
„The Batman Part II“: Was Pattinson mit der „radikalen Veränderung“ meinen könnte
Robert Pattinson steht wieder als Bruce Wayne vor der Kamera. Für The Batman Part II trägt er seine Haare erneut dunkler – doch die Fortsetzung soll sich keineswegs damit begnügen, den ersten Film äußerlich zu wiederholen.
Bei den Filmfestspielen von Venedig sprach Pattinson mit JustWatch Italien über die laufenden Dreharbeiten. Dabei kündigte er für den neuen Film „eine wirklich radikale Veränderung“ an. Einzelheiten verriet er nicht. Seine Aussagen, die geheim gehaltenen Rollen und erste Informationen vom Set lassen aber erkennen, dass Matt Reeves seinen Batman nicht einfach an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen lassen will.
Bis das Ergebnis im Kino zu sehen ist, dauert es noch: Der Kinostart ist für den 18. Februar 2028 vorgesehen.
Selbst die Aufnahmen überraschen Pattinson
ìPattinson bezeichnete das Drehbuch als „unglaublich“. Die eigentliche Herausforderung bestehe für ihn darin, Batman zunächst neu zu erfinden und die Figur im zweiten Film trotzdem noch einmal in eine andere Richtung zu bewegen.
Genau das sei Reeves offenbar gelungen. Wenn Pattinson am Set einzelne Szenen auf dem Monitor betrachte, sähen diese bereits deutlich anders aus als die Bilder aus dem ersten Teil.
Überrascht zeigt sich der Hauptdarsteller auch von der Freiheit, die Warner und DC dem Regisseur gewähren. Dass das Studio diesen Kurs unterstützt, nannte er „verrückt“. Reeves sei vermutlich der einzige Filmemacher, dem man eine solche Abkehr vom eigenen Erfolgsfilm erlaube. Das Publikum werde davon begeistert sein.
Nach mehreren Verschiebungen kommt der Film 2028
Ursprünglich sollte The Batman Part II im Oktober 2025 erscheinen. Anschließend verschob sich der Termin zunächst auf Oktober 2026 und danach auf Oktober 2027. Seit Juli 2026 steht der 18. Februar 2028 im Kalender.
Der Start fällt damit auf das verlängerte Wochenende rund um den Presidents Day. Zwischen den beiden Filmen werden beinahe sechs Jahre liegen: The Batman kam im März 2022 ins Kino.
Als Grund für die jüngste Verlegung gilt die aufwendige Nachbearbeitung. Reeves erhielt zusätzliche Zeit für die visuellen Effekte. Gemeinsam mit dem neuen Termin veröffentlichte er im Juli erstes Testmaterial von Pattinsons Rückkehr.
Das Drehbuch war bereits Mitte 2025 fertig. Geschrieben wurde es von Reeves und Mattson Tomlin. Von der Fertigstellung des Skripts bis zum Kinostart vergehen somit mehr als zwei Jahre.
Wer spielt Harvey Dent?
Besonders viele widersprüchliche Meldungen gibt es über den möglichen Gegenspieler. Lange wurde Harvey Dent als zentrale Figur der Fortsetzung gehandelt. Zeitweise galt Boyd Holbrook als Kandidat für die Rolle, doch James Gunn widersprach diesem Gerücht öffentlich.
Im Juni 2026 hieß es zudem, dass auch Sebastian Stan nicht Harvey Dent spiele. Am 19. August sorgte ein französisches Medium erneut für Verwirrung: Ein Stan zugeschriebenes Zitat wurde zunächst als Bestätigung verstanden, später aber korrigiert, weil es falsch wiedergegeben worden war.
Damit bleibt weiterhin offen, wer Dent spielen könnte – und ob er überhaupt der Hauptgegner des Films ist. Daneben kursieren Spekulationen über eine Rückkehr von Paul Dano als Riddler und Barry Keoghan als Joker. Offiziell bestätigt wurde beides nicht.
Scarlett Johansson führt zur Familie Dent
Einen möglichen Hinweis liefert Scarlett Johanssons Eintrag in verschiedenen Besetzungsdatenbanken. Dort wird sie als Gilda Dent geführt. In den Comics ist Gilda mit Harvey Dent verheiratet. Eine wichtige Rolle spielt sie insbesondere in The Long Halloween, einer Comicreihe, die bereits den ersten Film beeinflusste.
Der Eintrag verrät nicht, wer Harvey Dent verkörpern könnte. Er deutet aber darauf hin, dass seine Familie in der Handlung vorkommt – selbst wenn Dent nicht als zentraler Schurke auftritt. Auch Sebastian Stan, Charles Dance, Brian Tyree Henry und Sebastian Koch gehören zur Besetzung. Welche Figuren sie spielen, halten Reeves und DC bislang geheim. Bekannt sind lediglich einige Rückkehrer: Jeffrey Wright spielt erneut James Gordon, Colin Farrell ist wieder als Penguin zu sehen und Andy Serkis kehrt als Alfred zurück. Zoë Kravitz war zunächst für die Fortsetzung vorgesehen, soll inzwischen jedoch nicht mehr dabei sein.
Kunstschnee und ein beschädigtes Batmobil
Die Dreharbeiten laufen seit dem Frühjahr. Im Mai wurden Filmteams in Liverpool beobachtet. Seit August entstand außerdem ein dreiwöchiger Drehabschnitt in Glasgow. Für Nachtaufnahmen verwandelte die Produktion die St Vincent Street mithilfe von Kunstschnee in Gotham City. Zu sehen war dort auch ein deutlich beschädigtes Batmobil. Auf den Produktionsschildern wird der Film unter dem Arbeitstitel Semper Vigilans geführt. Der lateinische Ausdruck bedeutet „immer wachsam“.
Zur Geschichte ist bislang lediglich bekannt, dass sich Gotham noch von der Überschwemmung erholt, die der Riddler am Ende des ersten Films ausgelöst hat. Reeves erklärte, die Handlung werde zwar fortgesetzt, er hoffe aber, dass das Publikum von ihrer Entwicklung überrascht sei. Berichten zufolge beschäftigt sich der Film erneut mit gesellschaftlichen Konflikten, ungleichen Machtverhältnissen und moralischen Grauzonen. Damit bleiben die Themen des Vorgängers erhalten, könnten jedoch aus einer neuen Perspektive behandelt werden.
Wie radikal wird der zweite Batman-Film?
Pattinsons Aussage passt zu dem ungewöhnlich abgeschirmten Eindruck der Produktion. Reeves arbeitete lange am Drehbuch, erhält zusätzliche Zeit für die Nachbearbeitung und hält die Rollen fast aller neuen Darsteller geheim. Gleichzeitig sagt der Hauptdarsteller, dass bereits einzelne Aufnahmen anders wirken als im Vorgänger. Worin „eine wirklich radikale Veränderung“ besteht, lässt sich daraus noch nicht ableiten. Am ehesten dürfte sich Pattinson auf die filmische Ausrichtung beziehen. The Batman erzählte seine Superheldengeschichte weitgehend als düsteren Kriminalfilm. Die Fortsetzung könnte diesen Ansatz entweder noch konsequenter verfolgen oder sich bewusst von ihm entfernen.
Eine eindeutige Antwort wird es spätestens am 18. Februar 2028 geben. Bis dahin bleibt Pattinsons Ankündigung der konkreteste Hinweis darauf, dass Reeves nicht noch einmal denselben Batman-Film drehen will.






























