Die Oscars 2026: 9 Filme, über die kaum jemand spricht (aber jeder sollte)

Die Oscars 2026: 9 Filme, über die kaum jemand spricht (aber jeder sollte)

Veröffentlicht am13. März 2026

Aktualisiert am13. März 2026

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Die Oscar-Verleihung steht vor der Tür, und während die großen Blockbuster die Schlagzeilen dominieren, verstecken sich in den Neben- und Nischenkategorien wahre Schätze. Unser Artikel konzentriert sich auf eben diese Werke, die vielleicht nicht das größte Marketing-Budget haben, aber bei der kommenden Verleihung für massive Überraschungen sorgen könnten. 

Viele dieser Produktionen schaffen es erst durch Festivalerfolge oder Kritikerlob überhaupt auf den Radar des breiten Publikums – und nicht selten entwickeln sie sich später zu echten Kultfilmen. Von norwegischen Familiendramen bis hin zu bahnbrechenden animierten Kurzfilmen – wir haben die Underdogs für dich analysiert.

Joachim Trier kehrt mit Sentimental Value (2025) zu seinen Wurzeln zurück und liefert ein emotionales Schwergewicht ab, das völlig zurecht für den Besten Film nominiert wurde. Wer Triers Oslo-Trilogie geliebt hat, wird hier die gewohnte Melancholie und intellektuelle Tiefe finden, für die er auch in der Kategorie Beste Regie gelistet ist. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die nach dem Tod ihrer Mutter erneut mit ihrem entfremdeten Vater konfrontiert werden – einem früher gefeierten Filmregisseur, der an seinem Comeback arbeitet. Besonders hervorzuheben ist Inga Ibsdotter Lilleaas, die als beste Nebendarstellerin eine herzzerreißende Performance abliefert. Der Film ist ein Muss für Liebhaber des Arthouse-Kinos, die komplexe Charakterstudien schätzen. Mein persönlicher Tipp: Taschentücher bereithalten, denn diese Geschichte geht mitten ins Herz..

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Weapons
Weapons

Weapons

2025

Mit Weapons (2025) beweist Zach Cregger nach seinem Überraschungshit Barbarian (2022), dass er kein One-Hit-Wonder ist. Der Film ist ein vertrackter Horror-Thriller, der durch seine unkonventionelle Erzählweise besticht und Amy Madigan eine wohlverdiente Nominierung als beste Nebendarstellerin eingebracht hat. Madigan spielt mit einer Intensität, die das Publikum bis zur letzten Sekunde im Unklaren über ihre wahren Absichten lässt. Dieser Film ist perfekt für Fans von modernen, klugen Horror-Thrillern, die gerne miträtseln. Während Sentimental Value eher auf leise Töne setzt, haut Weapons psychologisch und visuell voll rein. Es ist genau dieser Kontrast zwischen menschlichem Drama und nervenaufreibender Spannung, der diesen Film so genial macht.

Wer hätte gedacht, dass eine Mischung aus Musik und Action so gut funktionieren kann? KPop Demon Hunters (2025) ist als bester Animationsfilm nominiert und bringt eine völlig neue Energie in dieses Genre. Der Film ist visuell berauschend und kombiniert moderne K-Pop-Ästhetik mit klassischer Dämonenjagd-Action. Die Zielgruppe sind definitiv Fans von innovativer Animation und Musikliebhaber gleichermaßen. Ich persönlich finde es erfrischend, wie mutig hier mit Farben und Rhythmus experimentiert wird. Im Gegensatz zu dem eher traditionell anmutenden Kurzfilm The Girl Who Cried Pearls (2025) setzt KPop Demon Hunters auf maximale Reizüberflutung im positivsten Sinne. Es ist die perfekte Wahl für alle, denen die Standard-Animationskost zu langweilig geworden ist. Die Energie ist ansteckend, und der Soundtrack wird dich garantiert noch Tage nach dem Kinobesuch verfolgen – ein audiovisuelles Festmahl.

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Sirât
Sirât

Sirât

2025

Sirat (2025) von Regisseur Óliver Laxe gehört zu den ungewöhnlicheren Kandidaten in diesem Jahr. Das Drama begleitet einen Vater und seinen Sohn, die in den Bergen Südmarokkos nach ihrer verschwundenen Tochter suchen. Ihre Spur führt sie zu einer abgelegenen Rave-Szene, wo sie sich einer Gruppe nomadischer Partygänger anschließen, die immer tiefer in die Wüste ziehen. Was zunächst wie ein persönliches Familiendrama beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer existenziellen Reise durch eine raue, fast surreal wirkende Landschaft. Der Film feierte seine Premiere im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes, wo er den Jury-Preis gewann, und wurde anschließend von Spanien als Beitrag für die Oscar-Kategorie „Bester internationaler Film“ eingereicht. Eine echte spirituelle Grenzerfahrung!

