Sci-Fi-Comeback mit „Disclosure Day“: 8 Filme, die von Spielbergs Alien-Faszination geprägt sind

Sci-Fi-Comeback mit „Disclosure Day“: 8 Filme, die von Spielbergs Alien-Faszination geprägt sind

Ahmet Iscitürk
Ahmet Iscitürk

Veröffentlicht am 09. Juni 2026

Aktualisiert am 09. Juni 2026

Mit Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit (2026) kehrt Steven Spielberg ins große Sci-Fi-Kino zurück. In Deutschland startet der Film am 10. Juni 2026 und greift ein Thema auf, das ihn seit seiner Jugend beschäftigt: Was passiert, wenn der Mensch begreifen muss, dass er womöglich nicht allein ist? Spielberg hat diese Frage nie nur als Effektkino behandelt. Bei ihm sind Außerirdische mal Erlöser, mal Bedrohung, mal Rätsel und manchmal der Auslöser, durch den Menschen erst zeigen, wer sie wirklich sind. 

Schon sein früher Amateurfilm Firelight (1964), den Spielberg mit 17 Jahren drehte, erzählte von UFOs, Entführungen und verschwundenen Menschen. Weil Firelight nicht regulär verfügbar ist, bekommt der Film keinen eigenen Absatz. Erwähnt werden sollte er trotzdem, weil sich darin bereits Spielbergs frühe Alien-Faszination zeigt.

Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) ist der Spielberg-Film, in dem das Staunen fast religiöse Züge annimmt. Roy Neary wird nach einer UFO-Begegnung von Bildern, Geräuschen und einer inneren Unruhe verfolgt, die sein normales Leben aus der Bahn wirft. Im Zentrum stehen nicht die Abwehr einer außerirdischen Bedrohung, sondern Besessenheit, Sehnsucht und die Möglichkeit, dass Kontakt nicht automatisch Krieg bedeuten muss. Genau darin unterscheidet er sich von Krieg der Welten (2005): Dort suchen die Außerirdischen keinen Kontakt. Sie kommen, um die Menschheit auszulöschen. Wer bei Disclosure Day vor allem den UFO-Mystery-Aspekt spannend findet, landet hier beim naheliegenden Ursprung: langsam, hypnotisch, manchmal sperrig, aber bis heute einer der prägendsten Versuche, Alien-Kontakt als spirituelles Ereignis zu erzählen.
E.T. - Der Außerirdische (1982) erzählt Spielbergs Alien-Faszination aus der verletzlichsten Perspektive: der eines Kindes. Statt greller Invasion oder staatlicher Vertuschung steht hier ein einsames Kind im Zentrum, das in einem gestrandeten Außerirdischen nicht das Monster sieht, sondern den perfekten Verbündeten gegen das Alleinsein. Der Film funktioniert deshalb bis heute, weil E.T. weniger als Science-Fiction-Konzept denn als emotionale Projektionsfläche gedacht ist. Im Vergleich zu Unheimliche Begegnung der dritten Art wird der Kontakt nicht zur kollektiven Offenbarung, sondern zum Geheimnis in einem Vorstadthaus. Für alle, die bei Spielberg nicht nur Staunen, sondern echtes Gefühl suchen, bleibt E.T. einer seiner wichtigsten Filme. Kaum ein anderer Film hat dem Alien-Kino so viel Wärme, Verletzlichkeit und popkulturelle Strahlkraft gegeben.

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Men in Black
Men in Black (1997) zeigt Spielberg nicht als Regisseur, aber als wichtigen Produzenten im Hintergrund. Barry Sonnenfelds Sci-Fi-Komödie stellt eine Welt vor, in der Außerirdische längst unter uns leben und eine geheime Organisation dafür sorgt, dass die Menschheit davon möglichst wenig mitbekommt. Das ist natürlich deutlich leichtfüßiger und frecher als Disclosure Day, aber thematisch erstaunlich nah dran: Auch hier geht es um Vertuschung, geheime Behörden und die Frage, wie viel Wahrheit die Öffentlichkeit eigentlich verträgt. Im Vergleich zu Taken (2002) wird aus der UFO-Paranoia allerdings keine Generationen-Saga, sondern ein pointierter Buddy-Film mit Sonnenbrillen, Gedächtnislöschern und Will Smith im perfekten Star-Modus. Für alle, die Spielbergs Interesse an geheim gehaltenem Alien-Wissen in leichter, schneller und komischer Form sehen möchten, ist Men in Black der richtige Film.

