Wie „The Dink“: 10 Filme über ungewöhnliche Sportarten

Wie „The Dink“: 10 Filme über ungewöhnliche Sportarten

Veröffentlicht am16. September 2026

Aktualisiert am16. September 2026

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Was ist eigentlich Pickleball? Vereinfacht gesagt trifft dabei Tennis auf Tischtennis: Gespielt wird mit paddelartigen Schlägern und einem gelochten Kunststoffball auf einem kleineren Feld. In The Dink (2026), der bei Apple TV verfügbar ist, hält der frühere Tennisprofi Dusty Boyd (Jake Johnson) davon zunächst herzlich wenig. Erst als eine Verletzung seine Rückkehr zum Tennisspielen verhindert, muss er ausgerechnet mit der Sportart neu anfangen, die er bislang kaum ernst genommen hat.

Auch andere Filme nähern sich dem Sport von seiner ungewöhnlicheren Seite. Mal steht eine kaum bekannte Disziplin im Mittelpunkt, mal findet eine vertraute Sportart ihren Weg in eine besonders schräge Geschichte. Beim Quadball gehören Besen zur Ausrüstung, beim Roller Derby zählen Tempo, Taktik und ein robuster Körper. Dazu kommen Flusssurfer, Speedkletterer und Rollstuhlrugbyspieler, die keinen Anlass sehen, ihre Leidenschaft kleiner zu machen. Diese zehn Filme zeigen, wie schnell aus ungewöhnlichen Wettkämpfen und unerwarteten Perspektiven Rivalität, Komik und echte Spannung entstehen.

01

The Dink
The Dink

The Dink

2026

Ein alter Tennisplatz wird plötzlich zum Schauplatz eines Kulturkampfs, sobald ein neuer Trendsport den traditionsbewussten Club erobert. In The Dink (2026) spielt Jake Johnson den gescheiterten Tennisprofi Dusty Boyd, der im Country Club seines Vaters Chuck (Ed Harris) Kinder trainiert und Pickleball zunächst leidenschaftlich verachtet. Nach einer erneuten Verletzung probiert er das Spiel widerwillig selbst aus und entdeckt mit seiner Partnerin Candace (Mary Steenburgen), warum der Sport so viele Menschen begeistert. Pickleball kombiniert Elemente aus Tennis, Badminton und Tischtennis, wird jedoch auf einem kleineren Feld mit Kunststoffbällen gespielt. Regisseur Josh Greenbaum nutzt den Gegensatz zwischen alter Tennisehre und neuem Massensport für eine klassische Underdog-Komödie.

02

Voll auf die Nüsse
Völkerball klingt nach Schulsport, blauen Flecken und einer Ausrede, um möglichst lange auf der Bank zu sitzen. Voll auf die Nüsse (2004) macht daraus eine professionelle Arena, in der Peter LaFleur (Vince Vaughn) sein heruntergekommenes Fitnessstudio gegen den selbstverliebten Konkurrenten White Goodman (Ben Stiller) verteidigen muss. Die Rettung soll ein hoch dotiertes Dodgeball-Turnier in Las Vegas bringen, obwohl Peters Team weder Technik noch Kondition besitzt. Rip Torn spielt den Trainer Patches O’Houlihan mit derart brutaler Überzeugung, dass selbst fliegende Schraubenschlüssel wie eine vernünftige Trainingsmethode wirken. Der Film behandelt jede absurde Regel mit dem Ernst einer großen Sportübertragung und trifft damit den Reiz einer echten Nischensportart. Dodgeball ähnelt dem deutschen Völkerball, folgt jedoch eigenen Regeln und besitzt organisierte Wettbewerbe. Selten wurde sportliche Ahnungslosigkeit so schwungvoll in Teamgeist verwandelt.

03

Keep Surfing
Keep Surfing

Keep Surfing

2009

Mitten im Münchner Berufsverkehr steigen Männer in Neoprenanzügen in einen eiskalten Seitenarm der Isar und warten auf wenige Sekunden über einer stehenden Welle. Keep Surfing (2009) porträtiert die Szene am Eisbach, der seit den 1980er-Jahren ganzjährig Surfer anzieht und inzwischen weit über Bayern hinaus bekannt ist. Regisseur Björn Richie Lob gehört selbst zu dieser Gemeinschaft und begleitet unter anderem Quirin Rohleder, Walter Strasser und Tao Schirrmacher, ohne ihre Leidenschaft in touristische Postkartenbilder zu verwandeln. Flusssurfen verlangt eine andere Technik als das Reiten auf Meereswellen, weil die Sportler nahezu an derselben Stelle gegen die Strömung arbeiten. Der Dokumentarfilm verbindet rasante Aufnahmen mit persönlichen Lebenswegen und vermittelt das eigentümliche Freiheitsgefühl einer Subkultur, die fern jeder Küste entstanden ist. Damit liefert Deutschland einen Nischensportfilm, dessen Schauplatz beinahe unglaublicher wirkt als der Sport selbst.

