„Masters of the Universe“: 10 Dinge, die Fans vom Film wollen

„Masters of the Universe“: 10 Dinge, die Fans vom Film wollen

Markus Brandstetter
Markus Brandstetter

Veröffentlicht am 26. April 2026

Aktualisiert am 27. April 2026

Eternia kommt wieder auf die Leinwand, endlich. Masters of the Universe (2026) — kurz MOTU — verdient das Wort Kult wie kaum ein anderer Spielzeugkosmos der Popkulturgeschichte. Seit Mattel die Figuren 1982 auf den Markt brachte und Filmation 1983 die Zeichentrickserie startete, hat sich um He-Man, Skeletor und Castle Grayskull ein Universum aufgebaut, das mehr Iterationen überlebt hat als die meisten Franchises seiner Generation. 

Es gab Cartoon-Neuauflagen, Comic-Serien, Actionfiguren-Revivals, Kevin Smiths polarisierendes Masters of the Universe: Revelation (2021) und natürlich den Kultflop von 1987 mit Dolph Lundgren, der die Franchise beinahe versenkt und gleichzeitig unsterblich gemacht hat. Jetzt ist der neue Film da. Am 5. Juni 2026 erscheint Travis Knights Neuinterpretation mit Nicholas Galitzine als He-Man und Jared Leto als Skeletor. Was Fans wirklich erwarten, ist klar.

1. Skeletor muss brilliant sein

Mal ehrlich: Lord Skeletor ist doch eigentlich der heimliche Sympathieträger der gesamten MOTU-Welt. Spaß beiseite – wenn man schon so einen grandios konzipierten Mega-Bösewicht hat, dann erwartet man sich auch eine entsprechend spektakuläre Kinoversion. Skeletor ist mehr als nur der Gegenspieler von He-Man; er ist eine Ikone, die gleichzeitig bedrohlich, charismatisch und in gewisser Weise faszinierend ist. Genau deshalb muss der Film ihn ernst nehmen und ihm die nötige Präsenz geben. Und wenn man an frühere Darstellungen denkt, dann kommt man an Frank Langella kaum vorbei. Seine Performance hat gezeigt, wie viel Gravitas und Stil in dieser Figur stecken kann – genau daran sollte sich eine moderne Version messen lassen.

2. Eternia muss als vollwertige Welt fungieren

Was den 1987er-Film mit Dolph Lundgren am meisten kostete, war nicht das Budget, auch wenn das mit 22 Millionen Dollar bei Cannon Films alles andere als üppig war. Es war die Entscheidung, den Großteil der Handlung auf der Erde spielen zu lassen. He-Man in einem amerikanischen Kleinstadtvorort ist konzeptionell ungefähr so schlüssig wie Aragorn in einem Einkaufszentrum. Eternia ist eine der wildesten Weltenentwürfe der Achtziger: Swords-and-Sorcery trifft auf Science-Fiction, mittelalterliche Burgen neben Raumschiffstechnik, Muskelberge und Knochenschädel und sprechende Tiger. Genau das macht das Franchise so unverwechselbar. Der neue Film hat laut Trailer bereits deutlich mehr Eternia im Blick, und Travis Knight ist durch Kubo and the Two Strings (2016) bekannt dafür, fantastische Welten mit echtem Gewicht auszustatten. Wenn der Film das einlöst, ist die wichtigste Hausaufgabe erledigt.

3. Wir brauchen einen He-Man, der mehr ist als Muskeln

Dolph Lundgren war im Jahr 1987 körperlich die perfekte Besetzung. Als Schauspieler hatte er in seinem Leinwanddebüt als Hauptfigur noch sichtbaren Spielraum nach oben, was der Regisseur Gary Goddard offen thematisiert hat. Nicholas Galitzine ist ein anderer Typ: bekannt aus Red, White & Royal Blue (2023) als romantischer Held mit echtem Charme und erkennbarer emotionaler Bandbreite. Das Problem bei He-Man war immer, dass die Figur als Fantasie konzipiert wurde, nicht als Charakter. Er ist unverwundbar, er ist der Mächtigste, er hat die Antworten. Das macht ihn dramatisch uninteressant, solange der Film nicht zeigt, was ihn kostet, das zu sein. Der neue Film spielt ausdrücklich mit Adams Verlorenheit und seinem Weg zurück zu sich selbst. Ob das funktioniert, entscheidet sich nicht in den Kampfszenen.

