
Moulin Rouge wird 25: Was machen die Stars von damals heute?
Auch 25 Jahre später reicht bei Moulin Rouge oft schon ein paar Worte, damit sofort wieder alles da ist: Glitzer, rotes Samtlicht und natürlich „Voulez-vous coucher avec moi?“ Seit dem Kinostart 2001 hat sich kaum ein Musical der 2000er so tief ins Popkultur-Gedächtnis eingebrannt wie diese wilde Liebesgeschichte zwischen Satine und Christian.
Nicole Kidman wurde damit endgültig zur Hollywood-Ikone, Ewan McGregor bewies, dass auch ein Jedi Liebeslieder singen kann. Und selbst kleine Nebenrollen blieben hängen, als hätte der Film sie mit Goldstaub überzogen.
Der Cast von Moulin Rouge ist 25 Jahre später fast noch beschäftigter als damals. Hier erfährst du, was die Stars heute machen.
Satine: Nicole Kidman
Genug Luft zum Durchatmen gönnte sie sich nie wirklich. Anfang 2025 lief Babygirl in den deutschen Kinos – ein erotischer Thriller, für den Kidman in Venedig als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde und der TikTok für Wochen in Beschlag nahm. Kurz darauf folgte Holland, Michigan, ein Vorstadtthriller bei Prime Video, in dem sie eine Lehrerin spielt, die hinter der makellosen Fassade ihrer Kleinstadtidylle ein dunkles Geheimnis ihres Mannes aufdeckt.
Beide Projekte zeigen dasselbe Muster: Kidman sucht sich Rollen aus, die niemand sonst so spielen würde. Und somit kann wirklich niemand ihre Vielseitigkeit in Frage stellen.
Staffel 3 von Lioness, der Agenten-Actionserie bei Paramount+, in der sie eine CIA-Supervisorin spielt, kommt im Oktober 2026. Dass sie nebenbei gerade zur zertifizierten Sterbebegleiterin ausgebildet wird, passt zu einer Frau, die offenbar keinen Tag einfach so vergehen lässt.
Christian: Ewan McGregor
Nach 17 Jahren Pause kehrte Ewan McGregor 2022 als Obi-Wan Kenobi in die gleichnamige Disney+-Serie zurück und brach dort Streaming-Rekorde. Dann wechselte er die Galaxie und ging zurück ans Londoner West End: 2025 stand er erstmals seit fast zwei Jahrzehnten wieder auf einer Theaterbühne, in einer Ibsen-Adaption im Wyndham’s Theatre.
Sein nächster Kinofilm heißt The End of Oak Street und kommt am 13. August 2026 ins deutsche Kino. Ein Science-Fiction-Thriller von David Robert Mitchell, in dem McGregor an der Seite von Anne Hathaway einen Familienvater spielt, dessen Vorstadtidylle buchstäblich aus dem Universum gerissen wird.
Gleichzeitig setzt er seine Motorrad-Dokumentarserie Long Way Home mit Charley Boorman fort, die demnächst bei Apple TV+ erscheint und die die beiden Freunde dieses Mal durch Norwegen bis fast an den Nordpol führt.
Toulouse-Lautrec: John Leguizamo
Für die Bühne schrieb John Leguizamo sein eigenes Stück, spielte die Hauptrolle darin und produzierte es obendrauf. The Other Americans, uraufgeführt 2025 am Public Theater in New York, erzählt von einem kolumbianisch-amerikanischen Wäschereibesitzer in Queens, dessen Welt auseinanderfällt – ein Projekt, das Leguizamos jahrelange Arbeit als Latino-Aktivist und Bühnenautor in einem konzentriert.
Parallel ist er in der Apple-TV+-Serie Smoke zu sehen, und im Juli 2026 ist er auf der ganz großen Leinwand zu bewundern: Christopher Nolan hat ihn für Die Odyssee verpflichtet, das mit Matt Damon, Tom Holland und Zendaya besetzte Sandalenepos, das komplett in IMAX gedreht wurde und zu den meisterwarteten Filmen des Jahres zählt.
Wer John Leguizamo nur als Toulouse-Lautrec aus Moulin Rouge kennt – den kleinen Mann mit dem großen Mund und dem noch größeren Herzen –, dürfte überrascht sein, wie präsent der Schauspieler 25 Jahre später noch immer ist.
Harold Zidler: Jim Broadbent
Anfang 2025 war Harold Zidler in Bridget Jones – Verrückt nach ihm zu sehen, dem vierten Teil der Reihe, in der er seit dem ersten Film Bridgets liebenswert-chaotischen Vater spielt. Eine Rolle, die er mit so viel Wärme ausfüllt, dass man vergisst, wie klein der Platz ist, den das Drehbuch ihr einräumt.
Als Nächstes dreht er Dennis für A24, eine Liebesgeschichte von Regisseurin Emily Mortimer, die in den 1990er Jahren in Moskau spielt und in der Broadbent neben Alison Oliver und dem russischen Schauspieler Yura Borisov zu sehen sein wird.
Mit 76 Jahren gehört er zu den wenigen Charakterdarstellern seiner Generation, bei denen man nie das Gefühl hat, er würde eine Rolle spielen, sondern die Rolle leben.
Der Duke: Richard Roxburgh
Cleaver Greene machte Richard Roxburgh in Australien endgültig zur TV-Ikone: den brillant-chaotischen Strafverteidiger aus der Serie Rake, die er von 2010 bis 2018 spielte und mitproduzierte. Die Rolle verschaffte ihm zu Hause den Kultstatus, den Moulin Rouge international bereits vorbereitet hatte.
Aktuell steht er in Australien auf der Theaterbühne: Die Komödie ART, in der drei Freunde über ein weißes Gemälde in Streit geraten und dabei fast alles verlieren, was sie verbindet, tourt 2025 und 2026 durch Sydney, Brisbane, Melbourne und Adelaide. Für 2026 sind außerdem Filmprojekte angekündigt, darunter Poor Boy. Roxburgh ist einer der Schauspieler, die international nie ganz die Aufmerksamkeit bekommen haben, die sie verdienen – was in Australien niemanden sonderlich zu stören scheint, weil er dort längst eine Institution ist.
Die grüne Fee: Kylie Minogue (2025)
Ihre Szene in Moulin Rouge dauert vielleicht drei Minuten, aber sie hat sich ins Gedächtnis gebrannt: grünes Licht, Absinth, und eine Fee, die so aussieht, als wäre sie schon immer da gewesen. Seitdem hat Minogue nicht aufgehört.
2025 absolvierte sie ihre Tension Tour, 66 Konzerte auf vier Kontinenten, darunter zwei ausverkaufte Abende im Madison Square Garden – das erste Mal überhaupt, dass sie dort spielte. Im September erschien das Live-Album Tension Tour//Live 2025. Und am 20. Mai 2026 startete auf Netflix die Dokumentation Kylie, die ihre Karriere über fast vier Jahrzehnte nachzeichnet.

























































