Gibt es die „Outer Banks“ wirklich? Alle Drehorte, die du besuchen kannst

Gibt es die „Outer Banks“ wirklich? Alle Drehorte, die du besuchen kannst

Veröffentlicht am29. August 2026

Aktualisiert am29. August 2026

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Die etwa 280 Kilometer lange Inselkette vor der Atlantikküste gibt es tatsächlich, gedreht wurde die Serie Outer Banks (seit 2020) dort allerdings kein einziges Mal – und das über alle fünf Staffeln hinweg. Dahinter steckt keine Laune der Produktion, sondern eine Entscheidung mit politischem Hintergrund, die bereits vor dem Start der ersten Staffel fiel. Seit dem 20. August läuft die fünfte und finale Staffel. Wer den Spuren der Pogues folgen will, muss deshalb nicht nach North Carolina reisen, sondern vor allem nach South Carolina und neuerdings auch an die kroatische Adriaküste. Viele Schauplätze sind öffentlich zugänglich, vom Bootsanleger bis zum Golfresort. Rund 60 Drehorte aus fünf Staffeln lassen sich inzwischen zuordnen.

Outer Banks: Warum die Serie in Charleston gedreht wurde

Ursprünglich sollte Outer Banks in Wilmington in North Carolina entstehen, wo auch Serienerfinder Jonas Pate lebt. Netflix verlegte die Produktion jedoch nach South Carolina. Grund war ein damals in North Carolina geltendes Gesetz, das den Zugang zu öffentlichen Toiletten für Transpersonen regelte und international Boykotte ausgelöst hatte. Pate erklärte später gegenüber dem Wilmington Star-News, dass die Serie beim Schreiben vollständig auf Wilmington zugeschnitten gewesen sei und man dort auch habe drehen wollen. Die Entscheidung von Netflix, auf Inklusivität zu bestehen, habe er dennoch unterstützt.

Charleston wurde daraufhin zum Ersatz für Kildare Island. Auch nachdem das umstrittene Gesetz überarbeitet worden war, blieb die Produktion dort. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Team längst in South Carolina eingerichtet.

Outer Banks: Was tatsächlich existiert

Die Outer Banks sind eine mehr als 160 Kilometer lange Kette von Barriereinseln vor der Küste North Carolinas, größtenteils im Dare County. Sie reichen von Corolla im Norden über Hatteras bis nach Ocracoke. Manches, was in der Serie wie eine Erfindung wirkt, gehört dort tatsächlich zum Alltag. Nördlich von Corolla dient der Strand als Straße, weil die Häuser von Carova auf anderem Weg kaum erreichbar sind. Auf den nördlichen Stränden lebt außerdem eine Herde wild lebender Mustangs spanischen Ursprungs.

Outer Banks

Auch die Leuchttürme und Schiffswracks haben reale Vorbilder. Zu den bekanntesten Wahrzeichen gehört der Cape Hatteras Lighthouse, der höchste Backsteinleuchtturm der USA. Vor der Küste liegen zudem zahlreiche Wracks aus mehreren Jahrhunderten, was der Region den Beinamen „Friedhof des Atlantiks“ eingebracht hat.

Kildare Island ist erfunden

Kildare Island dagegen gibt es nicht. Die Insel, auf der ein Großteil der Handlung spielt, ist reine Fiktion. In der Serie ist sie in zwei Welten geteilt: Figure 8 im Norden, wo die wohlhabenden Kooks leben, und The Cut im Süden, das Revier der Pogues.

Outer Banks

Auch der soziale Konflikt zwischen beiden Gruppen ist erfunden, ebenso die Schatzsuche, die die Handlung antreibt. Selbst der Leuchtturm, der in späteren Staffeln auftaucht, steht nicht auf den Outer Banks. Zu sehen ist der Hunting Island Lighthouse in South Carolina, rund 400 Kilometer weiter südlich. Der Name Kildare orientiert sich zwar an realen Bezeichnungen aus der Region, eine Insel dieses Namens existiert jedoch nicht.

Diese Drehorte in South Carolina kann man besuchen

Viele Schauplätze der Serie sind frei zugänglich oder zumindest von außen zu sehen. Ein großer Teil der Bootsszenen der Pogues entsteht am Shem Creek in Mount Pleasant, rund 13 Kilometer östlich von Charleston. John Bs Haus, das Chateau, steht im Secessionville Historic District. Der Island Club, in dem die Kooks ihre Midsummer-Feier veranstalten, ist in Wirklichkeit Teil des Kiawah Island Golf Resort. Auch die Schulszenen wurden in Charleston gedreht.

Outer Banks

Hinzu kommen mehrere Häuser und Geschäfte, die für Figuren wie Ellie, Barry oder die Camerons genutzt wurden. Heyward’s Seafood, in der Serie ein wichtiger Treffpunkt, wurde ebenfalls in der Region gedreht. Viele dieser Orte liegen so nah beieinander, dass sich mehrere davon an einem Tag besuchen lassen.

Staffel 5: Neue Drehorte in Myrtle Beach und Dubrovnik

Für die fünfte und letzte Staffel wurde das Drehgebiet deutlich erweitert. Die Dreharbeiten liefen vom Juni bis zum 19. Dezember 2025. Neben Charleston kam auch Myrtle Beach hinzu. Dort entstanden unter anderem Stuntszenen an der historischen Socastee Swing Bridge über dem Intracoastal Waterway.

Noch auffälliger ist der Wechsel nach Kroatien. Die ersten Folgen führen die Pogues über Spanien nach Dubrovnik. Gedreht wurde außerdem am Strand Danče, auf der Insel Lokrum und in Cavtat, südlich von Dubrovnik.

Wer die Drehorte von Outer Banks besuchen will, kann inzwischen also eine ziemlich lange Reise daraus machen. Nur ausgerechnet an den namensgebenden Outer Banks wurde nie gedreht. Die echte Inselkette hat dafür einen anderen Vorteil: Sie ist auch dann noch da, wenn die Pogues längst ihre letzte Schatzsuche beendet haben.

01

Outer Banks
Outer Banks

Outer Banks

2020

Auf einer Insel in North Carolina stoßen John B und seine Freundesclique auf der Suche nach einem verlorenen Schatz auf viele Geheimnisse und Abenteuer.

Über diese Liste

Titel

1

Gesamtkosten fürs Ansehen

6,99 €

Gesamtlaufzeit

42h 30min

Genres

Action & Abenteuer, Drama, Krimi

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