Nach „Die Odyssee“: 10 Sandalen- und Schwertfilme, die ihr auch gesehen haben müsst

Nach „Die Odyssee“: 10 Sandalen- und Schwertfilme, die ihr auch gesehen haben müsst

Veröffentlicht am14. August 2026

Aktualisiert am14. August 2026

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Christopher Nolans Die Odyssee (2026) hat die Antike zurück auf die große Leinwand gebracht, mit Göttern, Ungeheuern und einem Helden, der über Jahre nach Hause irrt. Wer danach noch nicht genug hat von Schwertern, Sandalen und antiken Palästen, findet reichlich Nachschub, denn das Genre ist fast so alt wie das Kino selbst. Vom Bibelepos der Fünfziger über die handgemachten Monster der Sechziger bis zum stilisierten Schlachtenrausch des neuen Jahrtausends reicht die Spanne.

Odyssee

Wir haben 10 Filme versammelt, die sich für die Zeit nach Die Odyssee anbieten – vom griechischen Mythos über die römische Arena bis zur biblischen Wüste. Nicht als Rangliste, sondern als Wegweiser durch ein Genre, das vom Staunen lebt.

Am nächsten an Homers Welt liegt dieser Klassiker des Fantasy-Abenteuers. Jason und die Argonauten (1963) erzählt von der Fahrt des Helden Jason und seiner Mannschaft auf der Suche nach dem Goldenen Vlies, vorbei an Harpyien, einem erwachenden Bronzeriesen und der siebenköpfigen Hydra. In Erinnerung bleibt der Film aus einem Grund: dem Skelettkampf am Ende, in dem sich Jason gegen sieben aus der Erde wachsende Gerüstkämpfer wehrt.

Diese Sequenz, in geduldiger Stop-Motion vom Trickpionier Ray Harryhausen Bild für Bild animiert, brauchte für wenige Minuten Leinwandzeit Monate an Arbeit und beeinflusste Filmemacher von George Lucas bis Guillermo del Toro. Die menschlichen Darsteller sind Beiwerk, die Handlung schlicht, doch was Harryhausen mit Draht, Gummi und Geduld erschuf, wirkt bis heute lebendiger als vieles aus dem Rechner.

02

Kampf der Titanen

Noch einmal Harryhausen, noch einmal Mythos in Stop-Motion, dieses Mal am Ende seiner Laufbahn. Kampf der Titanen (1981) folgt dem Halbgott Perseus auf seiner Reise, die Königstochter Andromeda zu retten – vorbei an der schlangenhäuptigen Medusa, deren Blick zu Stein erstarren lässt, und hin zum finalen Kampf gegen den Kraken, ein gewaltiges Meeresungeheuer.

Harry Hamlin spielt den Helden, Laurence Olivier thront als Zeus im Olymp, und die mechanische Eule Bubo sorgt für einen Hauch Komödie. Die Medusa-Szene, in fahles Kerzenlicht getaucht, arbeitet mit einer Anspannung, die vielen späteren Horrorfilmen gut zu Gesicht stünde. Natürlich wirken die Kreaturen heute altmodisch, doch genau darin liegt ihr Reiz: Sie sind mit der Hand gemacht, nicht am Rechner, und tragen die Handschrift eines einzelnen Tüftlers.

03

Krieg der Götter

Ein Film, der die Schwächen seines Drehbuchs mit purer Bildgewalt überspielt. Krieg der Götter (2011), im Original Immortals, stammt vom bildbesessenen Regisseur Tarsem Singh und den Produzenten von 300. Henry Cavill spielt, kurz vor seiner Zeit als Superman, den sterblichen Krieger Theseus, den Zeus auserwählt, um den grausamen König Hyperion aufzuhalten. Mickey Rourke gibt den Schurken mit finsterer Ruhe.