4. Evil-Lyn mit echtem Gewicht

Evil-Lyn ist im Cartoon von 1983 das interessanteste Mitglied von Skeletors Mannschaft, weil sie die einzige ist, die eigene Agenda hat. Sie dient Skeletor nicht aus Loyalität, sondern aus Kalkül, und das Spannungsfeld zwischen den beiden ist dramatisch ergiebiger als die meisten He-Man-Schurken-Konstellationen. Im 1987er-Film spielte Meg Foster sie mit eisiger Präzision und bekam trotzdem zu wenig zu tun. Alison Brie übernimmt die Rolle jetzt, und das ist eine Besetzung, die Intelligenz und Untergründigkeit verspricht. Was Fans wollen, ist eine Evil-Lyn, die nicht nur Skeletors zweite Stimme ist, sondern eine Figur mit eigenen Beweggründen, die im Verlauf des Films das Gleichgewicht verschiebt. Das Potenzial ist da. Die Frage ist, ob das Drehbuch es nutzt.

5. Die richtige Atmosphäre: ernst, aber nicht freudlos

Masters of the Universe hat immer auf der Grenze zwischen epischer Fantasy und camp gelebt — und das ist kein Makel, sondern ein Stilmerkmal. Das Franchise hat nie so getan, als wäre es etwas anderes, und genau das hat es so haltbar gemacht. Was Fans nicht wollen, ist ein Film, der sich schämt für seine Herkunft und versucht, Skeletor-Schädelmaske und Greyskull in den Ernsthaftigkeitsmodus eines düsteren Superheldenepos zu pressen. Regisseur Travis Knight hat mit Bumblebee (2018) bewiesen, dass er weiß, wie man eine Franchise-Welt mit emotionaler Aufrichtigkeit behandelt, ohne den Humor zu töten. MOTU braucht diese Balance: eine Welt, in der ein Schädelgesicht auf einem Thron aus schwarzem Stein sitzt und das vollkommen selbstverständlich wirkt.

6. Man-At-Arms muss mehr als ein Sidekick sein

Man-At-Arms ist die unterschätzte Figur des gesamten Franchise. Er ist Adans Mentor, der Vater von Teela, der loyalste Krieger von Eternia — und trotzdem wurde er in fast allen Adaptionen auf die Funktion des freundlichen Rüstungslieferanten reduziert. Idris Elba in dieser Rolle ist potenziell die interessanteste Besetzungsentscheidung des Films, weil Elba zu den wenigen Schauspielern gehört, die einer Unterstützerrolle automatisch Statur geben, ohne dafür viele Szenen zu brauchen. Was Fans wollen, ist ein Man-At-Arms, der tatsächlich kämpft, der eine Geschichte hat, der in entscheidenden Momenten Farbe bekennt. Die Figur verdient mehr als den weisen Ratgeber-Modus, in dem sie seit 1983 feststeckt.

7. Teela muss eine eigenständige Hauptfigur

In der Originalserie ist Teela in erster Linie He-Mans Kampfgefährtin und Man-At-Arms' Tochter. In Kevin Smiths Masters of the Universe: Revelation (2021) wurde sie zur zentralen Figur gemacht, was bei Teilen der Fanbasis für erhebliche Aufregung sorgte. Im neuen Film spielt Camila Mendes sie als Kriegerin und enge Vertraute Adams, und laut Besetzungshinweisen ist ihre Beziehung zu Adam dramatisch zentral. Fans wollen eine Teela, die ihre eigenen Entscheidungen trifft und eigene Ziele verfolgt — nicht nur die loyale Begleitfigur, die den Helden anfeuert. Das Franchise hat seit Jahrzehnten ein weibliches Hauptcharakter-Problem. Das ist eine der wenigen Chancen, es zu lösen.