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Taken
Taken

Taken

2002

Taken  ist vielleicht der unterschätzteste Titel in diesem Artikel, weil die Miniserie den UFO-Mythos nicht als Invasionsszenario erzählt, sondern als Familienchronik über mehrere Generationen. Während Falling Skies (2011) vom Überleben nach der Besatzung handelt, zeigt Taken, wie Begegnungen, Entführungen und Vertuschung ganze Lebensläufe prägen. Die Handlung folgt drei Familien von den 1940er-Jahren bis in die Gegenwart und verbindet Alien-Entführungen, Regierungsgeheimnisse und persönliche Traumata zu einer großen amerikanischen Paranoia-Erzählung. Im Vergleich zu Men in Black sieht man hier die andere Seite derselben Idee: keine coolen Agenten, keine Gags, keine lässige Geheimorganisation, sondern Menschen, deren Leben durch Begegnungen mit dem Unerklärlichen aus der Bahn gerät.
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Krieg der Welten ist Spielbergs finsterste Antwort auf die Frage nach fremdem Leben. Hier führt der Kontakt nicht zu Staunen oder Verständigung, sondern zu Panik, Tod und dem Zusammenbruch jeder vertrauten Ordnung. Tom Cruise spielt einen Vater, der seine Kinder durch eine Welt bringen muss, in der niemand mehr versteht, was überhaupt geschieht. Gerade im Vergleich zu E.T. - Der Außerirdische wirkt der Film wie ein böser Zwilling: Dort wird das Fremde versteckt und beschützt, hier kommt es, um die Menschheit auszulöschen. Spielberg inszeniert die Invasion nicht als heroisches Spektakel, sondern als Katastrophe aus der Sicht völlig überforderter Menschen. Für alle, die Alien-Kino lieber panisch, düster und apokalyptisch mögen, bleibt das einer seiner stärksten Genre-Beiträge.
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008) ist der Außenseiter in dieser Reihe, aber gerade deshalb interessant. Indiana Jones steht eigentlich für Archäologie, Abenteuerkino, alte Mythen und Fallen, die noch nach Staub, Stein und Handarbeit aussehen. Im vierten Film landet Spielberg mit Harrison Ford jedoch bei Kristallschädeln, sowjetischen Agenten und einer Form von nichtmenschlicher Intelligenz, die eher in sein Sci-Fi-Kino passt als in klassische Schatzsucher-Abenteuer. Das hat viele Fans nicht überzeugt, zeigt aber, wie stark ihn das Unerklärliche selbst dann beschäftigt, wenn er eigentlich in einem anderen Genre unterwegs ist. Im Vergleich zu Unheimliche Begegnung der dritten Art wirkt der Alien-Aspekt hier weniger ehrfürchtig, sondern eher wie greller Abenteuerstoff aus alten Pulp-Heften. Für Komplettisten bleibt der Film deshalb spannend: Selbst Indiana Jones kam am Ende nicht ganz an Spielbergs Alien-Faszination vorbei.

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Super 8
Super 8

Super 8

2011

Super 8 (2011) wirkt wie ein bewusstes Echo auf Spielbergs frühes Alien-Kino, nur mit J. J. Abrams am Steuer und Spielberg als Produzent. Eine Gruppe Jugendlicher dreht Ende der 1970er-Jahre einen Amateurfilm, wird Zeuge eines Zugunglücks und stößt auf etwas, das Militär und Behörden sofort abschotten wollen. Die Nähe zu E.T. - Der Außerirdische ist unübersehbar: Kinder, Vorstadt, Angst, Staunen und ein fremdes Wesen, das mehr ist als nur eine Bedrohung. Abrams macht daraus aber keinen stillen Kinderzimmer-Zauber, sondern einen größeren Nostalgie-Blockbuster, inklusive jener Lensflares, über die damals fast so viel gesprochen wurde wie über den Film selbst. Wer sehen will, wie Spielbergs Alien-Kino eine jüngere Filmemacher-Generation geprägt hat, ist hier richtig.

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Falling Skies
Falling Skies (2011) zeigt Spielbergs Alien-Motiv nicht als großes Rätsel am Himmel, sondern als ziemlich unangenehme Realität am Boden. Spielberg war als ausführender Produzent beteiligt. Im Zentrum steht Tom Mason, ein früherer Geschichtsprofessor, der nach der Invasion mit einer Gruppe Überlebender durch ein besetztes Amerika zieht. Die Serie ist am stärksten, wenn sie nicht auf Raumschiffe starrt, sondern auf die Menschen darunter: auf Misstrauen, Erschöpfung, Zweckbündnisse und die Frage, wie lange Moral hält, wenn sie jeden Tag neu verhandelt werden muss. Im Vergleich zu Krieg der Welten fehlt der Serie die konzentrierte Wucht eines Spielberg-Films, dafür bleibt sie länger bei den Menschen, die mit der Katastrophe leben müssen. Nicht eleganter, nicht ikonischer, aber bodenständiger.

Über diese Liste

Titel

8

Gesamtkosten fürs Ansehen

18,28 €

Gesamtlaufzeit

61h 31min

Genres

Science-Fiction, Action & Abenteuer, Mystery & Thriller

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  1. 4 Titel WOW
  2. 4 Titel Sky Go
  3. 3 Titel Wow Fiction Amazon Channel
  4. 3 Titel Netflix
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