McKenna Grace: Die besten Filme und Serien, gerankt

McKenna Grace: Die besten Filme und Serien, gerankt

Markus Brandstetter
Markus Brandstetter

Veröffentlicht am 03. April 2026

Aktualisiert am 05. Mai 2026

McKenna Grace hat mit sechs Jahren angefangen zu drehen. Sie ist jetzt neunzehn und hat bereits mehr Franchise-Einträge hinter sich als die meisten Erwachsenen in einem ganzen Berufsleben. Von Horror-Franchises bis Geisterjägerkult, von Blockbustern bis Topserien. Was dabei auffällt: Sie ist nicht einfach eine Kinderdarstellerin, die das Erwachsenwerden vor der Kamera überlebt hat. 

Sie war von Anfang an präziser als das Umfeld, in dem sie spielte. Gifted (2017) war ihr erster ernsthafter Beweis dafür. Ghostbusters: Afterlife (2021) der zweite. Der Rest ist eine Filmografie voller Gastauftritte, Franchisepflichten und echter Momente. Hier sind die besten davon.

01

Young Sheldon
Eine Gastrolle, die mehr leistet als sie müsste. In Young Sheldon spielt Grace Paige Swanson, ein Kind, das genauso hochbegabt ist wie Sheldon Cooper — nur sozial kompetenter, was ihn zur Weißglut treibt. Die Rolle ist auf den ersten Blick ein klassischer Serienkniff: Rivalin als Spiegel, Folie für den Hauptcharakter. Aber Grace spielt Paige nicht als Funktion, sondern als Person. Man sieht eine Figur, die mit denselben Problemen kämpft wie Sheldon, sie aber anders löst — oder eben nicht löst. Für eine Gaststrecke in einer Network-Sitcom ist das mehr emotionale Tiefe, als das Format eigentlich verlangt.

02

Annabelle 3
Annabelle 3

Annabelle 3

2019

Der dritte Annabelle-Film ist kein Meisterwerk des Horrorgenres, aber er ist solider als sein Ruf. Grace spielt Judy Warren, die Tochter von Ed und Lorraine Warren, die eine Nacht im Haus ihrer Eltern verbringt — umgeben von Artefakten, die alle ihr eigenes Böses mitbringen. Annabelle Comes Home nutzt das Setting klug, und Grace ist der Anker des Films: ruhig, neugierig, nicht hysterisch. Sie spielt Horror ohne die übliche Kinderfilm-Hysterie, was den Gruseleffekten mehr Raum gibt. Kein großer Film, aber ein guter Beweis dafür, dass sie Genres trägt, die auf ihre Mitarbeit nicht angewiesen wären.

03

Scream 7
Scream 7

Scream 7

2026

Scream 7 ist der erste Teil der Reihe, den Kevin Williamson selbst inszeniert, und Grace spielt Hannah Thurman, eine Highschoolfreundin der Hauptfigur. Die Rolle endet früh und blutig — ein Scream-klassiker. Was Grace daraus macht, ist trotzdem interessant: Sie spielt keine generische Slasher-Figur, sondern jemanden, dem man in den wenigen Minuten, die er hat, tatsächlich glaubt. Das ist schwerer als es klingt, weil das Genre aktiv dagegen arbeitet. Dass sie mittlerweile in Franchise-Kontexten funktioniert, ohne in ihnen zu verschwinden, ist das eigentlich Bemerkenswerte an diesem Auftritt.
Mike Flanagans Netflix-Serie ist einer der seltenen Fälle, in denen Horrorfernsehen den Sprung ins Literarische schafft, ohne die Schockwirkung zu opfern. In The Haunting of Hill House spielt Grace die junge Theo Crain, eine der fünf Geschwister, die ihre Kindheit in einem Haus verbracht haben, das ihnen kollektiven Schaden zugefügt hat. Was Grace dabei leistet, ist bemerkenswert: Sie spielt nicht einfach eine verängstigte Version einer Figur, sondern zeigt die spezifische Art von Kind, das zu früh zu viel versteht. Die Szenen zwischen den Geschwistern als Kinder tragen das emotionale Gewicht der Serie, und Grace hält dabei mit Kate Siegel, die dieselbe Figur als Erwachsene spielt, problemlos mit. Eine Gastrolle, die sich wie eine tragende Figur anfühlt.