8. Castle Grayskull muss ein echter Ort

Castle Grayskull ist nicht nur ein Gebäude. Es ist das dramatische und symbolische Zentrum der gesamten Mythologie — der Ort, aus dem Adams Macht kommt, den Skeletor um jeden Preis will und um den das gesamte Universum des Franchises kreist. Im 1987er-Film war Castle Grayskull gut gebaut, gegeben dem Budget, aber letztlich eine Kulisse. Eine moderne Produktion mit Industrial Light & Magic und DNEG als Visual-Effects-Studios hat keine Entschuldigung mehr, Grayskull nicht zu dem zu machen, was es im kollektiven Gedächtnis einer Generation ist: bedrohlich, massiv und unheimlich schön. Wenn Fans aus dem Kino kommen und Grayskull vergessen haben, hat der Film etwas falsch gemacht.

9. Einen Soundtrack, der bleibt, muss her

Wenig wird in der Diskussion über Videospiel- und Franchise-Adaptionen so konsequent unterschätzt wie der Score. Bill Contis Musik für den 1987er-Film war bombastisch bis zur Selbstparodie, aber er hatte Themen, die blieben. Heute weiß Daniel Pemberton (Spider-Man: Into the Spider-Verse, 2018) die Musik zu schreiben, der Tatsache, dass Queen-Gitarrist Brian May aktiv an dem Soundtrack mitarbeitet, verleiht dem Ganzen zusätzliches Gewicht. Was Fans wollen, ist ein He-Man-Thema, das man nach dem Kino noch im Kopf hat. Das klingt wie eine geringe Anforderung. Es ist eine der wichtigsten.

10. Der Respekt vor dem Original ohne Nostalgie-Falle

Masters of the Universe ist 2026 kein Franchise für Kinder. Die Menschen, die mit der Cartoon-Serie von 1983 und dem Spielzeug der Mattel-Linie aufgewachsen sind, sind jetzt zwischen 40 und 50 Jahre alt. Sie wollen keinen Film, der ihnen erklärt, was sie an He-Man geliebt haben. Sie wollen einen Film, der das ernst nimmt, was daran immer funktioniert hat: die archetypische Klarheit, der pure Wille des Guten gegen das Böse, die Absurdität als Stärke. Was nicht funktioniert: ein Film, der sich auf Nostalgie verlässt, statt eine eigene Geschichte zu erzählen. Travis Knight hat mit seinen bisherigen Filmen bewiesen, dass er Franchise-Material transformieren kann, ohne es zu verraten. Genau das ist die Aufgabe. Am 5. Juni 2026 wissen wir, ob es geklappt hat.

He-Man soll darin den Planeten Eternia gegen den finsteren Skeletor verteidigen und die Geheimnisse von Grayskull bewahren.
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Das Schicksal des Universums scheint besiegelt. Skeletor, der Herrscher des Bösen, hat den Planeten Eternia erobert und die mächtige Zauberin von Greyskull in seine Gewalt gebracht. Um seine unumschränkte Herrschaft durchsetzen zu können, fehlt ihm nur eines: Der kosmische Schlüssel, der seinen Besitzer an jeden beliebigen Punkt der Galaxis transportieren kann. Doch noch besteht Hoffnung: He-Man, der stärkste Krieger von Eternia, und seine Freunde Teela und Gwildor, der findige Zwerg, haben Skeletor den Kampf angesagt. Auf der Erde schlagen sie die Schlacht, die über das Schicksal des Universums entscheidet.

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Bumblebee
Bumblebee

Bumblebee

2018

Im Jahr 1987 versteckt sich das mysteriöse Maschinenwesen Bumblebee in der Gestalt eines alten VW Käfers auf dem Schrottplatz einer kleinen kalifornischen Küstenstadt. Kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag und auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, findet die rebellische Charlie den kaputten und kampfgeschwächten Bumblebee. Mit mechanischem Geschick beginnt sie ihn zu reparieren und lernt schnell, dass es sich keineswegs nur um eine alte Schrottmühle handelt … Bei dem Film handelt es sich um ein Spin-off der Transformers-Filmreihe.

Über diese Liste

Titel

3

Gesamtkosten fürs Ansehen

6,48 €

Gesamtlaufzeit

5h 52min

Genres

Action & Abenteuer, Science-Fiction, Fantasy

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  2. 1 Titel Netflix
  3. 1 Titel Paramount Plus
  4. 1 Titel WOW
  5. 1 Titel Sky Go