
10 queere Serien, die viel zu früh abgesetzt wurden
Im Streaming-Geschäft gibt es eine Logik, die niemand offiziell ausspricht, und die Fans queerer Serien kennen sie inzwischen so gut, dass sie das Ende mitsprechen können: Sobald die Hauptromanze ernsthaft kippt, beginnt die Absetzungs-Uhr zu ticken. Eine Staffel reicht meistens, zwei sind schon ein Erfolg. Dann kommt die Pressemitteilung mit den bekannten Vokabeln: zu wenig Reichweite, zu teure Produktion.
Die Fans wehren sich mit allem, was ihnen einfällt, von Hashtag-Kampagnen bis zu bezahlten Werbetafeln in den großen US-Metropolen. Geholfen hat es bisher selten.
Die folgenden zehn Beispiele aus dem letzten Jahrzehnt zeigen, wie verlässlich sich das Muster wiederholt. Und genau deswegen lohnt es sich, diese Serien noch einmal zu sehen.
An den Film von 1992 können sich viele erinnern. Eine Klasse für sich (1992) präsentierte damals mit Tom Hanks, Geena Davis und Madonna die Top-Stars. Die Serie A League of Their Own (2022) erzählt diese Welt neu, aber ehrlicher: Sie folgt den Rockford Peaches der All-American Girls Professional Baseball League während des Zweiten Weltkriegs und macht das, was der Film aus Vorsicht ausgespart hatte, sichtbar. Co-Schöpferin Abbi Jacobson (Broad City (2014)) spielt die queere Catcherin Carson Shaw, daneben steht D'Arcy Carden als Pitcherin Greta Gill, die mit ihrer Souveränität die ersten Folgen entscheidend trägt. Eine zweite Staffel mit nur vier Episoden war bereits genehmigt, dann zog Amazon im März 2023 auch diese verkürzte Version zurück, ohne stichhaltige Erklärung. Wer den Cliffhanger zur Black-Spielerin Maxine Chapman (Chanté Adams) erlebt hat, weiß, was da unfertig liegen geblieben ist.










































