„The Shards“: Das Ende der Staffel erklärt – Wer ist der Trawler?

„The Shards“: Das Ende der Staffel erklärt – Wer ist der Trawler?

Veröffentlicht am17. September 2026

Aktualisiert am17. September 2026

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Wer das Buch kennt, dürfte es spätestens zur Hälfte der Staffel bemerkt haben: Nach neun Folgen von The Shards (2026) wird noch nicht das Ende erreicht sein, das Bret Easton Ellis in seinem gleichnamigen Roman angelegt hat. Und tatsächlich stehen nach dem Finale der Staffel noch essenzielle Teile der Vorlage bevor, während zugleich neue Rätsel aufgeworfen werden. Was also bedeutet dieses vorläufige Ende – und wie könnte es nun weitergehen? Eine Übersicht über die wichtigsten Fragen nach dem Finale.

Neue Fragen für Staffel 2: Wer hat Terry geschubst?

„Eine der intimsten Arten, jemanden zu töten, ist, ihn aus großer Höhe zu stoßen“, erklärt Bret (Igby Rigney) nüchtern aus dem Off zu Beginn des Finales. Und dabei ist genau das zu sehen: Terry Schaefer (Wes Bentley) stürzt während der Halloweenparty in seiner Villa über das Geländer im ersten Stock und schlägt unten auf. Ein Unfall war es offenbar nicht. Jemand hat nachgeholfen – nur wer?

Wie Bret selbst feststellt, mangelt es nicht an Verdächtigen: Praktisch jeder, der sich an diesem Abend im Haus befindet, hat einen Grund, Terry etwas anzutun. Auch Bret selbst, denn der fühlt sich vom Produzenten nicht nur benutzt, sondern vermutet obendrein Terry selbst als Urheber des kompromittierenden Videos, das sie beide beim Sex zeigt. Ihn nun loszuwerden, würde für Bret zugleich bedeuten, die größte Bedrohung für sein Doppelleben loszuwerden.

Auch Liz (Evan Rachel Wood), Terrys Ehefrau, hat allen Grund zur Wut. Die Untreue ihres Mannes und die Demütigungen, die damit einhergehen, haben ihre Ehe vergiftet. Tochter Debbie (Hayes Warner) hat ebenfalls gute Gründe, Terry zu hassen. Wie die Folge nach dem Opener offenbart, hat auch sie das Video erhalten, das ihren Vater mit ihrem Freund Bret zeigt.

Sogar Susan (Kaia Gerber) dichtet Bret ein Motiv an, wenn auch ein deutlich weniger überzeugendes: Sie macht Terry dafür verantwortlich, das Leben ihrer Freundin Debbie zerstört und Bret bedroht zu haben. Und Thom (Graham Campbell), so Bret weiter, hat sich in der Zeit vor dem Vorfall plötzlich gewaltbereit gezeigt. Sein schwieriges Verhältnis zu Vaterfiguren mache Terry außerdem zu einem denkbaren Ziel für seine aufgestaute Aggression.

Und dann gibt es schließlich noch Robert (Homer Gere), dem Bret ohnehin misstraut und den er für den Serienmörder hält, der unter den Reichen und Schönen der Stadt als der „Trawler“ für Angst sorgt. Obendrein, so fügt er an, kam Roberts Mutter unter Umständen ums Leben, die Terrys Sturz auf unheimliche Weise ähneln.

Der Pferdekopf in Debbies Bett: Kommt der Trawler näher?

Was in der Halloween-Nacht tatsächlich passiert ist, lässt das Finale offen. Dafür zeigt es nach dem vorweggenommenen Sturz zunächst, wie die Situation der Freundesgruppe schon vorher zunehmend eskaliert.

Debbie nutzt besagtes Video zunächst dafür, Forderungen an ihren Vater zu stellen: Von nun an soll er ihr geben, was sie will. Dazu gehört neben einem Screentest für eine bedeutende Filmrolle auch die aufwendige Halloweenparty, die er für seine Tochter ausrichten muss und die später zum Schauplatz seines Sturzes wird.

Vor der Feier treffen zunächst Susan und Thom noch einmal aufeinander, obwohl ihre Beziehung zu diesem Zeitpunkt bereits beendet ist. Thom will die Trennung allerdings nicht akzeptieren und versucht in seiner Verzweiflung, Susan mit einem Heiratsantrag zurückzugewinnen. Die Aktion gerät erwartungsgemäß zur unangenehmen Szene, bis Debbie einschreitet und ihre Freundin aus der Situation befreit.

