
Michael B. Jordan liebt diesen unterschätzten Comedy-Geheimtipp der 90er!
Nach seinem Triumph bei der letzten Oscarverleihung hat sich Michael B. Jordan endgültig in der Spitze Hollywoods etabliert. Der audiovisuell opulente Genre-Mix Blood & Sinners (2025) war für 16 Oscars nominiert und gewann am Ende “nur” vier – darunter den Preis als „Bester Hauptdarsteller“ für Jordan.
Damit festigt er, 23 Jahre nach seinem Durchbruch als junger Drogendealer in The Wire (2002), seinen Ruf als einer der vielseitigsten und überzeugendsten Charakterdarsteller seiner Generation.
Unter der visionären Regie von Ryan Coogler lieferte er eine Performance ab, die in ihrer emotionalen Intensität fast schon schmerzhaft spürbar war und das Publikum weltweit fesselte. Es ist faszinierend zu beobachten, wie Jordan es schafft, von physisch fordernden Rollen, die seine Karriere prägten – man denke an seine Auftritte in der Creed-Reihe –, nahtlos zu solch tiefschürfenden, oscarwürdigen Dramen zu wechseln. Er verkörpert heute eine völlig neue Generation von Filmstars, die sowohl die breiten Massen in die Kinos locken als auch die kritische Elite der Academy restlos von ihrem Handwerk überzeugen können.
Sorry Not Sorry
Doch wer glaubt, dass ein frischgebackener Oscar-Preisträger privat nur noch schwere Kost konsumiert, der irrt sich gewaltig. In unserer neuen JustWatch-Reihe „Sorry Not Sorry“ gewähren uns die größten Stars Einblicke in ihre ganz persönlichen filmischen Leidenschaften – jenseits von rotem Teppich und Kritikerlob. Michael B. Jordan machte dabei keinen Hehl daraus, dass er ein riesiger Fan von Produktionen ist, die man heute wohl als „Guilty Pleasure“ bezeichnen würde. Das verdeutlicht, dass er trotz seines rasanten Aufstiegs und des Goldjungen im Regal im Herzen immer der leidenschaftliche Filmfan geblieben ist, der die Magie des Kinos in all ihren Facetten – ob anspruchsvoll oder herrlich albern – feiert.
Sein persönlicher Favorit in der Kategorie „Eigentlich fast schon peinlich, aber ich liebe es“ ist die Actionkomödie A Low Down Dirty Shame (1994). Michael B. Jordan ist überzeugt, dass der Film von Keenen Ivory Wayans als Kultkomödie massiv unterschätzt wird. „Wollt ihr mich veräppeln?! Der ist großartig! Mit Peaches!“, platzte es lachend aus ihm heraus. Der Film begleitet Privatdetektiv Andre Shame durch ein Chaos aus alter LAPD-Vergangenheit und neuen Ermittlungen im Drogenmilieu, unterstützt von Jada Pinkett Smith als Peaches. Jordan lobt vor allem die respektlose Energie und das präzise Timing: „Ja, das ist ein verdammt guter Film!“, verteidigte er seine Wahl mit einem Augenzwinkern gegen jeden potenziellen Film-Snob.
Späte Anerkennung
Der Streifen wurde hierzulande unter dem Titel Mister Cool vermarktet und wirkt heute wie ein angenehm ungehobeltes Relikt aus einer Zeit, in der das Genre noch echte Ecken und Kanten hatte. Mit seinem Tipp steht Michael B. Jordan übrigens nicht allein da: A Low Down Dirty Shame gilt über 30 Jahre nach der Premiere bei vielen Filmfans als unterschätzte Perle. Die größte Stärke des Streifens ist die rohe, fast anarchische Chemie zwischen den Hauptfiguren. Im Vergleich zu späteren Werken der Wayans-Brüder wie Scary Movie (2000) oder White Chicks (2004), die fast vollständig ins Parodistische kippen, bewahrt sich Mr. Cool trotz seines starken Comedy-Fokus die Seele eines echten Action-Krimis.
Jordans Vorliebe für diesen unterschätzten Klassiker aus den 90ern unterstreicht: Der wahre Wert eines Films liegt nicht in seinen Auszeichnungen oder Kritikerlobeshymnen, sondern in der persönlichen Freude, die er uns bereitet.















