05

I, Tonya
I, Tonya

I, Tonya

2017

Was I, Tonya gut macht, ist das Gleichgewicht zwischen Bewunderung und Mitleid, das der Film für seine Hauptfigur herstellt — und das beginnt bei Grace. Sie spielt die junge Tonya Harding, bevor Margot Robbie übernimmt, und muss eine Figur einführen, der das Publikum gleichzeitig zujubeln und die es bemitleiden soll, ohne sich für eine Haltung entschieden zu haben. Sie schafft das, weil sie Hardings Sturheit und Verletzlichkeit gleichzeitig transportiert. Der Film hat einen Golden Globe gewonnen, drei Oscarnominierungen bekommen, und Grace ist ein wichtiger Grund, warum man den Figuren darin glaubt.
Die Fortsetzung stellt Phoebe Spengler vor ein neues Problem: Sie darf nicht mehr als Ghostbuster arbeiten, weil sie minderjährig ist. Das ist dramaturgisch ein cleverer Schritt, weil es Grace erlaubt, die Figur in eine andere Richtung zu entwickeln. Phoebe ist in Ghostbusters: Frozen Empire unruhiger, verletzlicher, weniger sicher. Der Film ist insgesamt ungleichmäßiger als Afterlife, aber Grace trägt ihn mit einer Präzision, die das Beste aus dem Material herausholt. Sie ist zu diesem Zeitpunkt längst das emotionale Zentrum der modernen Franchise.
Die schwierigste Rolle in ihrer Filmografie und vermutlich die wirkungsvollste. In The Handmaid's Tale spielt Grace Esther Keyes, eine Jugendliche, die als Kind zwangsverheiratet wurde und in der vierten und fünften Staffel als gebrochene, wütende Figur auftaucht, die sich zu einem Mayday-Asset entwickelt. Das ist kein Material, das Erleichterung anbietet. Grace spielt es ohne Absicherungsnetz: Esther ist keine sympathische Figur im klassischen Sinn, sondern eine, die das System, das sie missbraucht hat, vollständig verinnerlicht hat und daraus etwas Gefährliches gemacht hat. Für diese Rolle wurde Grace Emmy-nominiert. Sie war zu diesem Zeitpunkt fünfzehn.

08

The Gifted
The Gifted

The Gifted

2017

Der entscheidende Film in Graces früher Karriere. In Gifted spielt sie Mary Adler, ein hochbegabtes Mädchen, das zwischen ihrem Vormund-Onkel (Chris Evans) und ihrer ehrgeizigen Großmutter zum Streitobjekt wird. Der Film stellt ihr eine einfache Falle: Er könnte jederzeit in süßlichen Oscar-Bait abgleiten. Grace verhindert das, indem sie Mary nicht als Symbol für irgendetwas spielt, sondern als Kind, das präzise weiß, was um es herum vorgeht, und trotzdem nicht völlig damit fertig wird. Die Szenen mit Evans funktionieren, weil sie nicht nachgibt. Critics' Choice Nominierung. Recht so.
Der Film, mit dem Grace zum Gesicht eines Franchise wurde. Ghostbusters: Afterlife ist bewusst nostalgisch konstruiert, ein Film, der die Fans der Originale bedienen will, ohne die neue Generation zu verlieren. Grace als Phoebe Spengler trägt diesen Spagat. Phoebe ist lakonisch, analytisch, sozial unbeholfen auf eine Art, die nicht verniedlicht wird. Regisseur Jason Reitman bat Grace, mehr von sich selbst in die Figur einfließen zu lassen. Das Ergebnis ist eine der überzeugendsten Neueinführungen in einem Legacy-Sequel seit Jahren. Dass Grace zum Zeitpunkt des Drehs dreizehn war und gerade eine Skoliose-Diagnose hinter sich hatte, ohne je die Protonenpistole wegzulegen, macht das Endergebnis nicht kleiner.

Über diese Liste

Titel

9

Gesamtkosten fürs Ansehen

54,93 €

Gesamtlaufzeit

141h 15min

Genres

Drama, Action & Abenteuer, Komödien

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