Die Handlung ist bekannte Mythenkost, doch Singh komponiert jedes Bild wie ein Gemälde in Gold und Blut, mit einer Farbwucht, wie sie das Genre zuvor kaum gesehen hatte. Der Kampf im engen Tempelgang, in dem die Götter erstmals eingreifen, ist reine Choreografie in Zeitlupe. Wer Bilder über Handlung stellt, kommt hier auf seine Kosten – die anderen werden ungeduldig.

04

Troja
Troja

Troja

2004

Homer ohne Götter, dafür mit Starbesetzung. Troja (2004) verfilmt die Ilias, den anderen großen Stoff des Dichters, als geerdetes Historiendrama ohne übernatürliche Eingriffe: Der Trojanische Krieg wird hier zum rein menschlichen Machtkampf. Brad Pitt spielt den Achilles als eitlen, todessehnsüchtigen Krieger, Eric Bana den besonnenen Hektor, Orlando Bloom den leichtsinnigen Paris, dessen Entführung der schönen Helena den Krieg entzündet.

Regisseur Wolfgang Petersen inszeniert die Belagerung mit großem Aufwand, und das Duell zwischen Achilles und Hektor vor den Mauern der Stadt trägt den ganzen Film. Neben der Kinofassung existiert ein längerer Director’s Cut, der die Schlachten ausführlicher zeigt und unter Fans seine eigenen Anhänger hat. So oder so: ein prächtiges Epos über Ruhm, Stolz und Vergänglichkeit.

05

300
300

300

2007

Der Film, der das Genre ins 21. Jahrhundert prügelte – im wahrsten Sinne des Wortes. 300 (2006) ist Zack Snyders Verfilmung von Frank Millers Comic über die Schlacht bei den Thermopylen, in der eine kleine Schar Spartaner unter König Leonidas einer persischen Übermacht trotzt. Gerard Butler brüllt sich als Leonidas durch anderthalb Stunden balletthafter Gewalt, gefilmt in gesättigten Bronzetönen vor digitalen Kulissen, mit stilisiertem Blut und Zeitlupen, die jeden Schwerthieb zur Skulptur machen.

Historisch ist der Film Unfug, und das will er auch sein: 300 ist reine Attitüde, ein körperbetontes Spektakel, das mit voller Absicht über jedes Maß hinausschießt. Trotz vernichtender Kritiken wurde er zum Kassenschlager und prägte die Bildsprache des Actionkinos für ein Jahrzehnt. Man muss ihn nicht mögen, aber sein Einfluss ist unübersehbar – kaum ein Actionfilm der Folgejahre kam ohne seine Zeitlupen aus.

06

Alexander
Alexander

Alexander

2004

Ein Fehlschlag, ja, aber ein lohnender. Alexander (2004) ist Oliver Stones drei Stunden langer Versuch, das Leben Alexanders des Großen zu bebildern, und er scheiterte an der Kinokasse wie an der US-Kritik. Und doch gehört er in diese Liste, weil kein anderer Antikfilm den Feldzug bis an die Grenzen der damals bekannten Welt so kompromisslos ausbreitet.

Colin Farrell spielt den makedonischen Eroberer als zerrissene Seele zwischen Ehrgeiz und Sehnsucht, Angelina Jolie seine intrigante Mutter Olympias, Val Kilmer den einäugigen König Philipp. Die Elefantenschlacht in Indien, in fiebriges Rot getaucht, sucht im Genre ihresgleichen. Stone kämpfte jahrelang mit verschiedenen Schnittfassungen, als wüsste er, dass hier ein besserer Film im Rohmaterial steckt. Wer bereit ist, sich auf ein sperriges, ehrgeiziges Werk einzulassen, wird belohnt.

07

Gladiator
Gladiator

Gladiator

2000

Der Film, der das Sandalenkino wiederbelebte. Gladiator (2000) von Ridley Scott erzählt vom römischen General Maximus, der vom herrschsüchtigen Kaiser Commodus um Frau, Sohn und Rang gebracht und zum Sklaven gemacht wird – nur um als Gladiator in der Arena Schritt für Schritt zurück an die Macht zu kämpfen, die ihm genommen wurde.