Guillermo del Toros Vision von Frankenstein (2025) ist genau das, was wir von einem Meister der Monster erwartet haben. Jede Narbe und jeder Raum in diesem Werk wirkt handwerklich perfekt ausgearbeitet. Das Zielpublikum sind natürlich Gothic-Horror-Fans und Cineasten, die handwerkliche Qualität über reine Computeranimation stellen. Mein Take: Für den Oscar als bester Film dürfte es für Guillermo del Toro vermutlich nicht reichen. Dennoch gelingt ihm etwas Bemerkenswertes: Er verleiht dem altbekannten Stoff eine neue, tief tragische Dimension, ohne dabei den klassischen Grusel zu opfern. Vor allem das opulente Produktionsdesign trägt dazu bei, dass die vertraute Geschichte visuell und emotional frisch wirkt. Der Film zeigt eindrucksvoll, dass selbst jahrzehntealte Mythen neu aufblühen können, wenn Atmosphäre, Handwerk und erzählerischer Fokus stimmen..

Es wäre keine Oscar-Liste ohne James Cameron, und Avatar 3: Fire and Ash (2025) setzt in der Kategorie Beste visuelle Effekte erneut neue Maßstäbe. Die Einführung der „Asche-Navi“ bringt eine düstere, feurige Ästhetik nach Pandora, die technisch alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Erzählerisch erreicht dieser Film zwar nicht ganz das Niveau seiner Vorgänger, doch für alle, die Kino als ultimative Eskapismus-Maschine verstehen, bleibt er ein absolutes Muss. Während Filme wie Sentimental Value durch pointierte Dialoge glänzen, verlässt sich Cameron auf die schiere Wucht seiner Bilder. Ich finde es faszinierend, wie er es schafft, die Messlatte für CGI jedes Mal ein Stück höher zu legen. Trotz der massiven Konkurrenz durch Frankenstein bleibt Cameron der unangefochtene König der Technik. Wer die ersten beiden Teile mochte, wird von der visuellen Evolution hier schlichtweg überwältigt sein.

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Cutting Through Rocks

2025

In der Kategorie “Bester Dokumentarfilm” ist Cutting Through Rocks (2025) ein absolutes Highlight. Er richtet den Blick auf den Alltag einer außergewöhnlichen Frau im Iran: Sara Shahverdi, die als eine der ersten gewählten Gemeinderätinnen in einem abgelegenen Dorf in der Provinz Gilan gegen tief verwurzelte patriarchale Strukturen ankämpft. Der Film begleitet sie bei ihrem Versuch, konkrete Veränderungen anzustoßen – etwa beim Zugang von Frauen zu Bildung, wirtschaftlicher Selbstständigkeit oder politischen Entscheidungen. Dabei zeigt die Kamera nicht nur politische Konflikte, sondern auch den sozialen Druck, dem Shahverdi innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaft ausgesetzt ist. Cutting Through Rocks entwickelt so das Porträt einer lokalen Aktivistin, deren Engagement weit über ihr Dorf hinausweist und exemplarisch für größere gesellschaftliche Veränderungen im heutigen Iran steht.

Aktuell kannst du Cutting Through Rocks nicht streamen.
Wir benachrichtigen dich, sobald er verfügbar ist.

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Jane Austen's Period Drama

2024

Der Kurzfilm Jane Austen's Period Drama (2025) ist eine clevere, satirische Verbeugung vor dem Genre der Kostümdramen und völlig zurecht als bester Kurzfilm nominiert. Er spielt mit den Klischees der Regency-Ära und bricht durch einen modernen, fast schon absurden Humor. Wer Austen liebt, aber auch gerne mal über die Steifheit ihrer Charaktere lacht, ist hier genau richtig. Ich mag besonders, wie viel Charakterentwicklung in nur wenigen Minuten möglich ist. Es ist das perfekte Beispiel dafür, dass man keine zwei Stunden braucht, um eine pointierte und unterhaltsame Geschichte zu erzählen. Ein charmantes Kleinod, das das Zeug zum Kult-Kurzfilm der Saison hat, weil es die Konventionen des Genres genüsslich durcheinanderwirbelt.

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Zum Abschluss haben wir mit The Girl Who Cried Pearls (2025) einen Kandidaten für den besten animierten Kurzfilm, der durch seinen einzigartigen künstlerischen Stil besticht. Die Animation wirkt fast wie ein lebendig gewordenes Gemälde, was den Film visuell von der poppigen Ästhetik von KPop Demon Hunters abhebt. Die Geschichte ist märchenhaft, melancholisch und zutiefst bewegend. The Girl Who Cried Pearls richtet sich an Liebhaber von poetischen Kurzgeschichten und experimenteller Animation. Ich finde es beeindruckend, wie hier ohne viele Worte eine so dichte Atmosphäre geschaffen wird. Dieser Film ist ein kleines Juwel in der diesjährigen Auswahl und zeigt die ganze Bandbreite dessen, was Stop-Motion-Animation leisten kann. The Girl Who Cried Pearls lädt zum Innehalten und Nachdenken ein – ein würdiger Abschluss für unsere Oscar-Geheimtipps.

Über diese Liste

Titel

9

Gesamtkosten fürs Ansehen

8,98 €

Gesamtlaufzeit

15h 50min

Genres

Drama, Fantasy, Action & Abenteuer

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Auf dieser Liste befinden sich 9 Titel und du kannst 2 von ihnen auf HBO Max anschauen. 7 weitere Streamingdienste haben aktuell ebenfalls einige der Titel im Angebot.

  1. 2 TitelHBO Max
  2. 2 TitelHBO Max Amazon Channel
  3. 2 TitelNetflix
  4. 2 TitelNetflix Standard with Ads
  5. 1 TitelMUBI