
Bereitet „Scary Movie 6“ eine Fortsetzung vor?
Der Film ist erst seit wenigen Tagen im Kino, und die Frage nach einer Fortsetzung steht schon im Raum: Scary Movie 6 (2026) ist die Rückkehr der Wayans-Brüder zur Reihe nach 25 Jahren, Regie führt Michael Tiddes, im Cast stehen Anna Faris, Regina Hall, Marlon Wayans, Shawn Wayans und Lochlyn Munro. Eine offizielle Ankündigung für einen siebten Teil gibt es nicht. Aber es gibt ein Zitat von Marlon Wayans, ein großes Eröffnungswochenende, und einen Film, der sich offen über das Konzept Legacy-Sequel lustig macht. Was sich daraus ableiten lässt – und was nicht – ist die eigentliche Frage.
Was Teil 6 andeutet
Es gibt zwei Bonus-Szenen im Abspann. Die erste ist ein Fake-Trailer für eine fiktive Parodie namens Brosferatu sein – eine Anspielung auf Robert Eggers’ Nosferatu (2024). Die zweite parodiert Longlegs (2024).
Übereinstimmend wird in mehreren Reviews festgehalten: Keine der Szenen deutet eine Fortsetzung an. Das ist auch insofern bemerkenswert, als Scary Movie 6 sich im Hauptteil über genau diese Praxis lustig macht – über „Requels“, „Legacy Sequels“ und „Final Chapters“, die nie wirklich final sind. Ein klassischer Sequel-Hook im Abspann wäre ein Widerspruch gewesen.
Was Marlon Wayans sagt
Die deutlichste Aussage zu einem möglichen siebten Teil kommt von Marlon Wayans selbst. In einem Variety-Interview am 4. Juni 2026, einen Tag vor dem US-Kinostart, sagte er: „Wartet auf Scary Movie 7, dann kommen wir zurück, und wir nehmen uns Backrooms und Obsession vor. Danke euch allen, macht weiter solche Filme.“

Genannt sind damit zwei konkrete Parodieziele: Backrooms (2026), der A24-Horrorfilm von Kane Parsons, der laut Variety mit einem Eröffnungswochenende von rund 81 Millionen Dollar gestartet ist – einer der Überraschungserfolge des Jahres. Und Obsession – Du sollst mich lieben (2025), der Blumhouse-Horror von Curry Barker, der in den USA seit Mitte Mai läuft und nach Wikipedia-Angaben bereits über 100 Millionen Dollar weltweit eingespielt hat. Beide Filme entstanden mit kleinem Budget und schlugen überproportional ein – also typisches Material für die Scary-Movie-Reihe. Wayans hat damit kein Studio-Statement abgegeben, sondern eine Idee skizziert. Das ist ein Unterschied.
Was die Zahlen sagen – und was sie nicht sagen
Branchenseiten wie Variety und Deadline berichten von einem US-Eröffnungswochenende von rund 56 Millionen Dollar bei einem Budget von etwa 30 Millionen Dollar. Das ist der stärkste Start in der Geschichte der Reihe; der bisherige Rekord von Scary Movie 4 (2006) lag bei 49,7 Millionen Dollar. Internationale Schätzungen für das Eröffnungswochenende liegen bei rund 105 Millionen Dollar weltweit. In Deutschland stieg der Film direkt auf Platz 1 der Kinocharts ein.
Die Kritiker-Reaktionen sind bisher überwiegend negativ – Rotten Tomatoes liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bei rund 28 Prozent –, während das Publikum laut Audience Scores deutlich positiver reagiert. Ein Muster, das bei den vorherigen Scary-Movie-Teilen ebenfalls zu beobachten war.
Was offen ist
Eine offizielle Bestätigung von Paramount oder Miramax für einen siebten Teil gibt es bislang nicht. Marlon Wayans hat in früheren Interviews angedeutet, dass auch White Chicks 2 wahrscheinlicher würde, wenn Scary Movie 6 einschlägt – das deutet darauf hin, dass die Wayans selbst die Box-Office-Performance als Bedingung für weitere Projekte ansehen.

Aber: Nichts davon ist greenlit. Keine Drehbuchphase, keine Produktionsphase, kein Veröffentlichungsdatum. Die Aussage von Marlon Wayans zu Backrooms und Obsession ist die einzige konkrete Vorstellung davon, was ein siebter Teil enthalten könnte – und sie kommt vom Schauspieler, nicht vom Studio. Falls Scary Movie 6 die Eröffnungszahlen halten und sich finanziell tragen kann, ist eine Fortsetzung wahrscheinlich. Falls nicht, bleibt das Variety-Zitat das Maximum, das wir vorerst bekommen.











































