Diese 11 Spider-Man-Filme solltest du vor „Brand New Day“ gesehen haben

Diese 11 Spider-Man-Filme solltest du vor „Brand New Day“ gesehen haben

Veröffentlicht am21. Juli 2026

Aktualisiert am21. Juli 2026

Add us on

Es gibt kaum etwas Traurigeres im Superheldenkino als einen Helden, den niemand mehr kennt. Hier setzt Spider-Man: Brand New Day (2026) an, der neue Kinofilm mit Tom Holland, der ab dem 29. Juli 2026 in den deutschen Kinos läuft: Er schickt einen jungen Mann durch ein New York, in dem die Menschen, die er liebt, vergessen haben, dass es ihn überhaupt gibt.

Bevor dieser Neuanfang beginnt, lohnt sich ein Blick zurück auf den langen Weg dorthin. Spider-Man alias Peter Parker startete als aufgeregter Teenager mit selbst gebauten Netzschleudern und wurde über die Jahre zu einem Erwachsenen, der freiwillig aus dem Gedächtnis der Welt verschwindet. Dazwischen liegen ein Mentor, den er verliert, und eine Trauer, die ihn bis heute prägt.

Diese elf Filme erzählen seine Verwandlung über mehr als zwanzig Jahre und über drei Schauspieler hinweg und machen begreiflich, warum sein nächstes Kapitel so wehtut.

01

Spider-Man
Spider-Man

Spider-Man

2002

Am Anfang steht ein schüchterner Schüler, der von einer Spinne gebissen wird und am nächsten Morgen an Wänden kleben kann. In Spider-Man (2002) erzählt Regisseur Sam Raimi diese Ursprungsgeschichte mit einer Ernsthaftigkeit und einem Herz, die das ganze moderne Superheldenkino erst möglich gemacht haben. Tobey Maguire spielt Peter Parker als liebenswerten Außenseiter, der lernen muss, dass große Kraft auch große Verantwortung bedeutet, und Willem Dafoe gibt seinen Gegenspieler, den Grünen Kobold, mit ansteckender Spielfreude.

Der Film war seinerzeit einer der größten Kinoerfolge überhaupt und legte fest, wie sich ein Comicheld auf der Leinwand anfühlen sollte. Für den Weg zu Brand New Day ist er wichtig, weil Maguires Peter viele Jahre später überraschend zurückkehrt und man ihn für dieses Wiedersehen kennen sollte.

02

Spider-Man 2
Spider-Man 2

Spider-Man 2

2004

Viele halten diese Fortsetzung bis heute für den besten Spider-Man-Film überhaupt, und man kann kaum widersprechen. Spider-Man 2 (2004) findet Peter Parker mitten in einer tiefen Sinnkrise und lässt ihn zeitweise sogar seine Superkräfte verlieren, weil er insgeheim daran zweifelt, ob das Heldendasein den hohen Preis überhaupt wert ist. Als tragischer Doktor Octopus überzeugt Alfred Molina, ein Wissenschaftler, dem vier mechanische Arme nach und nach die Kontrolle über sein Handeln entreißen.

Sam Raimi verbindet diese sehr menschliche Zerrissenheit mit einigen der besten Actionszenen des Genres, allen voran einem atemlosen Kampf auf einem fahrenden Zug. Dass dieser Gegner später im aktuellen Marvel-Universum wieder auftaucht, gibt dem Klassiker zusätzliches Gewicht in dieser Übersicht.

03

Spider-Man 3
Spider-Man 3

Spider-Man 3

2007

Kein Teil der Reihe wird so leidenschaftlich diskutiert wie dieser dritte Film, der oft als überladen gilt und trotzdem seine treuen Verteidiger hat. Spider-Man 3 (2007) packt gleich mehrere Gegner in eine einzige Geschichte und lässt Peter Parker unter dem Einfluss eines außerirdischen schwarzen Anzugs von seiner dunklen Seite verführen.