Russell Crowe verkörpert den gebrochenen Helden mit stiller Wut und gewann dafür den Oscar, Joaquin Phoenix gibt einen Kaiser, dessen Kälte einem in die Knochen fährt. Hans Zimmers Musik, die staubigen Arenakämpfe, der Ausruf „Seid ihr nicht unterhalten?“ – vieles davon ging ins kollektive Gedächtnis über. Fünf Oscars, darunter Bester Film, und ein Nachhall, der bis zu Nolans Die Odyssee reicht. An diesem Film kommt kein Freund des Genres vorbei.

08

Spartacus
Spartacus

Spartacus

1960

Der Sklave, der zum Sinnbild des Widerstands wurde. Spartacus (1960) ist Stanley Kubricks einziger Sandalenfilm und einer der klügsten des Genres. Kirk Douglas spielt den thrakischen Sklaven Spartacus, der zum Gladiator ausgebildet wird und einen gewaltigen Aufstand gegen das römische Reich anführt.

Der Film ist Schauwert und politisches Statement in einem, mit einem klaren Blick auf Unterdrückung und Freiheit – nicht umsonst schrieb ihn der zuvor in Hollywood auf die schwarze Liste gesetzte Dalton Trumbo. Die Szene, in der sich Hunderte gefangener Sklaven nacheinander erheben und „Ich bin Spartacus“ rufen, um ihren Anführer zu decken, wirkt bis heute. Vier Oscars, ein Ensemble von Laurence Olivier bis Peter Ustinov und eine Härte, die dem Genre neue Ernsthaftigkeit gab. Wer wissen will, woher Gladiator seine DNA hat, ist hier richtig.

09

Ben Hur
Ben Hur

Ben Hur

1959

Der Maßstab, an dem sich das Monumentalkino lange messen musste. Ben Hur (1959) erzählt vom jüdischen Prinzen Judah Ben-Hur, der von seinem römischen Jugendfreund Messala verraten und in die Sklaverei verkauft wird und Jahre später zurückkehrt, um Rache zu nehmen. Charlton Heston trägt den Film mit grüblerischer Intensität, doch ins kollektive Gedächtnis ging eine einzige Szene ein: das neunminütige Wagenrennen, das fünf Wochen Drehzeit verschlang, mit echten Gespannen und lebensgefährlichem Einsatz. Der Film gewann elf Oscars, eine Marke, die erst Jahrzehnte später erreicht wurde. Hinter dem Schauwert steht eine ernste Erzählung über Rache, Vergebung und Glauben. Wer sehen will, wie groß Kino vor der Digitaltechnik sein konnte, fängt bei diesem Wagenrennen an.

10

Die Zehn Gebote
Die Zehn Gebote

Die Zehn Gebote

1956

Zum Abschluss der Gigant unter den Bibelepen. Die zehn Gebote (1956) ist Cecil B. DeMilles letztes und aufwendigstes Werk, ein fast vierstündiges Historiendrama, das die Geschichte von Moses vom ausgesetzten Säugling bis zur Teilung des Roten Meeres erzählt. Charlton Heston verkörpert den Propheten mit steinerner Würde, Yul Brynner den hochmütigen Pharao Ramses.

Der Film ist ein Kind seiner Zeit, pathetisch und getragen, doch seine Schauwerte haben ihre Wirkung nicht verloren: Die Teilung des Meeres war 1956 ein Effekt, der ganze Generationen prägte, und die Massenszenen beim Auszug aus Ägypten entfalten eine Choreografie, die kein Computer je ganz nachbilden wird. Als Fixpunkt des Oster-Fernsehens hat DeMilles Epos seinen Platz in der Genre-Geschichte längst sicher.

Über diese Liste

Titel

10

Gesamtkosten fürs Ansehen

21,23 €

Gesamtlaufzeit

26h 7min

Genres

Action & Abenteuer, Drama, Fantasy

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  2. 4 TitelWOW
  3. 4 TitelWow Fiction Amazon Channel
  4. 3 TitelSky Go
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