„The Mandalorian and Grogu“ – Teil 2? Was dafür und was dagegen spricht

„The Mandalorian and Grogu“ – Teil 2? Was dafür und was dagegen spricht

Markus Brandstetter
Markus Brandstetter

Veröffentlicht am 29. Mai 2026

Aktualisiert am 29. Mai 2026

Sieben Jahre keine Star-Wars-Premiere im Kino. Und ausgerechnet eine Streaming-Serie soll das Comeback richten. The Mandalorian and Grogu (2026) ist da, Din Djarin und Grogu sind auf der großen Leinwand angekommen. Die Frage liegt auf der Hand: Kommt ein zweiter Teil? Die kurze Antwort lautet: Jein. Die längere zerfällt in fünf Beobachtungen, und nur wenige davon sind hieb- und stichfest. 

Der Film setzt keinen direkten zweiten Teil auf

Wer auf einen Cliffhanger wartet, wartet umsonst. Keine Post-Credit-Szene, ein Mid-Credit-Teaser. Auch kein überraschender Cameo, der den nächsten Teil ankündigt. Der Film bleibt bei sich: Din Djarin und Grogu arbeiten für die Neue Republik, Colonel Ward (Sigourney Weaver) schickt sie auf Mission, ihr Auftrag heißt Rotta, Sohn Jabbas. Mehr braucht die Geschichte nicht.

mandalorian

Andeutungen nach dem Abspann sind im Star-Wars-Kino ohnehin nie Tradition gewesen, anders als bei den Disney+-Serien, deren Folgenenden ständig auf das Nächste zeigen. Der Film bleibt dieser Linie treu. Als Auftakt für Teil 2 ist er nicht angelegt. 

Aus Staffel 4 wurde ein Kinofilm

Vor den Hollywood-Streiks 2023 hatte Favreau die Drehbücher für eine 4. Staffel von The Mandalorian fertig. Sie sollten, sagte er später, stärker auf Ahsoka (2023) Staffel 2 und die Rückkehr Großadmiral Thrawns hinführen. Dann kamen die Streiks.

Lucasfilm entschied, das Projekt zum Kinofilm umzubauen. Favreau begann von vorn. Im SFX-Magazin und gegenüber Collider klang das so: „Man kann diese Drehbücher nicht einfach in einen Film verwandeln – es gab eine Menge Figuren, es setzte voraus, dass man die ganze Serie gesehen hat, und es bereitete vor, was in Ahsoka Staffel 2 weiterging.“ Das Resultat ist ein bewusst standalone gehaltener Film. Eine in sich geschlossene Episode in einem größeren Plan. Kein Trilogie-Auftakt.

Favreau hat Ideen – aber keine Bestätigung

Favreau antwortet auf die Fragen – bestätigt aber bisher nichts. Gegenüber Entertainment Weekly nannte er den Weg der Figuren eine „weit offene Leinwand“ und verglich die Möglichkeiten mit einem Garten, in dem vieles wachsen könne. Gegenüber GamesRadar+ sprach er von „vielen Plänen, besonders für Grogu“. Was er nicht sagt: Ja zu einer Fortsetzung. Grünes Licht von Lucasfilm gibt es nicht. Eine 4. Serien-Staffel ist auch nicht angekündigt. Notizen und Ideen, mehr gibt es bisher nicht. Was davon Wirklichkeit wird, hängt erkennbar an einer einzigen Zahl: dem Endergebnis an den Kinokassen.

Das Startergebnis: kein Selbstläufer

Das Ergebnis fällt durchwachsen aus. 102 Millionen Dollar in Nordamerika. 165 bis 167 weltweit. Und das über das Memorial-Day-Wochenende. Für eine normale Marke ein Treffer, für Star Wars eine nüchterne Zahl. Etwas unter Solo: A Star Wars Story (2018) – dem bisherigen Halter des unrühmlichen Titels „schwächster Disney-Star-Wars-Start“.

grogu

Den hat The Mandalorian and Grogu jetzt knapp übernommen. Aber: Das Budget liegt bei rund 165 Millionen. Solo kostete rund 275 und schrieb am Ende als erster Star-Wars-Film überhaupt Verlust. The Mandalorian and Grogu kann bei diesen Kosten profitabel werden, wo Solo es nie konnte. Dazu kommt das Publikumsurteil: CinemaScore A-. Das spricht für stabile Nachfrage in den Folgewochen. Eine Fortsetzung wäre damit kommerziell vertretbar. Zwingend macht der Start sie nicht.