04

Catch Me!
Catch Me!

Catch Me!

2018

Was als Kinderspiel beginnt, hat Jahrzehnte später Verträge, Einsatzmonate und minutiös geplante Angriffe hervorgebracht. Catch Me! (2018) folgt fünf Freunden, die jedes Jahr im Mai Fangen spielen und endlich Jerry Pierce (Jeremy Renner) erwischen wollen, den bislang unbesiegten Meister ihrer privaten Disziplin. Hoagie Malloy (Ed Helms), Bob Callahan (Jon Hamm), Chilli Cilliano (Jake Johnson) und Kevin Sable (Hannibal Buress) verfolgen ihn bis zu seiner eigenen Hochzeit, während Jerry jede Falle mit fast übermenschlicher Eleganz umgeht. Die Komödie beruht auf einer tatsächlichen Freundesgruppe, über deren langjähriges Spiel das Wall Street Journal berichtete. Regisseur Jeff Tomsic verwandelt Treppenhäuser, Golfplätze und Wohngebiete in überraschend dynamische Sportstätten. Hinter den Stunts bleibt eine warme Geschichte über Freundschaft, gemeinsame Rituale und die Frage, wie viel kindlicher Unsinn ein Erwachsenenleben verträgt.

05

Roller Girl
Roller Girl

Roller Girl

2009

Schönheitswettbewerbe sollen Bliss Cavendar auf ein angepasstes Leben vorbereiten, doch Rollschuhe und Ellenbogenschoner eröffnen ihr eine deutlich reizvollere Zukunft. Roller Girl (2009) zeigt Elliot Page als texanische Jugendliche, die heimlich einem Roller-Derby-Team beitritt und unter dem Kampfnamen Babe Ruthless erstmals selbst über ihren Platz in der Welt entscheidet. Kristen Wiig, Drew Barrymore und Zoë Bell spielen ihre erfahrenen Mitstreiterinnen, während Juliette Lewis als Iron Maven zur furchteinflößenden Rivalin wird. Beim Roller Derby fahren zwei Mannschaften auf einer ovalen Bahn, wobei jeweils eine Läuferin Punkte sammelt, indem sie Gegnerinnen überholt. Drew Barrymores Regiedebüt verbindet die handfeste Sportart mit einer warmen Coming-of-Age-Geschichte, ohne die Zusammenstöße lediglich als schrille Kulisse zu benutzen. Der Film zeigt überzeugend, wie eine Nischensportart Gemeinschaft, Selbstvertrauen und einen neuen Blick auf den eigenen Körper schaffen kann.

06

Die Sportskanonen
Zwei erfolglose Freunde werfen einen Ball auf einen Basketballkorb und erfinden nebenbei eine Sportart, die plötzlich ganze Stadien füllt. Die Sportskanonen (1998) besetzt Trey Parker und Matt Stone als Coop und Remer, deren Mischung aus Baseball und Basketball vom Hinterhofspiel zur professionellen Liga aufsteigt. Ein Team erzielt seine Treffer am Korb, muss jedoch anschließend verschiedene Bases ablaufen, während die Gegner mit sogenannten Psych-outs für möglichst spektakuläre Ablenkung sorgen. Regisseur David Zucker behandelt diesen Unsinn wie ein etabliertes amerikanisches Nationalspektakel und nimmt dabei Vermarktung, Vereinsbesitzer und überdrehte Sportstars ins Visier. Ernest Borgnine und Robert Vaughn verleihen dem erfundenen Ligabetrieb zusätzlichen Ernst, der die Absurdität erst richtig trägt. BASEketball existiert außerhalb des Films nur als gelegentlich nachgespielte Kuriosität, wirkt innerhalb seiner Welt jedoch verblüffend vollständig. Diese Konsequenz macht die Komödie zum Musterbeispiel für glaubwürdigen erfundenen Sport.

