
„Miraculous“ in der richtigen Reihenfolge: alle Serien, Specials und der Film
Marinette und Adrien sind zwei ganz normale Pariser Teenager – bis Gefahr droht. Dann verwandeln sie sich in Ladybug und Cat Noir und beschützen die Stadt vor den akumatisierten Schurken des Bösewichts Hawk Moth. Die französische CGI-Serie, erschaffen von Thomas Astruc, läuft seit 2015 und hat sich zu einem der erfolgreichsten Kinderformate der Welt entwickelt: sechs Staffeln, vier abendfüllende Specials und ein Kinofilm.
Wer einsteigen will, steht allerdings vor einem Problem – die Episoden liefen international nicht in chronologischer Reihenfolge, und die Specials greifen teils tief in die Haupthandlung ein. Hier ist die empfohlene Reihenfolge, die der Handlung folgt und Spoiler vermeidet.
Das Herzstück ist die Serie selbst: Miraculous: Geschichten von Ladybug und Cat Noir (seit 2015) umfasst sechs Staffeln zu je rund 26 Episoden und sollte den Kern jeder Reihenfolge bilden, denn alles andere hängt an ihr.
Der Einstieg ist die Doppelfolge „Der Ursprung“, in der Marinette Dupain-Cheng und Adrien Agreste ihre Miraculous-Schmuckstücke und die Kwamis Tikki und Plagg erhalten. Über die Staffeln entwickelt sich nicht nur die heimliche Verliebtheit zwischen den beiden, sondern auch der Gegenspieler: Aus Hawk Moth wird in Staffel 4 Shadow Moth, in Staffel 5 schließlich Monarch, der fast alle Miraculous an sich reißt. Marinette wird zur Hüterin der Miraculous, das Heldenteam wächst, der Ton wird mit jeder Staffel erwachsener.
Wichtig für Neueinsteiger: Die Episoden liefen ursprünglich nicht in Handlungsreihenfolge – die Produktionsreihenfolge kommt der eigentlichen Chronologie am nächsten. Staffel 6 läuft seit 2025 mit einem optischen Sprung zur Unreal Engine, Staffel 7 ist für Herbst 2026 angekündigt, eine achte bereits in Auftrag.
Das vierte Special, Miraculous World: Shanghai – The Legend of Ladydragon (2021), ist chronologisch nach den Ereignissen rund um Staffel 3 angesiedelt. Marinette besucht ihren Onkel in Shanghai und will eigentlich Adrien treffen – doch sie gerät in ein Abenteuer um ein verschollenes Miraculous und freundet sich mit der jungen Fei an.
Auch dieses Special zählt laut Astruc zum Kanon und erweitert das Universum um einen weiteren Schauplatz und neue Figuren. Es ist das ruhigste der vier Specials, stärker auf Marinettes familiäre Wurzeln fokussiert als auf große Heldenschlachten – und rundet das Bild einer Welt ab, die längst über Paris hinausreicht.
Das erste abendfüllende Special, Miraculous World: New York – United Heroez (2020), ist laut Serienerfinder Thomas Astruc kanonisch zur Hauptserie. Es spielt zwischen Staffel 3 und Staffel 4 – hier sollte man es auch einordnen. Marinettes Klasse reist im Rahmen einer deutsch-amerikanischen Freundschaftswoche nach New York, wo Ladybug und Cat Noir auf amerikanische Superhelden treffen und neue Miraculous-Träger kennenlernen.
Das Special führt Figuren ein, die später relevant werden, und macht zum ersten Mal deutlich, dass das Universum größer gedacht ist als nur Paris. Rund 52 Minuten, optisch aufwendiger als die regulären Episoden. Wer es überspringt, verliert Kontext für die folgenden Staffeln und einige der später zurückkehrenden Nebenfiguren.
Ein Ausflug ins Multiversum, Miraculous World: Paris – Tales of Shadybug and Claw Noir (2023), einzuordnen nahe dem Beginn von Staffel 5. Aus einer Parallelwelt, in der alles umgekehrt ist, tauchen die bösen Doppelgänger Shadybug und Claw Noir in Paris auf – während von dort der Held Betterfly um Hilfe bittet.
Das rund 44-minütige Special führt das Konzept paralleler Universen in die Serie ein und liefert Bausteine, ohne die einige spätere Wendungen unverständlich bleiben. Es ist zugleich eines der visuell verspieltesten Kapitel des gesamten Universums. Wer die Rätsel der späteren Folgen verstehen will, kommt an diesem Special nicht vorbei.
Die Brücke zwischen Staffel 5 und Staffel 6 ist Miraculous World: London – At the Edge of Time (2024) – und genau dort gehört es hin. Ladybugs Identität ist aufgedeckt: Jemand hat mit den Miraculous einen Wunsch geäußert, und Marinette wacht ohne ihre Ohrringe auf.
Als Chronobug muss sie gemeinsam mit Bunnyx einen zeitreisenden Dieb aufhalten, der ihre Identität kennt. Das Special verbindet das Ende der einen mit dem Beginn der nächsten Staffel und ist eine emotionale Brücke zwischen beiden. Wer Staffel 6 ohne Verwirrung schauen will, sollte dieses Kapitel auf keinen Fall auslassen – es liefert den entscheidenden Übergang in den nächsten großen Handlungsbogen.
Der Sonderfall zum Schluss ist Miraculous: Ladybug & Cat Noir – Der Film (2023), denn er steht außerhalb der Serienkontinuität. Der animierte Musical-Kinofilm von Jeremy Zag erzählt die Ursprünge von Ladybug und Cat Noir komplett neu – als eigenständige Geschichte. Marinette verliebt sich in Adrien, beide erhalten ihre Kräfte und retten Paris. Vieles läuft anders als in der Serie, weshalb sich der Film am besten ansieht, wer die Hauptserie bereits kennt: Dann erkennt man die Unterschiede und Anspielungen.
Als reine Origin-Story lässt er sich aber auch völlig unabhängig genießen. Genau deshalb gehört er ans Ende dieser Reihenfolge – als alternative Lesart derselben Geschichte.




































