
„Sorry not sorry“: Die überraschenden Guilty-Pleasures des „Ted“-Casts
Die Stars der Erfolgsserie Ted (2024) haben uns bereits bewiesen, dass sie ein Händchen für derben, nostalgischen Humor haben, der perfekt in das Setting der frühen 90er-Jahre passt. Doch was flimmert bei Max Burkholder, Scott Grimes, Alanna Ubach und Giorgia Whigham über den Bildschirm, wenn die Kameras am Set des wohl frechsten Teddybären der Filmgeschichte nicht laufen?
In unserem exklusiven JustWatch-Format „Sorry not sorry“ lassen die Darsteller der Familie Bennett die Hüllen fallen und gestehen ihre persönlichen Sehnsüchte – jene „Guilty Pleasures“, für die sie sich jedoch absolut nicht rechtfertigen wollen.
Es handelt sich dabei um Komödien, die laut Cast heute kaum noch produziert werden könnten, weil sie so provokant und politisch unkorrekt sind. Dass die Besetzung so offen über diese Klassiker spricht, macht sie für uns nur sympathischer, da es zeigt, dass auch Profis nach einem langen Drehtag einfach mal den Kopf ausschalten und über alberne Witze lachen möchten. Dieser Artikel stellt die vier individuellen Favoriten vor und analysiert, warum diese Produktionen trotz – oder gerade wegen – ihrer Kontroversen einen festen Platz auf deiner Watchlist verdient haben.
Alanna Ubach und der Slapstick: “The Benny Hill Show”
Alanna Ubach, die in der Serie als herzliche Mutter Susan Bennett glänzt, erinnert sich im Interview mit einer Mischung aus Begeisterung und Fassungslosigkeit an The Benny Hill Show (1955) zurück. Für sie ist dieser britische Sketch-Klassiker der Inbegriff einer Comedy, die heute aufgrund ihrer Machart und des oft anzüglichen Humors absolut keine Chance mehr auf eine Ausstrahlung hätte. „Man kann davon heute gar nichts mehr machen“, erklärt sie lachend. Ubach fasziniert die visuelle Kraft und die fast schon pantomimische Energie, die Benny Hill über Jahrzehnte hinweg zum Kultstar machte. Im Vergleich zur dialoglastigen Sitcom, die ihr Kollege Scott Grimes favorisiert, setzt Alanna auf die reine, ungefilterte britische Albernheit. Ihre Empfehlung richtet sich an alle, die keine Angst vor nostalgischem Chaos haben und verstehen, dass Humor manchmal einfach nur laut und schräg sein darf. Ihr Bekenntnis zeigt, dass sie als Schauspielerin die Wurzeln des physischen Slapsticks tief respektiert, auch wenn die Gesellschaft sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt hat und diese Art von Witzen heute etwas kritischer betrachtet.
Scott Grimes und “Three's Company”
Scott Grimes (2024), den viele als Matty Bennett oder als Stimme von Steve Smith aus American Dad! (2005) kennen, blickt für sein persönliches Highlight in die späten 70er-Jahre. Sein Herz schlägt für Three's Company (1977), eine Serie, die für ihr brillantes Timing und vor allem für das geniale physische Spiel von John Ritter bekannt ist. Grimes bezeichnet Ritter im Interview ehrfürchtig als „den Meister“ und betont, dass er über die Gags der Serie immer noch Tränen lachen kann. Er ist sich zwar sicher, dass man eine Show mit dieser Art von Humor heute nicht mehr umsetzen könnte, lobt aber gleichzeitig den damaligen Cast, der verstand, den schwierigen Balanceakt zu meistern: “They got it”. Während Giorgia Whigham auf den relativ modernen Kult-Film Superbad (2007) setzt, bleibt Scott der klassischen Situationskomik treu. Seine Wahl ist perfekt für Zuschauer, die das goldene Zeitalter der Multi-Camera-Sitcoms vermissen und die handwerkliche Präzision einer gut geschriebenen Verwechslungskomödie schätzen. Scott beweist mit dieser Wahl seinen tiefen Respekt vor den komödiantischen Vorbildern, die indirekt auch den oft absurden Humor von Ted beeinflusst haben.
Max Burkholder und Giorgia Whigham: Von Blazing Saddles zu Superbad
Die Jüngeren im Cast, Max Burkholder und Giorgia Whigham, sind sich einig, dass es eine ganz eigene Kategorie von „echten“ Komödien gibt, die heutzutage kaum noch gedreht werden. Max nennt hierbei sofort Klassiker wie Blazing Saddles (1974) und vor allem Airplane! (1980), den er als einen der lustigsten Filme aller Zeiten bezeichnet. Für ihn sind diese Filme deshalb so wertvoll, weil sie ihren Humor direkt und ohne Rücksicht auf Verluste präsentieren. Giorgia schließt sich dieser Begeisterung an und bringt den modernen Klassiker Superbad ins Spiel. Sie erinnert sich daran, wie sie den Film als Kind gesehen hat, und stellt fest, dass er trotz des Alters von fast 20 Jahren immer noch „smart und lustig“ wirkt. Dass der Streifen heute bereits als nostalgisches „Guilty Pleasures“ gilt, zeigt auch, wie schnelllebig das Comedy-Genre ist. Jedenfalls eignen sich alle drei Tipps perfekt für Fans kompromisslosen Humors, die erleben möchten, wie weit Filme aus unterschiedlichen Epochen gehen, um ein Publikum zum Lachen zu bringen.








































