
Das „Big Bang Theory“-Spinoff klingt wie Fan-Fiction – ist aber 100 Prozent echt
Wer gerade googelt, ob Stuart Fails to Save the Universe wirklich existiert, ist nicht alleine. Der erste Teaser hat ziemlich viele Menschen mit derselben Verblüffung zurückgelassen: Ein Big Bang Theory-Spinoff über eine Multiversums-Apokalypse, die ein Comicbuchladen-Besitzer aus Versehen auslöst? Das klingt nach der Art Geschichte, die ein Fan um 3 Uhr nachts erfindet. Aber: Es handelt sich hier weder um Fiktion noch um einen Witz.
Stuart Fails to Save the Universe: Plot und Cast
Die Story des Spinoffs: Stuart Bloom, der ewig glücklose, ewig unterschätzte Besitzer des Comicbuchladens, bedient versehentlich ein Gerät, das Sheldon und Leonard gebaut haben, und löst damit eine Multiversums-Apokalypse aus.
Die Aufgabe, das Chaos zu beseitigen, bleibt natürlich wieder an ihm hängen. An seiner Seite sind Freundin Denise (Lauren Lapkus), Geologe Bert (Brian Posehn) und der notorisch nervige Quantenphysiker Barry Kripke (John Ross Bowie). Unterwegs begegnen sie Alternativuniversums-Versionen bekannter Gesichter aus dem Original. Ob Jim Parsons als Sheldon, Johnny Galecki als Leonard oder andere aus dem Original-Cast auftauchen, hält Chuck Lorre eisern geheim.

Kevin Sussman, der Stuart spielt, hat es selbst gut zusammengefasst: Er selbst übernimmt eine Führungsrolle in dieser Geschichte, ist darin aber nicht besonders gut. Was das Ganze so unerwartet macht: Hinter der Serie stehen Chuck Lorre und Bill Prady, die Schöpfer des Originals, dieses Mal gemeinsam mit Zak Penn, dem Autor hinter The Avengers und X-Men: Der letzte Widerstand. Dass ausgerechnet ein Marvel-Autor mit an Bord ist, erklärt einiges darüber, wohin die Reise geht. Der Teaser erinnert an Sliders und Loki und spielt außerdem mit Matrix-ähnlicher Optik. Den Titelsong komponiert Danny Elfman.
Wie hängt das Spinoff mit dem Original zusammen?
Stuart Fails to Save the Universe ist bereits der vierte Teil des Big-Bang-Theory-Universums, aber ein anderer als alle bisherigen. Young Sheldon war ein Prequel, das 2024 nach sieben Staffeln endete und direkt in Georgie & Mandy überging, dessen zweite Staffel angekündigt ist. Beide spielen in der Vergangenheit, beide sind klassische Familien-Sitcoms. Dieses Spinoff ist keins von beidem. Es spielt in der Gegenwart, nach den Ereignissen des Originals. Als The Big Bang Theory 2019 endete, war Stuarts Beziehung mit Denise gerade erst am Entstehen, und hier sieht man, wo sie hingeführt hat. Die Verbindung zum Original ist real, auch wenn noch offen ist, wie weit sie reicht. Gleichzeitig wirkt die Serie deutlich größer und science-fictionlastiger als alles, was das Franchise bisher gemacht hat. Chuck Lorre selbst sprach bereits darüber, dass das Projekt technisch und visuell aufwendiger sei als die bisherigen Serien aus dem Universum, was man dem ersten Teaser auch sofort ansieht.

Kann man es schauen, ohne „Big Bang Theory“ zu kennen?
Das Konzept ist in sich geschlossen genug, dass man keine zwölf Staffeln Hintergrundwissen benötigt, um einem Comicladen-Besitzer beim versehentlichen Weltuntergang zuzuschauen. Dass Stuart im Original immer eine Randfigur war, hilft paradoxerweise: Es gibt kaum Mythologie-Ballast, den man erst aufholen müsste. Als Streaming-Serie für HBO Max statt klassischer TV-Studio-Sitcom dürfte die Serie nischigere Referenzen einbauen und einen anderen Ton anschlagen als das Original, was sie für Genre-Fans interessant machen könnte, die mit dem Sitcom-Format mit eingespielten Lachern nie warm wurden.
Wann und wo du es anschauen kannst
Stuart Fails to Save the Universe startet am 23. Juli auf HBO Max, neue Episoden erscheinen wöchentlich. Die erste Staffel umfasst zehn Folgen.




































