
„Outlander: Blood of My Blood" Staffel 2: Wer zu wem gehört und wer neu dabei ist
Ein Prequel hat ein eingebautes Problem: Man kennt das Ende, bevor es losgeht. Wer die Mutterserie Outlander (2014) kennt, weiß längst, dass Jamie und Claire irgendwann geboren werden – ihre Eltern müssen also zueinanderfinden, komme, was wolle. Und trotzdem zieht einen Outlander: Blood of My Blood (2025) genau damit in seinen Bann. Denn entscheidend ist nicht das „Ob“, sondern das „Wie“. Der erste Blick auf Staffel 2 zeigt eine Serie, die größer, rauer und trotzdem noch romantischer geworden ist. In Deutschland startet sie am 19. September 2026 bei MagentaTV. Höchste Zeit also, einen Blick auf den Cast zu werfen: Wer kehrt zurück, wer stößt neu dazu – und wer gehört eigentlich zu wem?
Die zwei Paare, um die sich alles dreht
Julia (Hermione Corfield) und Henry Beauchamp (Jeremy Irvine) sind die Eltern von Claire, jener Frau, die im Original durch die Zeit reist. Henry ist ein vom Ersten Weltkrieg gezeichneter Anwalt, Julia klug und zäh, und ihre Geschichte spielt eigentlich im 20. Jahrhundert. Das zweite Paar lebt gut zweihundert Jahre früher: Ellen MacKenzie (Harriet Slater) und Brian Fraser (Jamie Roy), die Eltern von Jamie, stecken mitten in den verfeindeten Clans des schottischen Hochlands. Mit Simon Fraser, Lord Lovat (Tony Curran), kehrt außerdem ein Mann zurück, der schon im Original für Ärger sorgt und so schnell nicht von der Bildfläche verschwindet.
Das Finale der ersten Staffel ließ beide Liebespaare am Abgrund zurück. Henry gab seine eigene Chance auf die Rückkehr ins 20. Jahrhundert auf, damit Julia zu ihrer kleinen Tochter Claire zurückkehren konnte. Ob ihr Sprung durch die Steine von Craigh na Dun – einen geheimnisvollen Steinkreis – tatsächlich gelingt, bleibt jedoch offen.
Ellen und Brian haben zwar endlich zueinandergefunden, doch ihre gemeinsame Flucht forderte ein Todesopfer: Brian erschlug Ellens Verlobten Malcolm Grant (Jhon Lumsden) in Notwehr. Staffel 2 setzt unmittelbar danach an. Julia muss sich allein um den Säugling kümmern, während Henry, von ihr getrennt, mit den psychischen Folgen des Krieges ringt und verzweifelt nach einem Weg zurück zu ihr sucht. Gleichzeitig ziehen am Horizont bereits die dunklen Wolken des Jakobitenaufstands von 1715 auf – jener Rebellion, die Schottlands Clans in einen blutigen Krieg stürzen wird.
Neu in den Highlands: Eine Ehe, die keiner wollte
Der auffälligste Neuzugang heißt Maura Grant (Bobby Rainsbury). Ihren Namen haben aufmerksame Fans schon einmal gehört, im Original fiel er ganz beiläufig als der von Dougals verstorbener Frau. Jetzt bekommt sie ein Gesicht und eine eigene Geschichte. Maura ist die Schwester des getöteten Malcolm, und um den Frieden zwischen den MacKenzies und den Grants zu retten, wird sie kurzerhand mit Dougal MacKenzie (Sam Retford) verheiratet, einer Zweckehe zwischen zwei Familien, die nie damit gerechnet hätten, auf diese Weise verbunden zu werden.
Sam Retford beschreibt die Beziehung zunächst als eine erzwungene, rein platonische Verbindung, die sich mit der Zeit zu etwas deutlich Komplexerem entwickelt. Bobby Rainsbury sieht darin den bewussten Gegenentwurf zur großen Liebesgeschichte von Ellen und Brian: Während deren Beziehung fast märchenhaft wirkt, fühle sich ihre eher wie das echte Leben an. Zusätzlichen Zündstoff liefern die beiden Frauen selbst, denn Maura und Ellen geraten als frisch gebackene Schwägerinnen von Beginn an aneinander.
Wer bekommt die geheimnisvolle neue Liebe?
Showrunner Matthew B. Roberts hat außerdem angedeutet, dass eine der Hauptrollen eine neue Liebe bekommt. Wer genau, will er noch nicht verraten. Bei zwei Paaren, die laut Geschichtsbuch fest zusammengehören, ist das eine hübsche kleine Provokation, gerade weil ohnehin klar ist, dass am Ende alles auf Jamie und Claire hinauslaufen muss. Roberts verspricht zudem eine Folge, in der die Männer der Serie die Frauen gründlich unterschätzen und dafür die Quittung bekommen.
Eine Vorgeschichte, deren Ausgang feststeht, lebt von ihren Umwegen. Neue Gesichter wie Maura Grant bringen das Bekannte durcheinander, bevor es sich am Ende doch fügt. Ob die zweite Staffel überzeugt, hängt deshalb weniger an den größeren Schlachten und aufwendigeren Kostümen, von denen Roberts schwärmt, als an der Frage, ob eine ungewollte Ehe mehr Wärme erzeugt als das Liebesmärchen nebenan.





























