Scorpions MCU-Geschichte vor „Spider-Man: Brand New Day“ erklärt

Scorpions MCU-Geschichte vor „Spider-Man: Brand New Day“ erklärt

Veröffentlicht am 28. Juli 2026

Aktualisiert am 28. Juli 2026

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Fast ein Jahrzehnt ließ Marvel diesen Faden baumeln, jetzt zieht das Studio endlich daran: Mit Spider-Man: Brand New Day (2026), Kinostart am 29. Juli, klettert Scorpion zurück ins Marvel Cinematic Universe. Michael Mando, den viele als Nacho Varga aus Better Call Saul (2015) kennen, schlüpft zum zweiten Mal in die Rolle des Mac Gargan. Aus der Randfigur von einst soll nun endlich einer von Spider-Mans gefährlichsten Gegnern werden: Scorpion.

Tom Holland Spider-Man

Doch bevor Gargan im grünen Exoskelett auf den Helden losgeht, lohnt sich ein Blick zurück. Seine Vorgeschichte im MCU ist länger und verschlungener, als sich viele erinnern. Sie beginnt 2017, führt durch ein FBI-Verhör, eine gezischte Drohung im Abspann und macht sogar einen kuriosen Umweg über eine Animationsserie. Wer Mac Gargan ist – und warum sein Auftritt ausgerechnet jetzt so gut ins Bild passt, erklärt unsere Spurensuche.

Ein Waffenschieber mit Stachel am Hals

Kennengelernt haben wir Mac Gargan 2017 in Spider-Man: Homecoming, Tom Hollands erstem Solo-Auftritt. Damals war Gargan allerdings kaum mehr als eine Randfigur: ein skrupelloser, tätowierter Krimineller mit langer Vorstrafenliste, der auf der Staten-Island-Fähre hochgerüstete Alien-Waffen von Adrian Toomes alias Vulture kaufen will. Das Geschäft platzt durch Spider-Mans ungeschicktes Eingreifen, Gargan trägt eine auffällige Narbe im Gesicht davon und landet in FBI-Gewahrsam.

Gargan Spider-Man

Wer genau hinsah, entdeckte außerdem die Skorpion-Tätowierung an seinem Hals – ein deutlicher Fingerzeig für Comic-Fans. Denn im Marvel-Kosmos ist Mac Gargan niemand Geringeres als der Superschurke Scorpion.

Gargan Spider-Man

In seinen wenigen Minuten Leinwandzeit legt Spider-Man: Homecoming den Grundstein für seine Zukunft, ohne ihn bereits zum Schurken werden zu lassen. Damals blieb das nicht mehr als ein Versprechen – eines, das erst Jahre später eingelöst werden sollte.

Eine gezischte Drohung, die neun Jahre verhallte

Der eigentliche Haken saß in der Mid-Credit-Szene von Spider-Man: Homecoming. Hinter Gittern taucht Gargan wieder auf und fragt Toomes nach der wahren Identität von Spider-Man – er sinnt auf Rache und will wissen, wem er seine Zelle zu verdanken hat. Es war die klassische Saat für einen künftigen Bösewicht. Und dann geschah: nichts.

Jahrelang lag der Faden brach, während Spider-Man in Far From Home und Spider-Man: No Way Home ganz andere Gegner vor die Fäuste bekam. Es kursierten Gerüchte um ein Sinister-Six-Projekt, in dem Gargan hätte auftreten können, doch daraus wurde nie etwas. Regisseur Jon Watts gestand später, man habe nie den richtigen Moment gefunden, Mando zurückzuholen, ohne dass es nach hineingezwungenem Cameo gerochen hätte. So verkam die Rache-Drohung zum Handlungsfaden, den fast alle vergessen hatten – bis jetzt.

Woher der Panzer kommt – die Antwort steht in den Comics

Wie genau Gargan im Film zu Scorpion wird, ist die spannendste offene Frage. Der Trailer zu Spider-Man: Brand New Day zeigt ihn bereits im technologischen Skorpion-Panzer, verrät aber nicht, woher dieser stammt. In den Comics führt der Weg über eine andere Figur: Dort engagiert Zeitungsverleger J. Jonah Jameson den Privatdetektiv Gargan zunächst, um herauszufinden, wie Peter Parker an seine exklusiven Spider-Man-Fotos gelangt. Nachdem Gargan wiederholt scheitert, lässt Jameson ihn einem Experiment unterziehen, das ihm übermenschliche Kräfte verleiht, ihn in den gepanzerten Scorpion verwandelt und ihn zugleich in den Wahnsinn treibt.