Tobey Maguire darf hier zum ersten Mal einen richtig unsympathischen Peter spielen, was manche Zuschauer amüsiert und andere irritiert. Sam Raimi stopft die Handlung mit den Gegnern Sandman und Venom voll und verliert dabei stellenweise den roten Faden, liefert aber weiterhin große emotionale Momente. Als Abschluss von Maguires Trilogie gehört der Film zur Watchlist, weil er dessen Version der Rolle zu einem vorläufigen Ende bringt, bevor Hollywood die Spinne bald darauf komplett neu startet.

Fünf Jahre nach dem Ende der ersten Trilogie bekam die Spinne ein völlig neues Gesicht und einen deutlich anderen Ton. In The Amazing Spider-Man (2012) spielt Andrew Garfield Peter Parker als coolen, verletzlichen Skater, der dem Verschwinden seiner Eltern nachforscht. Regisseur Marc Webb legt viel Gewicht auf die Liebesgeschichte mit Gwen Stacy, gespielt von Emma Stone, deren echte Chemie den ganzen Film trägt.

Als Gegner dient der Wissenschaftler Curt Connors, der sich in eine riesige Echse verwandelt und dabei die Kontrolle über sich selbst verliert. Der Neustart kam vielen damals zu früh, doch Garfields Auftritt hat sich über die Jahre einen treuen eigenen Fankreis erarbeitet. Da auch dieser Peter später zurückkehrt, lohnt das Wiedersehen mit Garfields Anfängen.

Ein einsamer Elektriker, den niemand beachtet, stürzt in einen Tank voller mutierter Aale und wird zu einer wandelnden Hochspannungsleitung. The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (2014) treibt Andrew Garfields Version der Rolle auf einen emotionalen Höhepunkt zu und traut sich einen Schluss, der Peters Beziehung zu Gwen Stacy für immer verändert und Fans bis heute mitten ins Herz trifft.

In der Rolle des übersehenen Max Dillon läuft Jamie Foxx zur Hochform auf, als dieser sich in den rachsüchtigen Electro verwandelt und seine Wut an der ganzen Stadt auslässt. Der Film wollte gleichzeitig ein ganzes Kinouniversum aufbauen und wirkt dadurch stellenweise überfrachtet, findet in seinen ruhigen Momenten aber echte Größe. Weil Sonys damalige Pläne danach scheiterten, blieb dieser Film für lange Zeit Garfields letzter Auftritt als Spider-Man.

Man erwartet in einem Film über zerstrittene Avengers eigentlich keinen fröhlichen Neuling, und doch stiehlt hier ein aufgeregter Teenager der versammelten Heldenriege glatt die Show. In The First Avenger: Civil War (2016) taucht Tom Holland zum ersten Mal als Peter Parker im großen Marvel-Universum auf, angeworben von Tony Stark alias Iron Man, gespielt von Robert Downey Jr.

Der eigentliche Kern des Films ist der Streit zwischen Iron Man und Captain America darüber, ob Superhelden staatlich kontrolliert gehören, doch für unsere Geschichte zählt vor allem dieser Erstauftritt. Holland gibt Spider-Man jünger und naiver als seine Vorgänger und trifft damit sofort den richtigen Ton. Ohne diesen Moment versteht man Peters spätere Bindung an seinen Mentor nicht, weshalb dieser Film unverzichtbar ist.

Zur Abwechslung fühlt sich dieser Film weniger wie ein Weltrettungsspektakel an und mehr wie eine ehrliche Highschool-Komödie mit Superkräften. Spider-Man: Homecoming (2017) begleitet Peter Parker durch den ganz normalen Wahnsinn des Erwachsenwerdens, während er nebenbei beweisen will, dass er ein echter Avenger sein kann.