Viel Zeit, über Thoms immer seltsames Verhalten zu sprechen, bleibt den beiden Freundinnen nicht. In Debbies Zimmer wartet bereits der nächste Schock: Im Bett liegt der abgetrennte Kopf ihres Pferdes Spirit. Damit scheint der Trawler seinem nächsten möglichen Opfer gefährlich nahe gekommen zu sein. Schließlich passt der verstörende Einsatz von getöteten Haustieren zu dem Muster des Serienmörders.

Eindeutig dem Trawler zuschreiben lässt sich die Tat allerdings ebenso wenig wie viele andere Verbrechen der Staffel. Liz bringt gegenüber Steven sogar ihren eigenen Mann als möglichen Täter ins Spiel, immerhin sei ihm das Pferd seiner Tochter aufgrund der hohen Kosten, die es verursacht, schon lange ein Dorn im Auge gewesen.

Thom, Robert, der Trawler: Wer hat Susan angegriffen?

Noch bedrohlicher wird die Situation wenig später für Susan. In ihrem Schlafzimmer wird sie von einer maskierten Gestalt überrascht und angegriffen. Doch bevor sie erkennen kann, wer sich hinter der Maske verbirgt, taucht Thom auf und präsentiert sich als ihr Retter.

Seine Erklärung wirft allerdings mehr Fragen auf, als sie beantwortet. Thom behauptet, Susan von draußen durch ihr Fenster beobachtet und dabei den Angreifer entdeckt zu haben. Daraufhin sei er ihr zu Hilfe gekommen und habe sich mit dem Unbekannten einen Kampf geliefert. Dieser habe schließlich auf dem Balkon geendet, von dem Thom den Angreifer in die Tiefe gestoßen habe.

Allerdings fehlt von diesem dramatischen Kampf anschließend jede Spur, auch ist am Fuße des Balkons kein Verletzter zu sehen. Dafür weiß Susan nun, dass Thom sie heimlich beobachtet hat. Entsprechend drängt sich ihr ein anderer Verdacht auf: War Thom womöglich selbst der maskierte Angreifer und inszenierte sich danach als Retter, um sie zurückzugewinnen? 

Bemerkenswert ist dabei auch die Parallele, die das Finale zwischen den Ereignissen zieht. Thom will einen unbekannten Angreifer von einem Balkon gestoßen haben, während wenig später Terry tatsächlich nach einem Stoß aus großer Höhe schwer verletzt im Foyer liegt.

Ein weiterer Verdächtiger: War es Steven, der Terry geschubst hat?

Zu den Verdächtigen kommt im Verlauf des Finales noch eine weitere Person hinzu: Terrys Assistent Steven (Jordan Roth). Denn auch zwischen den beiden eskaliert kurz vor der Halloweenparty ein Konflikt, der Steven ein durchaus handfestes Motiv liefert.

Nach Jahren im Schatten seines Chefs fordert Steven endlich die Anerkennung ein, die ihm seiner Meinung nach zusteht. Er liest seit Jahren die Drehbücher, die Terry erreichen, und macht deutlich, dass er sich selbst als einen wesentlichen Teil – wenn nicht gar als das eigentliche Mastermind – hinter dessen Erfolg betrachtet. Nun will er nicht länger nur der Assistent sein, sondern zum Co-Produzenten aufsteigen.

Besonders wichtig ist ihm dabei ausgerechnet Brets Roman „Less Than Zero“, dessen Verfilmung Steven unbedingt realisieren will. Terry denkt jedoch gar nicht daran, seinem Assistenten den gewünschten Aufstieg zu ermöglichen. Stattdessen weist er ihn schroff zurück und macht sich über sein flamboyantes Aussehen lustig. 

Als wäre das nicht genug der Demütigung, macht Terry ihn direkt wieder zum Laufburschen und erinnert ihn daran, seine Hose aus der Reinigung abzuholen. Damit hätte auch Steven einen Grund, sich an Terry zu rächen.

Bret gegen Robert: Wer ist hier eigentlich der Psychopath?

Kurz vor Terrys Sturz spitzt sich auch der Konflikt zwischen Bret und Robert noch einmal zu. Nachdem Robert zunächst mit Terry im Whirlpool sitzt, sucht er Bret auf – und der konfrontiert ihn prompt mit ihrer vermeintlich gemeinsamen Nacht. Robert behauptet jedoch, überhaupt nicht bei ihm gewesen zu sein. Für Bret ist das lediglich ein bekanntes Klischee: der vermeintlich heterosexuelle Mann, der hinterher so tut, als könne er sich an nichts erinnern.

Doch Bret hat noch mehr gegen Robert in der Hand. Er erzählt ihm, mit dessen Tante gesprochen zu haben, die ihren Neffen für einen Psychopathen und gefährlich hält. Vor allem aber kündigt Bret an, sich mit den Ermittlern zu treffen und ihnen alles zu erzählen, was er über Robert herausgefunden zu haben glaubt. Seine Theorie steht schließlich längst fest: Robert ist der Trawler.