Der eigentliche Motor: Grogus Lebensspanne und Filonis Plan

Bleibt der inhaltliche Grund, warum es weitergehen wird, ganz gleich, was Lucasfilm offiziell verkündet: Grogu ist rund 50 und gehört derselben Spezies an wie Meister Yoda, der 900 wurde. Biologisch ein Kleinkind, kalendarisch zwei Generationen alt. Diese Lebensspanne ist ein Geschenk an die Drehbuchautoren: Grogu kann in praktisch jeder Star-Wars-Epoche auftauchen, lange nachdem Din Djarin als sterblicher Mensch nicht mehr ist. 

Favreau hat bestätigt, dass er mit Lucasfilm-Kreativchef Dave Filoni über einen Zeitsprung in Grogus Zukunft gesprochen hat. Und Filoni baut ohnehin am großen Plan: Ahsoka Staffel 2 ist für 2027 in Arbeit, ein eigener Mandoverse-Kinofilm soll diese Ära zusammenführen. Wie verwoben das schon jetzt ist, zeigt der aktuelle Film selbst: Mit Zeb Orrelios bekommt eine Figur aus der Animationsserie Star Wars Rebels ihren ersten Kinoauftritt in Live-Action. Din und Grogu passen offensichtlich in diesen Plan. Ob als zweiter eigener Film oder als Figuren in einem Crossover, das weiß man nicht.

Bereitet der Film einen Teil 2 vor? Direkt nein. Er verzichtet auf jede Andeutung, und nach der Staffel-4-Vorgeschichte ist das erkennbar Absicht. Indirekt ja. Eine Figur, deren Geschichte konstruktionsbedingt nicht zu Ende sein kann. Ein übergeordneter Plan, in den das Duo passt. Bestätigt ist nichts. 

Wer mehr von Din und Grogu sehen will, wird auf eine Ankündigung warten müssen – und die hängt an den Kinokassen der nächsten Wochen und an Dave Filonis Fahrplan. Nicht an einer Szene nach dem Abspann.

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The Mandalorian
Ein mandalorianischer Kopfgeldjäger, der sich frappierend von Boba Fett unterscheidet, geht seinem zwielichtigen Job nach, wobei gerade die Moral häufig in Konflikt mit seinen manchmal eher zweifelhaften Aufträgen gerät. Die Handlung setzt 5 Jahre nach dem Fall des Imperiums ein, der sich in „Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ ereignete.
Boba Fett ist kein Söldner mehr und geht auf Tatooine neue Wege mit Fennec Shand.

03

Ahsoka
Ahsoka

Ahsoka

2023

Ahsoka Tano, Anakin Skywalkers ehemaliger Jedi-Padawan, hat in der Zeit nach der Zerstörung des zweiten Todessterns und dem Fall des Galaktischen Imperiums Wind davon bekommen, dass der geniale, imperiale Militärstratege Grand Admiral Thrawn aus der Versenkung aufgetaucht ist und im Verborgenen daran arbeitet, Streitkräfte für einen Militärcoup zu sammeln. Um den Fortbestand der Neuen Republik zu sichern, macht sich Ahsoka mit ihren alten Gefährten Sabine Wren und Hera Syndulla daran, Thrawn und seine Mitverschwörer ausfindig zu machen, ihnen endgültig das Handwerk zu legen und dabei auch ihren Mitstreiter Ezra Bridger zu finden, der einst zusammen mit Thrawn im Hyperraum verschollen war.
Die Serie handelt von dem jungen Wim und seinen Freunden Neel, Fern und KB, die einige Jahre nach dem Sturz des Galaktischen Imperiums einen eintönigen Alltag auf ihrem Heimatplaneten At Attin verleben. Als die Freunde jedoch ein verborgenes Piratenschiff finden und mit diesem unfreiwillig in eine andere Galaxis geflogen werden, wo ihre Heimat nur als Legende bekannt ist, und in einem Hafen für Piraten auf den geheimnisvollen Jod Na Nawood treffen, beginnt für die Kinder ein großes Abenteuer.
Das böse Imperium ist gefallen, doch imperiale Kriegsherren sind weiterhin über die Galaxis verstreut. Die junge Neue Republik arbeitet daran, alles zu schützen, wofür die Rebellion gekämpft hat, und hat sich dazu die Hilfe des legendären mandalorianischen Kopfgeldjägers Din Djarin und seines jungen Lehrlings Grogu gesichert.
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Über diese Liste

Titel

5

Gesamtkosten fürs Ansehen

4,99 €

Gesamtlaufzeit

35h 9min

Genres

Action & Abenteuer, Science-Fiction, Fantasy

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  1. 4 Titel Disney Plus