Tom Holland trägt den Film mit ansteckender Energie, und als Gegenspieler brilliert Michael Keaton als bodenständiger Familienvater, der aus Verzweiflung zum Waffenhändler wird und sich mit einem mechanischen Flügelanzug in den fliegenden Vulture verwandelt. Regisseur Jon Watts verzichtet bewusst auf eine erneute Ursprungsgeschichte und erzählt lieber vom Alltag eines überforderten Jugendlichen. Der Film etabliert Peters Freunde und seine Welt, auf die sich Brand New Day später direkt bezieht, und liefert damit das Fundament für alles Weitere.

Kein Moment im ganzen Marvel-Universum hat so viele Zuschauer zum Weinen gebracht wie der, in dem sich ein junger Held vor den Augen seines Mentors langsam in Asche auflöst. In Avengers: Infinity War (2018) kämpfen die versammelten Helden gegen den übermächtigen Titanen Thanos, der mit einem einzigen Fingerschnippen die Hälfte allen Lebens auslöschen will.

Tom Hollands Peter Parker übernimmt hier eine wichtige Nebenrolle und stirbt am Ende in den Armen von Tony Stark, während er sich verzweifelt an ihn klammert. Der Film ist streng genommen kein reiner Spider-Man-Film, doch ohne ihn versteht man weder Peters Trauma noch die enge Beziehung zu seinem Ziehvater. Dieser Wendepunkt erklärt, warum Peter im weiteren Verlauf so verletzlich wirkt, und gehört deshalb zwingend dazu.

Fünf Jahre nach der größten Niederlage ihrer Geschichte bekommen die überlebenden Helden eine letzte, verzweifelte Chance, das Geschehene rückgängig zu machen. Avengers: Endgame (2019) holt die Verschwundenen zurück und schenkt Tom Hollands Peter Parker damit ein zweites Leben, doch der Preis dafür ist der Tod seines Mentors Tony Stark. Diese Trauer legt sich über alles, was danach kommt, und macht Peter zu einem Jungen, der plötzlich ohne seine wichtigste Bezugsperson zurechtkommen muss.

Der Film selbst ist ein gewaltiges Abschlussfest für über ein Jahrzehnt Marvel-Kino und zählt zu den erfolgreichsten Produktionen aller Zeiten. Für Peters Geschichte ist der Verlust von Stark entscheidend, weil dessen Erbe den jungen Helden in den folgenden Filmen unter enormen Druck setzt.

Manchmal will ein junger Held einfach nur in Ruhe Urlaub machen, doch das Universum gönnt ihm keine Pause. Spider-Man: Far From Home (2019) schickt Peter Parker auf eine Klassenfahrt durch Europa, auf der er eigentlich seiner Mitschülerin MJ endlich seine Gefühle gestehen möchte.

Tom Holland spielt einen Peter, der unter der Erwartung leidet, das Erbe von Iron Man antreten zu müssen, während Jake Gyllenhaal als scheinbar heldenhafter Mysterio ein falsches Spiel treibt. Regisseur Jon Watts verhandelt dabei geschickt, wie leicht sich Menschen von schönen Bildern und dreisten Lügen täuschen lassen. Der eigentliche Paukenschlag kommt ganz am Ende, als Peters geheime Identität vor der ganzen Welt enthüllt wird. Dieser Cliffhanger führt unmittelbar in die Ereignisse, die Brand New Day erst möglich machen.

Über diese Liste

Titel

11

Gesamtkosten fürs Ansehen

12,91 €

Gesamtlaufzeit

25h 53min

Genres

Action & Abenteuer, Science-Fiction, Fantasy

Wo kann ich die Titel von dieser Liste online anschauen?

Finde heraus, welcher Streamingdienst die meisten Titel von dieser Liste anbietet.

Auf dieser Liste befinden sich 11 Titel und du kannst 3 von ihnen auf Disney Plus anschauen. Ein weiterer Streamingdienst hat heute ebenfalls Titel zum Streamen verfügbar.

  1. 3 TitelDisney Plus
  2. 1 TitelMagenta TV+