
Ryan Gosling ist der neue „Ghost Rider“ – seine Frau war vor ihm dabei
Auf der San Diego Comic-Con fiel Ende Juli 2026 ein Name, auf den Teile der Marvel-Fangemeinde lange gewartet hatten: Ryan Gosling wird der neue Ghost Rider (2028). Der brennende Totenschädel auf dem Motorrad, einer der düstersten Antihelden aus dem Marvel-Kosmos, bekommt 2028 einen eigenen Kinofilm, und Gosling steigt in die Lederjacke. Für Schmunzeln sorgte dabei ein Detail: In dieser Welt war seine Ehefrau längst vor ihm. Eva Mendes stand schon in Ghost Rider (2007) neben dem flammenden Rächer vor der Kamera, während ihr Mann damals noch ganz woanders drehte. Gosling selbst hat das noch vor seiner Zusage trocken kommentiert. Hauptsache, eine oder einer von ihnen habe es überhaupt geschafft, sagte er mit Blick auf Mendes: „Ich bin einfach froh, dass einer von uns die Chance bekommen hat.“
Vor Gosling saß Nicolas Cage im Sattel
Der feurige Höllenfahrer ist auf der Leinwand kein Neuling. Bereits 2007 verkörperte Nicolas Cage den Motorrad-Stuntfahrer Johnny Blaze in Ghost Rider, einen Mann, der seine Seele an den Teufel verkauft, um den sterbenden Vater zu retten, und sich fortan nachts in den Kopfgeldjäger der Hölle verwandelt. An seiner Seite spielte Eva Mendes die Fernsehreporterin Roxanne Simpson, Blazes große Jugendliebe.

Regie führte Mark Steven Johnson, der zuvor schon die wenig geliebte Comicverfilmung Daredevil (2003) inszeniert hatte. Beim Publikum lief der Film ordentlich und er spielte weltweit rund 228 Millionen Dollar ein, die Kritik zerriss ihn jedoch. In Deutschland startete Ghost Rider 2007, fünf Jahre später folgte Ghost Rider: Spirit of Vengeance (2012). Cage kehrte zurück, Mendes nicht, und die Fortsetzung schnitt noch schlechter ab als der erste Anlauf. Danach verschwand der Höllenfahrer für über ein Jahrzehnt von der großen Leinwand.
Was Gosling mitbringt, das Cage fehlte
Den Wechsel von Cage zu Gosling betrachtet niemand aus einer seltsameren Nähe als Mendes selbst, die 2007 an Cages Seite spielte und Gosling wenige Jahre später bei den Dreharbeiten zu The Place Beyond the Pines (2012) kennenlernte. Cage war ein bekennender Fan der Comicvorlage und legte eine eigenwillige, fast zärtliche Ironie in die Rolle, doch der Film um ihn herum blieb ein glattpolierter Blockbuster, dessen Ton sich kaum von anderen Comicverfilmungen jener Jahre abhob. Dass es beim Neustart anders laufen könnte, hat mehrere Gründe. Gosling gilt als einer der wandlungsfähigsten Schauspieler seiner Generation, erhielt für Half Nelson (2006) und La La Land (2016) je eine Oscar-Nominierung und kommt gerade mit starkem Ruf aus dem Science-Fiction-Erfolg Project Hail Mary (2026).

Auf dem Regiestuhl sitzt Shawn Levy, der mit Deadpool & Wolverine (2024) einen der erfolgreichsten Marvel-Filme überhaupt abgeliefert hat. Entscheidender als jeder Name ist aber der neue Rahmen. Anders als die beiden Cage-Filme, die getrennt vom Marvel Cinematic Universe entstanden, wird Goslings Ghost Rider Teil genau dieser großen, miteinander verzahnten Filmreihe rund um Iron Man, Thor und die Avengers und läuft unter dem Dach von Marvel Studios. Welche Version des Charakters er verkörpert, ob den klassischen Johnny Blaze oder eine andere, verrät das Studio bislang nicht.
Kommt Eva Mendes noch einmal zurück?
Nach der Ankündigung richteten sich viele Blicke sofort auf Mendes selbst. Sie zog sich nach 2014 weitgehend vom Filmgeschäft zurück, um sich den beiden Töchtern zu widmen, die sie mit Gosling hat, und übernahm seither keine größere Rolle mehr. Auf die Nachricht von seiner Besetzung reagierte sie prompt und mit Humor, indem sie auf Instagram ein Fanvideo teilte und schlicht „Love, Roxy“ darunterschrieb, eine Anspielung auf ihre frühere Rolle als Roxanne Simpson.
Ob daraus mehr wird als ein Gruß, ist offen, denn im Netz kursieren zwar Gerüchte über eine Rückkehr, bestätigt ist davon bislang nichts. Reizvoll bliebe der Gedanke trotzdem, zumal Mendes schon 2024 in einem Interview sagte, gemeinsam mit Gosling vor der Kamera zu stehen, sei genau das, was sie gern noch einmal täte. Ein kleiner Auftritt in Goslings neuem Ghost-Rider-Film, vielleicht als augenzwinkernde Verbeugung vor dem Original, läge da nicht allzu weit weg. Womöglich hätten am Ende doch beide etwas davon, dass sie mit dem brennenden Schädel schon so viel länger vertraut ist als er.




























