
Das Ende von „Lanterns“ Folge 1 erklärt: Was ist mit Hal Jordan passiert?
Lanterns (2026) braucht nur eine Folge, um klarzumachen, dass Hal Jordans Geschichte auf eine Katastrophe zuläuft. Zunächst führt die Serie den erfahrenen Green Lantern Hal (Kyle Chandler) und seinen frisch rekrutierten Kollegen John Stewart (Aaron Pierre) 2016 nach Rushville in Nebraska, wo sie einen Mord untersuchen sollen. Schon bald wird aus dem vermeintlichen Kleinstadtfall jedoch etwas sehr viel Größeres. Ein Außerirdischer kündigt einen Krieg an, spricht von Rache und sprengt sich vor den Augen der Ermittler in die Luft. Zehn Jahre später kehrt John nach Rushville zurück, und auf der verschneiten Tribüne des Footballfeldes sitzt Hal. Doch das Wiedersehen ist alles andere als das, was John sich erhofft hat.
Achtung, Spoiler: Im Folgenden geht es um das Ende von Lanterns, Folge 1, und die Hinweise darauf, wie die Geschichte weitergehen könnte.
Waylons letzte Worte machen den Fall plötzlich sehr viel größer
Als Hal und John Waylon Sanders (Chris Coy) bei einem Footballspiel festnehmen, bestätigt sich ein Verdacht, den Hal zuvor kaum überzeugend erklären konnte: Waylon ist kein Mensch. Noch bevor die beiden herausfinden können, woher er kommt, warnt er sie vor einem Krieg und erklärt, dass seine Leute auf Rache aus seien. Hal hält seine anschließende Drohung zunächst für einen Bluff, doch Waylon meint es ernst. Als er sich selbst zur Explosion bringt, kann Hal mit der wenigen Energie, die seinem Ring noch bleibt, wenigstens eine Barriere um ihn erschaffen. Sie fängt einen Teil der Detonation ab, verhindert aber nicht, dass Fenster zerbersten, eine Wand nachgibt und Hal, John sowie Sheriff Kerry (Kelly Macdonald) zu Boden geschleudert werden.

Bis zu diesem Moment könnte Rushville noch Schauplatz eines ungewöhnlichen einzelnen Verbrechens sein. Waylons Warnung verändert das. Offenbar sind mehrere Außerirdische auf der Erde, und sie verfolgen ein Ziel, das bereits vor der aktuellen Mordermittlung seinen Anfang genommen hat. Vor allem sein Wunsch nach Vergeltung legt nahe, dass jemand in Nebraska oder innerhalb des Green Lantern Corps eine alte Rechnung offen hat.
Zehn Jahre später findet John Hal tot im Schnee
Die Folge bleibt nicht im Jahr 2016, sie springt nach 2026, als John erneut nach Rushville fährt und Kerry auf dem Footballfeld trifft, auf dem sie sich zehn Jahre zuvor kennengelernt haben. Gemeinsam gehen sie die verschneiten Tribünen hinauf, bis sichtbar wird, weshalb John überhaupt zurückgekommen ist: Hal sitzt dort tot.
An seinem Kopf befindet sich eine Verletzung, die nach einer Schusswunde aussieht, noch lässt sich daraus allerdings nicht sicher ableiten, wie er gestorben ist oder wer ihn getötet hat. John entdeckt etwas anderes, das für einen Green Lantern fast noch auffälliger ist: Als er den Schnee von Hals Hand streicht, fehlt dort der Ring. Dieser Blick in die Zukunft verändert zugleich den Hal, den wir 2016 erleben. Eine frühere Szene aus dem Jahr 1999 zeigt ihn noch als selbstbewussten Green Lantern, der an seine Aufgabe glaubt, siebzehn Jahre später ist davon wenig übrig. Hal wirkt verbittert, ist im Umgang mit John ausgesprochen sparsam mit Erklärungen und scheint selbst nicht recht zu wissen, wie es mit ihm weitergehen soll. Seinen Ring will er trotzdem nicht hergeben.

Was in Rushville passiert, lässt ihn offenbar auch Jahre später nicht los. Als John 2026 in den Ort zurückkehrt, ist außerdem das Tor zum Anwesen von William Macon (Garret Dillahunt) schwer zerstört. Ob Hal selbst dafür verantwortlich war oder jemand anderes, verrät die Premiere nicht. Die Schäden passen jedenfalls kaum zu einem Fall, der sich mit Pistolen und Polizeiarbeit erledigen lässt.
Die Manhunters könnten hinter Waylons Rachedrohung stecken
Der Trailer zu Lanterns liefert einen möglichen Hintergrund für Waylons Worte. Dort tauchen die Manhunters auf, künstliche Ordnungshüter, die in den DC-Comics von den Guardians of the Universe erschaffen wurden, bevor das Green Lantern Corps diese Aufgabe übernahm. Ihr Versuch, Frieden ohne Rücksicht auf moralische Grauzonen durchzusetzen, endete unter anderem in einem Massaker an den Bewohnern von Sector 666. Für die Serie ist diese Comic-Vorgeschichte interessant, weil ausgerechnet Rache das Letzte ist, worüber Waylon spricht.

Zu den wenigen Überlebenden des Massakers gehörten in den Comics die Five Inversions um Atrocitus. Ob Lanterns Waylon mit ihnen verbindet, ist bislang nicht bestätigt. Eine solche Verbindung könnte jedoch erklären, weshalb seine Rachedrohung offenbar auf einen älteren Konflikt zurückgeht. Auch Abin Sur gehört zu dieser Geschichte. Bevor sein Ring einst an Hal weitergegeben wurde, hatte der Green Lantern in den Comics Kontakt zu Atrocitus und nahm ihn als Gefangenen mit zur Erde. Wer die Serie ohne Comic-Vorwissen schaut, muss sich diese Namen vorerst allerdings nicht merken: Entscheidend ist lediglich, dass Hals Ring und die Vorgeschichte seiner Vorgänger eine Rolle bei dem spielen könnten, was in Rushville geschieht.
Fest steht nach Folge 1 vor allem, dass John bereits weiß, wohin seine gemeinsame Geschichte mit Hal führt. Während wir noch beobachten, wie die beiden 2016 miteinander arbeiten, hat Lanterns uns Hals Tod längst gezeigt. Offen bleibt, was ihn zehn Jahre später zurück nach Rushville gebracht hat und wer danach mit seinem Ring verschwunden ist.










