
Nach dem Start von „Outlander: Blood of My Blood“ Staffel 2: Das müsst ihr jetzt wissen
Wer nach dem Finale gehofft hatte, Henry und Julia würden diesmal einfach gemeinsam durch die Steine verschwinden und irgendwo im 20. Jahrhundert wieder auftauchen, hat die Rechnung ohne Outlander: Blood of My Blood (2025) gemacht. Seit dem 19. September läuft die zweite Staffel in Deutschland bei MagentaTV. Zehn neue Folgen sind angekündigt, und schon die Premiere macht klar, dass die Geschichte keine lange Anlaufphase braucht. Henry Beauchamp (Jeremy Irvine) schafft tatsächlich den Sprung zurück in seine eigene Zeit, Julia Moriston Beauchamp (Hermione Corfield) bleibt mit ihrem Sohn William im Jahr 1715 zurück. Gleichzeitig geraten Brian Fraser (Jamie Roy) und Ellen MacKenzie (Harriet Slater) in den beginnenden Jakobitenaufstand. Nach einem Jahr Pause zwischen Staffeln kann man bei zwei Zeitlinien, vier Familien und mehreren Jahrhunderten allerdings leicht den Überblick verlieren. Ein kurzer Blick zurück hilft.
Wo Staffel 1 von „Outlander: Blood of My Blood“ endete
Die erste Staffel erzählte parallel, wie sich Claires Eltern Henry und Julia sowie Jamies Eltern Brian und Ellen fanden. Henry und Julia stammen eigentlich aus dem 20. Jahrhundert, landen aber getrennt voneinander im Schottland des 18. Jahrhunderts. Nach zahlreichen Umwegen kommen sie wieder zusammen und bekommen dort ihren Sohn William. Im Finale wollen sie mit ihm durch Craigh na Dun zurück zu ihrer Tochter Claire (Mae Roberts und Tuesday Roberts). Der Versuch scheitert zunächst, dann tauchen Arch Bug (Terence Rae) und Männer des Grant-Clans auf. Henry steht bereits bei den Steinen, Julia hält William im Arm – und die Staffel bricht genau dort ab. Bei Brian und Ellen sieht es kaum ruhiger aus. Ellen hat sich gegen die arrangierte Ehe mit Malcolm Grant (Jhon Lumsden) entschieden, Malcolm stirbt im Kampf und sie bleibt bei Brian. Die beiden schließen eine Handfasting-Ehe. Viel Zeit zum Durchatmen gibt es nicht: Brennende Kreuze kündigen den Jakobitenaufstand von 1715 an und rufen die Männer der Clans zu den Waffen.
Henry kommt zurück – aber ohne Julia
Die Premiere beantwortet den Cliffhanger schnell. Henry wird beim Kampf an Craigh na Dun mit einer amethystbesetzten Klinge verletzt, berührt einen der Steine und verschwindet. Er landet im Jahr 1924 in Inverness, also tatsächlich wieder in seinem eigenen Jahrhundert. Nur wartet dort kein Familienleben auf ihn. Seine Berichte über das 18. Jahrhundert wirken auf die Menschen um ihn herum wie Wahnvorstellungen eines traumatisierten Kriegsveteranen, und Henry landet in einer psychiatrischen Klinik. Dort wird er mit Elektroschocks behandelt. Seine Erinnerungen verschwimmen immer stärker, bis er selbst daran zweifelt, ob Julia, William und die Jahre in Schottland überhaupt real waren. Julia muss währenddessen mit William zu Lord Lovat (Tony Curran) zurückkehren und weiter so tun, als gehöre sie in diese Zeit. Wenigstens weiß jetzt Davina Porter (Sara Vickers), woher Julia wirklich kommt.
Mrs. Graham kennt sich mit unglaublichen Geschichten aus
Henrys Aufenthalt in Inverness bringt zwei Namen zurück, die aus Outlander (2014) bekannt sind. Reverend Wakefield (Tom Ashley) besucht ihn in der Klinik und erzählt später seiner Haushälterin Mrs. Graham (Emma Hartley-Miller) von dem Patienten, der behauptet, durch die Zeit gereist zu sein. Mrs. Graham reagiert weit weniger skeptisch als die Ärzte. Zuschauer der Mutterserie kennen sie als Frau, die sich mit den Legenden um Craigh na Dun beschäftigt und Jahrzehnte später auch Claire Fraser (Caitríona Balfe) begegnet. Für Henry kommt diese Begegnung im richtigen Moment: Nach Wochen voller Behandlung und Zweifel sitzt plötzlich jemand vor ihm, der seine Geschichte nicht sofort als Unsinn abtut. Gleichzeitig bekommt Claires spätere Reise eine neue Vorgeschichte. Mrs. Graham hatte offenbar schon lange vor Claire Kontakt mit einem Menschen, der durch die Steine gegangen war.
Für Brian und Ellen beginnt schon der nächste Ärger
Brian und Ellen haben unterdessen ebenfalls kaum Gelegenheit, ihre neue Ehe zu genießen. Der Jakobitenaufstand zwingt Brian dazu, sich seinem Clan anzuschließen, während Ellen mit ihrer eigenen Familie und den Folgen ihrer Entscheidung gegen Malcolm klarkommen muss. Aus der verbotenen Liebesgeschichte wird damit zunehmend ein historisches Drama, denn nun greift ein Konflikt in ihr Leben ein, den beide nicht einfach mit einer Flucht lösen können. Auch Julia steckt weiter 1715 fest und versucht, William zu schützen, während Henry 1924 herausfinden muss, ob und wie er überhaupt wieder zu ihr zurückkehren kann. Brian und Ellen müssen also mit einem Krieg zurechtkommen, Julia sitzt mit William weiter im Jahr 1715 fest und Henry kämpft 1924 darum, seine eigene Geschichte nicht zu verlieren. Schon die Premiere zeigt damit, dass Staffel 2 nicht einfach dort weitermacht, wo die erste aufgehört hat: Sie verteilt die Familie neu – und eröffnet dabei Verbindungen zu Outlander, die bisher niemand kannte.