Ob das MCU einen ähnlichen Weg einschlägt, ist bislang offen. Eine Verbindung zwischen Jameson und Gargan wurde bisher nicht bestätigt. Naheliegend wäre sie dennoch, schließlich hetzte Jameson in Spider-Man: No Way Home bereits öffentlich gegen Spider-Man. Genauso gut könnte Marvel dem Schurken aber auch eine völlig neue Ursprungsgeschichte geben und damit endlich die fast zehn Jahre füllen, in denen Gargan im MCU wie vom Erdboden verschluckt war. Fest steht nur eines: Aus der tätowierten Randfigur von damals ist inzwischen ein vollwertiger Superschurke geworden.

Warum das Timing der Rückkehr kaum besser sein könnte

Dass Scorpion ausgerechnet jetzt zurückkehrt, ist klug geplant. Erst im Jahr zuvor rückte die Figur wieder ins Rampenlicht: In der Zeichentrickserie Der freundliche Spider-Man aus der Nachbarschaft (2025), angesiedelt in einer alternativen Zeitlinie des MCU, tritt eine Version von Mac Gargan prominent auf – im comicgetreuen Anzug und als ernsthafte Bedrohung für den jungen Helden. Die Serie rückte die Figur kurz vor dem Film erneut in den Fokus.

Scorpion Comic

Dazu kommt der dramaturgische Glücksfall: Nach dem Gedächtnis-Zauber aus No Way Home, der Peter Parker aus dem Gedächtnis der ganzen Welt getilgt hat, braucht dieser neue, einsame Spider-Man einen Gegner mit gemeinsamer Geschichte. Und wer taugte dazu besser als der Mann, der seit fast zehn Jahren im Dunkeln auf Rache sinnt? Regie führt Destin Daniel Cretton, der zuvor Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings (2021) inszenierte. Das lange Warten war, so viel lässt sich schon sagen, alles andere als verschenkt.

Vier Jahre sind seit den Ereignissen von „No Way Home“ vergangen. Peter ist nun erwachsen und lebt für sich allein, nachdem er sich freiwillig aus dem Leben und den Erinnerungen derer, die er liebt, ausgelöscht hat. Er bekämpft Verbrechen in einem New York, das ihn und seinen Namen nicht mehr kennt, und widmet sich ganz dem Schutz seiner Stadt: Spider-Man in Vollzeit. Doch mit den steigenden Anforderungen löst der Druck eine überraschende körperliche Veränderung aus, die seine Existenz bedroht – gerade als eine seltsame neue Art von Verbrechen eine der mächtigsten Bedrohungen hervorbringt, denen er je gegenüberstand.
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Nach seinem Aufeinandertreffen mit den Avengers ist Peter Parker alias Spider-Man wieder zurück in New York, wo er bei seiner Tante May wohnt. Seitdem er mit bzw. gegen die anderen Helden kämpfte, fragt er sich, ob er mit seinen herausragenden Fähigkeiten nicht mehr machen sollte, als nur die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft zu sein, die den einen oder anderen Einbruch verhindert und Taschendiebe stoppt. Doch daneben muss der von seinem neuen Mentor Tony Stark geförderte Jugendliche auch noch den Alltag auf die Reihe bekommen, den Alltag als Teenager an einer Highschool, wo er sich in Liz verguckt hat. Blöd, dass ausgerechnet in dieser Situation ein Bösewicht für Unruhe sorgt, der technisch bestens ausgestattet ist und von Rachedurst getrieben: der Vogelmann Vulture.
Peter Parker ist auf dem Weg, ein Held zu werden. Aber dieser Weg ist alles andere als gewöhnlich.

Über diese Liste

Titel

4

Gesamtkosten fürs Ansehen

1,99 €

Gesamtlaufzeit

12h 16min

Genres

Action & Abenteuer, Science-Fiction, Fantasy

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