4min

Genres

Action & Abenteuer, Komödien, Musik & Musical

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