Robert lässt sich davon allerdings nicht einschüchtern. Stattdessen hat er selbst Nachforschungen über Brets Eltern angestellt, die sich laut ihm auf einer langen Europa-Reise befinden. Robert konfrontiert Bret nun damit, beim Arbeitgeber von Brets Vater angerufen zu haben: Von einem Urlaub wisse dort niemand, er sei schlicht nicht mehr im Büro erschienen. Damit dreht Robert den Verdacht um und unterstellt Bret, seine Eltern getötet zu haben. 

Wenig später stürzt Terry über das Geländer. Als Bret und Robert am nächsten Tag bei der Polizei auftauchen, um sich gegenseitig zu belasten, warten dort bereits Debbie, Susan, Thom, Liz, Ryan Vaughn und Steven im Verhörraum. Die Ermittler erklären, neue Erkenntnisse zu den Morden an Katherine und Matthew sowie Rhondas Entführung zu haben: Die dafür verantwortliche Person befinde sich in diesem Raum.

Damit endet die Staffel zwar ohne die Enthüllung des Trawlers, macht aber praktisch alle Hauptfiguren zu Verdächtigen.

Wird es eine 2. Staffel von „The Shards“ geben?

Eine zweite Staffel von The Shards ist bislang nicht offiziell bestätigt. Die Gedankenspiele dafür laufen allerdings bereits: Executive Producer Brad Simpson erklärte nach dem Finale, dass die Autoren schon an einer möglichen Fortsetzung arbeiten. Sogar eine bereits geschriebene Palm-Springs-Episode, die nicht mehr in Staffel 1 passte, könnte darin Verwendung finden.

Achtung, Spoiler! Ab hier folgen Details zum Ende des Romans „The Shards“ von Bret Easton Ellis, die den weiteren Verlauf der Serie vorwegnehmen könnten.

Wie endet das Buch „The Shards“?

Wer sich am Ende eine eindeutige Antwort auf die große Frage nach der Identität des Trawlers erhofft, wird sie – sollte die Serie dem Buch folgen – allerdings nicht bekommen. Bret Easton Ellis lässt letztlich offen, wer tatsächlich hinter den Morden steckt. Allerdings deutet sich an, dass Brets immer obsessiver werdender Verdacht gegen Robert Mallory eine falsche Fährte sein könnte, die er als Erzähler der Ereignisse konstruiert, um die Leserinnen und Leser in die Irre zu führen und von sich selbst abzulenken.

Der große Cliffhanger der ersten Staffel – Terrys Sturz und die Frage, wer ihn über das Geländer gestoßen hat – kommt im Buch so übrigens nicht vor. Auffällig ist allerdings, dass die Serie damit ein zentrales Motiv des Romanfinales vorwegnimmt und auf eine andere Figur überträgt: Denn auch dort endet eine entscheidende Konfrontation mit einem Sturz aus großer Höhe.

Dort ist es Robert, der schließlich von einem Balkon stürzt. Bret sucht ihn in einer finalen Konfrontation in seinem Apartment auf. Er beschuldigt Robert, der Trawler zu sein, woraufhin es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung kommt, an deren Ende Robert auf die andere Seite des Balkongeländers gerät, sich aber noch an der Brüstung festhalten kann. Bret könnte ihm helfen, schlägt stattdessen aber auf Roberts Hände ein, bis dieser den Halt verliert und in die Tiefe stürzt. 

Auch wenn einzelne Stationen der Serie bislang von der Vorlage abweichen: Im Gestus des ständigen Zweifels bleibt sie dem Roman treu. Diese Ungewissheit darüber, wem und welcher Version der Ereignisse überhaupt zu trauen ist, die Verweigerung eindeutiger Antworten, macht den Kern von The Shards aus. 

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The Shards
The Shards

The Shards

2026

„The Shards“ spielt im Jahr 1981 in Los Angeles. Im Mittelpunkt steht der 17-jährige Bret Easton Ellis (Igby Rigney), der sein Abschlussjahr an der renommierten Buckley-Privatschule verbringt. Das Gleichgewicht seiner Welt gerät aus den Fugen, als der geheimnisvolle Robert Mallory (Homer Gere) auftaucht – gleichzeitig beginnt ein Serienmörder, bekannt als „The Trawler“, sein Unwesen zu treiben.

Über diese Liste

Titel

1

Gesamtkosten fürs Ansehen

5,99 €

Gesamtlaufzeit

6h 45min

Genres

Drama, Horror, Krimi

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