07

Am Limit
Am Limit

Am Limit

2007

Unter den Händen von Alexander und Thomas Huber bleibt nur eine schmale Granitkante, während tausend Meter unter ihnen das Yosemite Valley liegt. Am Limit (2007) begleitet die deutschen Brüder bei dem Versuch, den Speedkletter-Rekord an der Route „The Nose“ am El Capitan zu brechen, und folgt ihnen außerdem zu den gefährlichen Gipfeln Patagoniens. Regisseur Pepe Danquart zeigt nicht nur außergewöhnliche körperliche Leistungen, sondern auch die Spannungen zwischen zwei Männern, die einander vollkommen vertrauen müssen und trotzdem miteinander konkurrieren. Beim Speedklettern entscheidet die Zeit, obwohl jeder Griff unter Bedingungen erfolgt, die bereits langsames Klettern lebensgefährlich machen können. Das Kamerateam arbeitet in derselben Höhe und verleiht den Bildern eine Unmittelbarkeit, die kein inszenierter Bergfilm erreichen könnte. Der deutsche Dokumentarfilm gehört in diese Auswahl, weil er eine extreme Nische verständlich macht, ohne ihre Risiken künstlich aufzublasen.

08

Men with Brooms
Men with Brooms

Men with Brooms

2002

Auf dem Eis gleitet der Granitstein fast lautlos, während vier Männer mit ihren Besen um eine letzte Chance kämpfen. In Men with Brooms (2002) kehrt Chris Cutter (Paul Gross) nach zehn Jahren in seine kanadische Heimatstadt zurück, weil sein verstorbener Trainer einen ungewöhnlichen letzten Wunsch hinterlassen hat: Das frühere Curling-Team soll noch einmal antreten und den Golden Broom gewinnen. Chris trommelt seine alten Mitspieler zusammen, doch unverarbeitete Konflikte und sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater Gordon (Leslie Nielsen) erschweren das Comeback. Beim Curling schieben zwei Teams ihre Steine über das Eis in Richtung eines Zielkreises, während das Wischen mit den Besen Geschwindigkeit und Laufweg beeinflusst. Paul Gross, der auch Regie führte, behandelt den Sport weder als bloßen Witz noch als exotische Kulisse. Die Komödie verbindet taktische Spannung mit einer angenehm eigenwilligen Geschichte über Heimkehr, Freundschaft und zweite Chancen.

09

Murderball
Murderball

Murderball

2005

Kaum ein Dokumentarfilm räumt so entschieden mit mitleidigen Vorstellungen über Sportler im Rollstuhl auf. Murderball (2005) begleitet die amerikanische und kanadische Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft auf dem Weg zu den Paralympischen Spielen 2004 in Athen, wobei besonders Mark Zupan und der frühere US-Spieler Joe Soares im Mittelpunkt stehen. Soares trainiert inzwischen Kanada und verleiht der sportlichen Rivalität eine sehr persönliche Schärfe. Beim Rollstuhlrugby transportieren die Spieler einen Ball über die gegnerische Torlinie, während Zusammenstöße zwischen den speziell verstärkten Stühlen ausdrücklich erlaubt sind. Die Regisseure Henry Alex Rubin und Dana Adam Shapiro filmen diese Duelle mit hoher Geschwindigkeit, interessieren sich aber ebenso für Beziehungen, Sexualität und verletzten Stolz. Der Oscar-nominierte Film wirkt deshalb nie wie ein pflichtbewusstes Porträt, sondern wie ein raues Sportdrama mit echten Konsequenzen. Seine Energie erklärt sofort, weshalb die Disziplin früher tatsächlich Murderball hieß.

10

Mudbloods
Mudbloods

Mudbloods

2014

„Brooms up!“ lautet das Startsignal, bevor junge Erwachsene mit Besen zwischen den Beinen aufeinander zustürmen. Mudbloods (2014) begleitet das Quidditch-Team der UCLA bei seinem Training für den fünften Quidditch World Cup in New York und nimmt den vermeintlichen Fan-Scherz als echten Wettkampfsport ernst. Regisseur Farzad Sangari beobachtet Kapitän Tom Marks und seine Mannschaft bei taktischer Vorbereitung, körperlichen Zusammenstößen und dem Versuch, gegen etablierte Universitäten zu bestehen. Die reale Variante überträgt die Grundidee aus den Harry-Potter-Romanen auf ein Spielfeld, auf dem Läufer, Werfer und ein neutraler Snitch Runner feste Aufgaben übernehmen. Inzwischen heißt der Sport offiziell Quadball, doch der Film bewahrt die frühe Aufbruchsstimmung seiner Gemeinschaft. Die Mischung aus sichtbarer Improvisation und ernsthaftem Ehrgeiz macht die Dokumentation zu einem reizvollen Porträt darüber, wie Fankultur eine eigene sportliche Identität entwickelt.
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Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

32,70 €

Gesamtlaufzeit

16h 18min

Genres

Sport, Komödien, Dokumentationen

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  1. 2 TitelAmazon Prime Video
  2. 2 TitelAmazon Prime Video with Ads
  3. 1 TitelApple TV
  4. 1 TitelApple TV Amazon Channel
  5. 1 TitelDisney Plus